Die Wettervorhersage hat sich verbessert und wir brechen in Richtung Fehmarn auf. Wie üblich geht es erst einmal durch die enge Rinne bis zur Ansteuerung von Marstal. Der Wind ist mäßig aus West. Nach einiger Zeit entscheiden wir, endlich einmal wieder unseren Gennaker auszupacken.
An der Spitze von Langeland vorbei halten wir in Richtung Fehmarn Sund. Das Schießgebiet in der Hohwachter Bucht hat heute auch Sonntag und wir gelangen ohne Zwischenfälle nach Fehmarn. Der Hafen von Orth ist ziemlich voll, aber als wir einlaufen kommt uns eine Yacht entgegen, die in den Abend laufen will. Wir sollen einfach gerade aus in die freigewordene Box laufen.
Da es bereits dämmert lassen wir die Kombüse kalt und begeben uns zum Griechen am Hafen. Ausserdem hat ein Crewmitglied an Bord heute Geburtstag. Ausklingen lassen wir den Abend im Vorgarten der „Villa“.
Auch am nächsten Morgen geht es bei schönen Wetter weiter. Wir haben vor bis Dienstag Abend in Wismar zu sein. Seit unserer Vermessungsaktion im Roskilde Fjord wissen wir ja nun, dass Lorrikeet bis zur Antennenspitze im Mast nur 18 m mißt und wir somit auch unter der eingerüsteten Fehmarn Sund Brücke mit 20 m hindurch passen. Der Wind kommt weiter aus West und schiebt uns unter der Brücke hindurch. Bei Tonne 17 belassen wir das Fahrwasser und laufen an der Küste entlang Richtung Grömitz. Ab Dahme verlässt uns, wie angekündigt der Wind und wir schieben mit Maschine nach Grömitz.
Am Morgen in Grömitz haben wir tatsächlich Windstille. Wir verlassen trotzdem den Hafen und lassen den Motor schieben. Dies ist ja eigentlich für Lorrikeet sehr ungewöhnlich, aber es gibt einen festen Termin, wann wir in Wismar sein wollen. Beim Einlaufen in die Wismarer Bucht am Offentief werden wir erstaunt von einem Schweinswal und einer Kegelrobbe empfangen.
Unser Liegeplatz in Wismar ist wie vereinbart frei und wir können im Heimathafen festmachen.
Die Bahnverbindung nach Wismar ist derzeit nicht so einfach. Der sonst übliche IC, der abends von Schwerin nach Hannover durchfährt, ist nicht mehr vorhanden. Somit muss man bereits frühen Nachmittag nach Hannover aufbrechen. Wir packen also morgens unsere Sachen und machen uns Mittwoch Mittag auf den Weg.
Diese Frühsommertour war nicht so lang und nicht so weit, hat aber trotzdem viel Spass gemacht und für alle Beteiligten sehr entspannend.














