Gewitter abwettern in Marstal

Für den heutigen Tag sind heftige Gewitter aus Süd kommend angesagt. Nach unseren letzten Erfahrungen mit Gewittern wollen wir hier nichts herausfordern. Wir schlafen erst einmal aus und genehmigen uns ein angenehmes Frühstück.

Danach bummeln wir durch Marstal und besuchen das Schifffahrtsmuseum. Wir sind diesmal ein wenig enttäuscht, da es sich mittlerweile zu einem Ausstellungssammelsurium entwickelt hat und die Bonavista nicht mehr in Marstal ist. Stattdessen gibt es nun eine Schiffsmotoren-Ausstellung, die aber nur Donnerstag geöffnet hat. Heute wird ein Teil der Ausstellung als Eventsaal für eine Hochzeit genutzt.

Um uns herum grummelt es immer einmal wieder und die Wolken sind teilweise inkontinent, aber ein starkes Gewitter bleibt uns erspart. Ob dies auf See auch so gewesen wäre, wissen wir nicht.

Zum Abend sind wir wieder im Restaurant von Fru (Desirè) Berg. Ein absolutes Muss, wenn man nach Marstal kommt. Wir kommen mit ihr ins Gespräch und sie erzählt uns, dass sie auf der Welt kräftig herum gekommen ist und nun in Marstal gelandet ist.

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Dänemark will uns nicht hergeben!

Heute ist doch wirklich der Wind auf SSO gedreht. Zudem ist es eher ein leichter Wind. Es ist wie verhext!

Lorrikeet muss seine Fähigkeiten als Leichwindkreuzerin unter Beweis stellen. Bis zu den engen Fahrwassern Richtung Ærø funktioniert das auch ganz gut.

Danach schmeißen wir wieder den Motor an und schieben uns mit eingerollter Genua II durch die Rinnen. Nur das letzte Stück nach Marstal können wir noch einmal alles auspacken und mit gutem Speed Richtung Marstal rauschen.

Im Marstal finden wir noch einen Liegeplatz, obwohl der Hafen kräftig von den „Kiel-Flüchtlingen“ bevölkert wird. Auch unsere Dieselreserven können wir wieder auffüllen.

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Abbiegen in die „Dänische Südsee“

Auch heute bläst wieder ein leichter Wind aus SW. Wir haben uns entschieden nicht weiter im kleinen Belt nach Süden zu segeln. Wenn wir nun südlich Fünen nach Osten in die „Dänische Südsee“ abbiegen, müsste es mit dem Wind besser passen und zudem geht am Wochenende die Kieler Woche los, womit die Kieler Förde zum Anlaufen tabu ist.

Aber auch bei dem leichten Wind ist es nicht einfach. Hinter Falstlet bleibt uns nichts anderes übrig als den Motor zu starten. Wir fahren nach Faaborg, wo wir beide noch nicht waren.

Der Hafen ist nett und wir finden auch ein kleines Restaurant, das für uns die Mahlzeit bereit hält. Somit bleibt die Kombüse kalt.

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Leichtwindkreuz im kleinen Belt

Wir verlassen Middlefart gegen 9:00. Entgegen der Windvorhersage mit Westwind haben wir einen leichteren südlichen Wind. Es bleibt uns nichts anderes übrig als gegen den südlichen Wind im kleinen Belt aufzukreuzen. Da Wind bis 4 Bft angesagt war Sven wir die Genua II nicht gegen die Genua I getauscht. Höhere Geschwindigkeiten sind also nicht zu erwarten. Vor Middlefart werden von einem Seehund, sowie einem Schweinswal begrüßt, die neugierig aus dem Wasser schauen. Die Tiere sind in den letzten Jahren immer zutraulicher geworden.

Der Wind ist wechselhaft von Stärke (1-4bft) und Richtung (S-SW). Leider setzt auch ein leichter Strom in nördlicher Richtung gegenan. Erst gegen Mittag erreichen wir die Nordspitze von Bagø. Der dem Wind und dem Strom ist es ein zähes Ringen. Wir entscheiden uns nach Assens zu segeln, das etwas aufhob vom Bagø-Hafen liegt.

Danach gibt es die nächsten 20sm kaum Häfen für uns und Mommark, dass wir eigentlich anlaufen wollten liegt noch sehr weit gegen den Wind entfernt. Nachdem wir fest gemacht haben geht Abends zu allem Überfluss nach ein Nieselregen über uns weg. Morgen ist auch noch ein Tag.

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Es geht weiter in den kleinen Belt

Heute ist  Auslaufen aus Vejle angesagt. Wir wollen in die Marina von Middlefart, die südlich liegt. So haben wir dann schon die Engstelle des kleinen Belts passiert und können gemäß unsere Erinnerung zu Fuß von der Marina in die Innenstadt von Middlefart gehen.

Vor dem Wind laufen wir gegen 9:00 aus dem Fjord. Wir haben nach Verlassen der engen Rinne in den Hafen das volle Großsegel und die Genua II gesetzt. Allerdings windet sich der Fjord und wir sind immer kurz vor einer ungewollten Halse, die bei Lorrikeet, bei kräftigerem Wind, nicht ganz ungefährlich ist. Bei Trelde Næs können wir dann endlich auf stabileren Kurs Richtung Middlefart in den kleinen Belt abbiegen.

Allerdings hat der Wind nun auf satte 4 Bft aufgefrischt und wir müssen reffen. Der Strom setzt glücklicherweise mit in den Belt und wir „schrammen“ am Leuchtturm Stirb vorbei und unter der Autobahnbrücke von Middlefart hindurch. Jeder, der hier häufiger segelt, weiß, dass man bis dicht unter Land segeln kann, da durch die Strömung diese Stelle kräftig ausgewaschen ist.

Hoch am den Wind kreuzen wir vor Middlefart auf. Thomas und ich haben hier vor 17 Jahren einmal einen Strömungstauchgang zusammen gemacht. Für ihn ist es lustig dieseEcke einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Dann geht es um die letzte Ecke zur südlichen Marina Middlefart.

Wir sind zu faul uns die Fahrräder aus der Backskiste zu holen und begeben uns auf den Fußmarsch in die Stadt. Irgendwie habe ich die Entfernungen unterschätzt und als wir am Abend zurück am Hafen sind, weiß ich, dass wir das nächste Mal die Fahrräder nehmen.

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