Erkundungstag in Vejle

Hier in Vejle soll der nächste Crew Wechsel stattfinden, da die Stadt von Deutschland aus gut mit der Bahn zu erreichen ist. Aber bevor Clemens von Bord geht wollen wir noch die Stadt erkunden, die gerade architektonisch einiges zu bieten hat.

Das Wetter ist sich noch nicht darüber im Klaren, ob es sonnig oder regnerisch sein soll. Auf jeden Fall ist es nicht so kalt wie gestern. Mit den Fahrrädern fahren wir zunächst zum Fjordenhus, das eigentlich direkt neben der Marina liegt, aber wir wollen danach ja noch weiter. Es ist ein mit Backstein verklinkerter Bürobau, der aber im Erdgeschoss frei zugänglich ist und wie eine Wasserburg vollständig umspült ist. Dadurch ergeben sich etliche interessante Blickwinkel.

Danach fahren wir zum Museum für moderne Kunst. Von außen wirkt es eher wie ein Schulgebäude, aber innen sind wir begeistert. Es sind eigentlich zwei Gebäude, die mit einem Atrium in dem sich der Eingangsbereich und ein Café befindet verbunden sind. Ein Teil beschäftigt sich vor allem mit Graphiken und moderne Bildern. Auf der anderen Seite gibt es einen Bereich mit Skulpturen und Installationen.

Zu Mittag zum Skyttehushaven. Dies muss eine alte Festung zum Schutz von Vejle gewesen sein. Man hat einen tollen Blick auf die Marina und die Stadt. Dort gibt es das Skyttehuset in dem wir ein hervorragendes Mittag bekommen. Wir vermuten, dass man in dem Haus auch gut Feste feiern kann.

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Mitten in ein Gewitter auf See

Heute laufen wir bereits um 6:30 Uhr aus, da ab Mittag Gewitter angesagt sind.

Über Middlefart sind bereits einige Cumulus Castelanus Wolken zu sehen. Der Wind weht zunächst aus SSW mit 3 Bft, so dass wir das ungereffte Großsegel und die Genua II setzen. Auf der Hälfte der Strecke von Bogense in den Vejle Fjord hat der Wind dann auf satte 4 Bft zugenommen und da noch mehr Wind angesagt ist, bergen wir gleich das Großsegel. Weiter geht es mit Genua II und ein erster Schauer zieht über uns weg.

Als wir um Trelde Næs herum sind, zieht von SW eine schwarze Wolkenwand auf. Zunächst sieht es nur nach Regen aus, aber kurz vor Træskohage Leuchtturm vernehmen wir aus dem rasch auf uns zuziehendem Wolkenungetüm deutliche Donnergeräusche. Es ist erst gegen 9:00 Uhr. Umdrehen bringt nichts, wir starten den Motor und versuchen mit voller Kraft vor dem Gewitter entlang zu kommen. Damit haben wir nicht gerechnet.

Dann setzt auch schon der erste Regen ein und wir bergen schnell noch die Genua um gegebenenfalls im Gewitter auf einen Kreiskurs mit gelaschten Ruder gegen zu können. Zusätzlich halten wir uns unter der Anhöhe Træskohage. Vor uns, über uns und auf der Anhöhe schlagen Blitze ein. Wir wollen bereits auf Kreiskurs gehen, da öffnet sich in Richtung Vejle ein Wolkenbogen. Mit voller Kraft laufen wir dort hin und entkommen dem Gewitter. Aber wir sind noch nicht ganz durch. Südlich von Vejle baut sich bereits ein weiteres Gewitter auf und zieht mit hoher Geschwindigkeit auf uns zu. 

Wir laufen weiterhin mit 6 Knoten unter Motor, da es hier kein entkommen gibt, aber es klingt uns auch diesem Gewitter zu entkommen, so dass es hinter uns durchzieht. Als wir gegen 11:00 in der Marina von Vejle fest gemacht habe und auch schon das Persenning über dem Cockpit gesetzt haben, sind wir heilfroh.

Wir warten erst einmal ab, wie sich das Wetter entwickelt und fahren dann mit den Fahrrädern in die Stadt. Am Nachmittag ziehen aber noch einige Schauer über uns hinweg, aber in der Stadt kann man sich ja unterstellen.

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Radtour in der Gegend um Bogense

In der Nacht ist, wie angekündigt, ein heftiges Regengebiet durchgezogen. Große Regentropfen sind laut auf das Deck geschlagen und haben für eine etwas gestörte Nachtruhe gesorgt. Wir schlafen also aus, denn für den Vormittag sind weitere Schauer angesagt. 

Nach dem Mittag wird das Wetter etwas besser und wir machen eine Radtour. Von Bogense geht es die Küste entlang zum Naturschutzgebiet Gyldensteen Strand Wildreservat. Auf dem Weg kommen wir an einer Windmühle, der Stegø Mølle, vor bei, die wie aus dem dänischen Touristik-Bilderbuch zu sein scheint.

Der nächste Punkt ist ein Vogel Beobachtungsturm des WWF am Gyldensteensvej. Er ist hervorragend platziert und sogar für bewegungseingeschränkte Personen gut über eine Rampe erreichbar. Leider habe ich den Teleaufsatz für meine Kamera an Bord vergessen.

In der Nähe liegt das große Adelsgut Gyldensteen, das dem ganzen seinen Namen gibt. Durch den Wald fahren wir zur Gutskirche Kirkemose, die einsam und idyllisch liegt. In die Kirche kommt man wieder nicht hinein, da sie verschlossen ist. Der Friedhof und das Gebäude ist sehr gepflegt. 

Wir machen uns auf den weiteren Weg zum Schloßgut Harridlevgaard. Auch hier können wir nur von außen betrachten. Es scheint so, dass dieses Schloss auch als Event Center genutzt wird. Danach geht es zurück zum Hafen. Am Himmel haben sich wieder Schauerwolken aufgebaut. Kurz vor Bogense am Golfklub erwischt uns dann doch noch ein Regenschauer und wir stellen uns an einem Haus unter. 

Räuchermakrele mit Paprikapfanne zum Abend

Räuchermakrele mit Paprikapfanne zum Abend

Den Rest des Tages verbringen wir an Bord, wo wir durch unser Cockpit Persenning gut vor Wind und Regen geschützt sind. Zwischendurch kommt immer wieder die Sonne heraus und führt zu kräftiger Erwärmung.

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Schönwettersegeln von Juelsminde nach Bogense

Route von Juelsminde nach Bogense

Route von Juelsminde nach Bogense

Wieder geht es gegen 10:00 Uhr aus dem Hafen. Das Wetter an diesem Morgen ist herrlich und es weht ein schöner Wind aus SSW. Wir sind nicht die einzigen, die den Hafen verlassen. 

Wo mehr als ein Boot mit dem gleichen Ziel aufeinander treffen entsteht eine Regatta. Lorrikeet schlägt sich erwartungsgemäß hervorragend. Wir können bis kurz vor Bogense durchsegeln und brauchen nur einen kurzen Schlag bis zum Hafen zu machen. 

Bereits 13:00 Uhr liegen wir fest im Hafen von Bogense. Nun baut sich im Westen wieder Schauerbewölkung auf, aber es bleibt bis zum Abend trocken. In der Nacht sollen starke Schauer über uns hinwegziehen. 

Im Laufe des Nachmittags laufen noch einige Charteryachten ein und wird können im Cockpit sitzend das Hafenkino einer großen Oceanis 47 mit einer hervorragend koordinierten 8 köpfigen Crew bewundern. Vermutlich versuchen sie in einer Woche Rund Fünen zu gehen, aber die Fähigkeiten draußen beim Segeln sind hoffentlich besser als bei den Hafenmanövern.

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Krampfsegeln von Hou nach Juelsminde

Route Hou - Juelsminde

Route Hou – Juelsminde

Es weht aus Süd mit etwa 3 Windstärken und wir verlassen den Hafen von Hou gegen 10:00. Da Hou hinter einer flachen Sandbank liegt müssen wir zuerst mit Motor gegen den Wind nach Süden aus der Rinne. Dann setzen wir Großsegel mit Genua II und segeln in Richtung Samsø. Es gibt zwar eine Durchfahrt westlich von Endelave, aber die Rinne ist uns zu eng zum kreuzen.

Vor Samsø, wo eine bis zu 40m tiefe breite Rinnen entlang geht, ziehen mehrere Schauer mit wechselndem Wind über uns hinweg. Teilweise kommen wir garnicht von der Stelle und dann kommt der Wind mit 3 Bft wieder. Wir versuchen uns bei dem unter den Wolken sehr wechselhaften Wind von Endelave Richtung Juelsminde frei zu kreuzen.

Schauerwolken über Juelsminde

Schauerwolken über Juelsminde

Wieder zieht ein Schauer über uns weg und der Wind dreht auf SW und frischt etwas auf. Es wird zeit zu reffen, aber hinter dem Schauer geht der Wind auf gute 5 Bft hoch und wir bergen das Großsegel. Nur mit Genua II geht es mit 5 bis 6 Knoten Fahrt in Richtung Juelsminde. Um 18:00 Uhr liegen wir fest in Juelsminde.

 

Lorrikeet in Juelsminde

Lorrikeet in Juelsminde

 

Eigentlich hatten wir uns diesen Segeltag etwas einfacher vorgestellt und es wird entschieden, dass heute die Kombüse kalt bleibt und wir gehen zum Abendessen in das Bistro Nior am Hafen.

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