Es geht weiter in den kleinen Belt

Heute ist  Auslaufen aus Vejle angesagt. Wir wollen in die Marina von Middlefart, die südlich liegt. So haben wir dann schon die Engstelle des kleinen Belts passiert und können gemäß unsere Erinnerung zu Fuß von der Marina in die Innenstadt von Middlefart gehen.

Vor dem Wind laufen wir gegen 9:00 aus dem Fjord. Wir haben nach Verlassen der engen Rinne in den Hafen das volle Großsegel und die Genua II gesetzt. Allerdings windet sich der Fjord und wir sind immer kurz vor einer ungewollten Halse, die bei Lorrikeet, bei kräftigerem Wind, nicht ganz ungefährlich ist. Bei Trelde Næs können wir dann endlich auf stabileren Kurs Richtung Middlefart in den kleinen Belt abbiegen.

Allerdings hat der Wind nun auf satte 4 Bft aufgefrischt und wir müssen reffen. Der Strom setzt glücklicherweise mit in den Belt und wir „schrammen“ am Leuchtturm Stirb vorbei und unter der Autobahnbrücke von Middlefart hindurch. Jeder, der hier häufiger segelt, weiß, dass man bis dicht unter Land segeln kann, da durch die Strömung diese Stelle kräftig ausgewaschen ist.

Hoch am den Wind kreuzen wir vor Middlefart auf. Thomas und ich haben hier vor 17 Jahren einmal einen Strömungstauchgang zusammen gemacht. Für ihn ist es lustig dieseEcke einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Dann geht es um die letzte Ecke zur südlichen Marina Middlefart.

Wir sind zu faul uns die Fahrräder aus der Backskiste zu holen und begeben uns auf den Fußmarsch in die Stadt. Irgendwie habe ich die Entfernungen unterschätzt und als wir am Abend zurück am Hafen sind, weiß ich, dass wir das nächste Mal die Fahrräder nehmen.

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Warten und Basteln in Vejle

Für Clemens ist die Zeit an Bord leider schon vorbei. Er nimmt seinen Zug von Vejle um 8:58 in Richtung Middlefart zum Umstieg nach Hamburg und dann nach Hause. Ich werde mir die nächsten Tage, an denen ich auf Thomas warte, mit einigen Bastelarbeiten an Bord und an diesen Artikeln vertreiben.

Das Konzert droht im Regen zu versinken

Das Konzert droht im Regen zu versinken

Für Freitag Nachmittag ist zudem noch etwas Unterhaltung mit Livemusik am Hafen angesagt. Leider wird das Wetter im laufe des Freitags immer regnerischer. Das ist nicht gut für die Band die Nachmittags am Hafen auftreten soll. Die Dänen sind hart gesotten und lassen sich nicht aus der Ruhe und bauen weiter die Bühne und die Sitzbänke auf.

Blauer Himmel am Horizont

Blauer Himmel am Horizont

 

 

Ich ziehe mich ins Seglerheim zurück und arbeite an den Artikeln hier. Das Konzert soll eigentlich um 17:00 Uhr beginnen, aber während des Sound Checks der Beatles Coverband geht ein mächtiger Schauer über den Hafen. Kurzerhand wird der Beginn auf 19:00 verschoben und tatsächlich stabilisiert sich das Wetter bis dahin und ich habe einen fröhlichen Abend am Hafen.

Samstag bis Montag früher Nachmittag verbringe ich mit einigen Arbeiten an Deck und lasse es an Sonaten ruhig angehen, da immer noch einige Schauer über mich hinwegziehen. Thomas scheint den Sonnenschein im Gepäck zu haben. Als wir sein Gepäck an Bord gebracht haben kommt pünktlich die Sonne heraus und wir können zusammen Vejle erkunden.

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Erkundungstag in Vejle

Hier in Vejle soll der nächste Crew Wechsel stattfinden, da die Stadt von Deutschland aus gut mit der Bahn zu erreichen ist. Aber bevor Clemens von Bord geht wollen wir noch die Stadt erkunden, die gerade architektonisch einiges zu bieten hat.

Das Wetter ist sich noch nicht darüber im Klaren, ob es sonnig oder regnerisch sein soll. Auf jeden Fall ist es nicht so kalt wie gestern. Mit den Fahrrädern fahren wir zunächst zum Fjordenhus, das eigentlich direkt neben der Marina liegt, aber wir wollen danach ja noch weiter. Es ist ein mit Backstein verklinkerter Bürobau, der aber im Erdgeschoss frei zugänglich ist und wie eine Wasserburg vollständig umspült ist. Dadurch ergeben sich etliche interessante Blickwinkel.

Danach fahren wir zum Museum für moderne Kunst. Von außen wirkt es eher wie ein Schulgebäude, aber innen sind wir begeistert. Es sind eigentlich zwei Gebäude, die mit einem Atrium in dem sich der Eingangsbereich und ein Café befindet verbunden sind. Ein Teil beschäftigt sich vor allem mit Graphiken und moderne Bildern. Auf der anderen Seite gibt es einen Bereich mit Skulpturen und Installationen.

Blick auf die Marina vor Vejle

Blick auf die Marina vor Vejle

Zu Mittag zum Skyttehushaven. Dies muss eine alte Festung zum Schutz von Vejle gewesen sein. Man hat einen tollen Blick auf die Marina und die Stadt. Dort gibt es das Skyttehuset in dem wir ein hervorragendes Mittag bekommen. Wir vermuten, dass man in dem Haus auch gut Feste feiern kann.

Zünftiges Abschiedsessen

Zünftiges Abschiedsessen

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Mitten in ein Gewitter auf See

Heute laufen wir bereits um 6:30 Uhr aus, da ab Mittag Gewitter angesagt sind.

Über Middlefart sind bereits einige Cumulus Castelanus Wolken zu sehen. Der Wind weht zunächst aus SSW mit 3 Bft, so dass wir das ungereffte Großsegel und die Genua II setzen. Auf der Hälfte der Strecke von Bogense in den Vejle Fjord hat der Wind dann auf satte 4 Bft zugenommen und da noch mehr Wind angesagt ist, bergen wir gleich das Großsegel. Weiter geht es mit Genua II und ein erster Schauer zieht über uns weg.

Als wir um Trelde Næs herum sind, zieht von SW eine schwarze Wolkenwand auf. Zunächst sieht es nur nach Regen aus, aber kurz vor Træskohage Leuchtturm vernehmen wir aus dem rasch auf uns zuziehendem Wolkenungetüm deutliche Donnergeräusche. Es ist erst gegen 9:00 Uhr. Umdrehen bringt nichts, wir starten den Motor und versuchen mit voller Kraft vor dem Gewitter entlang zu kommen. Damit haben wir nicht gerechnet.

Dann setzt auch schon der erste Regen ein und wir bergen schnell noch die Genua um gegebenenfalls im Gewitter auf einen Kreiskurs mit gelaschten Ruder gegen zu können. Zusätzlich halten wir uns unter der Anhöhe Træskohage. Vor uns, über uns und auf der Anhöhe schlagen Blitze ein. Wir wollen bereits auf Kreiskurs gehen, da öffnet sich in Richtung Vejle ein Wolkenbogen. Mit voller Kraft laufen wir dort hin und entkommen dem Gewitter. Aber wir sind noch nicht ganz durch. Südlich von Vejle baut sich bereits ein weiteres Gewitter auf und zieht mit hoher Geschwindigkeit auf uns zu. 

Wir laufen weiterhin mit 6 Knoten unter Motor, da es hier kein entkommen gibt, aber es klingt uns auch diesem Gewitter zu entkommen, so dass es hinter uns durchzieht. Als wir gegen 11:00 in der Marina von Vejle fest gemacht habe und auch schon das Persenning über dem Cockpit gesetzt haben, sind wir heilfroh.

Wir warten erst einmal ab, wie sich das Wetter entwickelt und fahren dann mit den Fahrrädern in die Stadt. Am Nachmittag ziehen aber noch einige Schauer über uns hinweg, aber in der Stadt kann man sich ja unterstellen.

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Radtour in der Gegend um Bogense

In der Nacht ist, wie angekündigt, ein heftiges Regengebiet durchgezogen. Große Regentropfen sind laut auf das Deck geschlagen und haben für eine etwas gestörte Nachtruhe gesorgt. Wir schlafen also aus, denn für den Vormittag sind weitere Schauer angesagt. 

Nach dem Mittag wird das Wetter etwas besser und wir machen eine Radtour. Von Bogense geht es die Küste entlang zum Naturschutzgebiet Gyldensteen Strand Wildreservat. Auf dem Weg kommen wir an einer Windmühle, der Stegø Mølle, vor bei, die wie aus dem dänischen Touristik-Bilderbuch zu sein scheint.

Der nächste Punkt ist ein Vogel Beobachtungsturm des WWF am Gyldensteensvej. Er ist hervorragend platziert und sogar für bewegungseingeschränkte Personen gut über eine Rampe erreichbar. Leider habe ich den Teleaufsatz für meine Kamera an Bord vergessen.

In der Nähe liegt das große Adelsgut Gyldensteen, das dem ganzen seinen Namen gibt. Durch den Wald fahren wir zur Gutskirche Kirkemose, die einsam und idyllisch liegt. In die Kirche kommt man wieder nicht hinein, da sie verschlossen ist. Der Friedhof und das Gebäude ist sehr gepflegt. 

Wir machen uns auf den weiteren Weg zum Schloßgut Harridlevgaard. Auch hier können wir nur von außen betrachten. Es scheint so, dass dieses Schloss auch als Event Center genutzt wird. Danach geht es zurück zum Hafen. Am Himmel haben sich wieder Schauerwolken aufgebaut. Kurz vor Bogense am Golfklub erwischt uns dann doch noch ein Regenschauer und wir stellen uns an einem Haus unter. 

Räuchermakrele mit Paprikapfanne zum Abend

Räuchermakrele mit Paprikapfanne zum Abend

Den Rest des Tages verbringen wir an Bord, wo wir durch unser Cockpit Persenning gut vor Wind und Regen geschützt sind. Zwischendurch kommt immer wieder die Sonne heraus und führt zu kräftiger Erwärmung.

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