Kurz vor dem Mittag segeln wir mit der Storkjoven, einem Nachbau eines alten Klinkers von den Farör. Es stellt sich heraus, dass die Bezahlung für das Segeln auch den Eintritt in das Museum beinhaltet. Das Segeln ist für uns ein tolles Erlebnis. Unser Skipper ist froh, Leute mit Erfahrung im Pullen und Segeln an Bord zu haben. Petra darf fast die ganze Zeit das Boot steuern. Ihre Erfahrung mit dem Boot ist sehr positiv. Es nimmt schnell Fahrt auf und es geht bis etwa 55° an den Wind. Wieviel Abdrift es dann hat, ist aber schwer zu sagen.
- Die Storkjoven, ein 2018er Nachbau eines alten Boots von den Färöer Inseln. Es steht deutlich sichtbar in der Tradition der Wikinger Boote. Nur das Ruder ist hier schon moderner ein angehängtes Ruder.
- „Unser“ Schiff heißt Storkjoven
- Bevor es losgeht mit dem Boot, erhalten wir erstmal eine Einweisung in das Rudern und die dazugehörigen Kommandos
- Segel setzen auf der Storkjoven ist Schwerarbeit. Winschen zum Kurbeln gibt es hier nicht.
- Das Segel ist gesetzt und es geht mit guter Fahrt nun in den Roskilde Fjord hinaus
- Ich habe die Ehre gleich die Pinne übernehmen zu dürfen und so selbst ausprobieren zu können, wie es sich anfühlt, ein Boot aus Wikingertagen zu steuern.
Da wir den Eintritt in das Museum bereits bezahlt haben und man mit einem Armband ein- und ausgehen kann, organisieren wir unseren Tag etwas um. Nach dem Segeln stecken wir erst einmal unsere Wäsche in die Waschmaschine am Hafen und holen uns dann im Museumscafé Knarr ein sehr schmackhaftes Mittag. Dann geht es in das Museum in dem wir 1989 schon einmal waren.
- Die Reste der Skudelev 3
- Das gewaltige Puzzle aus vielen Einzelteilen am Beispiel der Skudelev 3
- Die Reste von drei bei Skudelev gefunden Schiffen aus der Wikingerzeit
- Das bei Skudelev gefundene Boot Nr. 3 wurde in Dänemark aus Eichenholz gebaut und war ein kleines elegantes Fracht- und Reiseschiff, bestens geeignet für die dänischen Gewässer
- links Boot Nr. 2 (das Kriegsschiff) und rechts Boot Nr. 6 (das Fischerboot)
- So hat die Skudelev 2 (ein ca. 30m langes Kriegsschiff) vermutlich früher mal ausgesehen.
Im Museum sind fünf Wikingerschiffe, die bei Skudelev im Roskilde Fjord eine Verteidigungsanlage bildeten und geborgen wurden, so weit es geht konserviert und wieder zusammen gesetzt worden. Da man dabei sehr viele Erkenntnisse über den Bau dieser Schiffe gewonnen hat, hat man sie im Rahmen experimenteller Archäologie in einer kleinen eigenen Bootswerft mit alten Techniken nachgebaut und wieder aufgeriggt. Es ist sehr interessant und wir bleiben bis zum Schließen um 17:00 Uhr im Museum.
- Der zweite Nachbau der Skudelev 2 in der Museumswerft
- Blick in den zweiten Nachbau der Skudelev 2 in der Museumswerft
- Beim zweiten Nachbau der Skudelev 2 werden Kupfernägel statt Eisennägel verwendet. Das ist zwar historisch nicht korrekt, aber deutlich haltbarer. Das Museum möchte sich nun intensiver auf die Erprobung der nachgebauten Boote konzentrieren, um die damaligen Möglichkeiten der Schifffahrt besser zu verstehen, als auf das Reparieren der existierenden Boote.
- Auch der zweite Nachbau der Skudelev 2 geschieht mit historischem Werkzeug.
- Blick in den neuen Nachbau der Skudelev 2
- Blick in den neuen Nachbau der Skudelev 2
- In der Werkstatt entdecken wir ein Kielschwein. Offensichtlich ist noch ein weiterer Nachbau in Vorbereitung
- Das Standardwerkzeug für den Schiffbau war zu Wikingerzeiten die Axt. Aber Axt ist nicht gleich Axt, wie wir sehr schön in der Werkstatt sehen können.
- Auf der Museumswerft entsteht gerade der zweite Nachbau des bei Skudelev gefundenen Boots Nr. 2, einem kleineren Kriegsschiff. Links ist das Modell zu sehen, rechts durch das Fenster der Nachbau
- In der Werkstatt entdecken wir diesen Drachenkopf
Danach ist die Wäsche fertig gewaschen und kommt in den Trockner. Wir starten noch den Versuch den Roskilde Dom zu besuchen, aber die Tür wird um 18:00 Uhr vor unserer Nase geschlossen. Alternativ findet auf dem Markt ja noch das Surround Musikfestival für Nachwuchsbands statt. Wir schauen auf dem Marktplatz einen Act eines afrikanisch inspirierten Musikers an und sind begeistert. Danach gehen wir zurück zum Hafen und bergen unsere Wäsche aus dem Trockner. Das nennt sich effektive Tagesnutzung.
- Netter Fußweg zum Dom
- Auf dem Marktplatz ist heute und morgen Musikfestival. Die letzte Band des Abends sorgt nochmal für ordentlich Stimmung.































































