Optimales Wetterrouting

Morgensonnen von achtern

Morgensonnen von achtern

Heute klingelt der Wecker bereits um 4:30 Uhr. Die Sonne kriecht gerade in NO über den Horizont, aber es ist absolut kein Wind im Hafen. Nur die Stander an den Mastspitzen zeigen den erhofften Wind aus West an. Wir machen uns kurz frisch, machen ein ganz kurzes Frühstück und verlassen bereits 5:25 unter Motor Grenå.

Die Morgensonne schein in das Cockpit

Die Morgensonne schein in das Cockpit

Erst etwas weiter draussen setzt sich ein West 3 Bft durch und wir setzen Großsegel und Genua II. Am Wind bei etwa 6 Knoten Fahrt segeln wir die Küste von Djurs entlang. Dann halten wir auf die Nordspitze von Samsø zu.

Auf halber Strecke zwischen Hjelm und Samsø können wir den Kurs nicht mehr halten, da der Wind anfängt von W über SW nach SO zu drehen. Wir machen eine Wende und können am Ende die Westspitze von Tunø anliegen.

Westspitze von Tunø

Westspitze von Tunø

Wir entscheiden uns nicht nach Tunø zu segeln, sondern nach Hou, da wegen des Feiertages in Dänemark unsere Bestände an Aufschnitt und Gemüse sich dem Ende zuneigen. Also geht es durch die Enge westlich von Tunø und dann  halbwinds Richtung Hou.

Routing von Grenå nach Hou

Routing von Grenå nach Hou

Auf diesem Stück nimmt Lorrikeet noch einmal richtig fahrt auf und gegen 15:00 Uhr sind wir fest in Hou. Wir haben 47 sm in 9,5 Stunden teilweise hoch am Wind mit nur einer Wende zurück gelegt! Besser hätte das Wetterrouting nicht passen können.

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Immer noch eingeweht in Grenå

Wie angekündigt, weht immer noch ein kräftiger Wind aus SW. Wir haben ausgeschlafen und nutzen den Tag zum Wäsche waschen, das muss ja auch mal sein.

Die Fischbude am Hafen

Die Fischbude am Hafen

Mittags wollen wir in der Stadt noch einkaufen, aber wir stehen nach der kurzen Fahrradtour vor verschlossenen Läden!?! Auch die Innenstadt ist wie ausgestorben. Ein Blick in das Internet gibt Aufschluss. Der 5.6. ist DER dänischer Nationalfeiertag. An diesem Tag feiern die Dänen ihre freiheitlich demokratische Verfassung, die Dänemark 1849 zu einer konstitutionellen Monarchie machte.

Wir radeln wieder zurück zum Hafen und finden dort noch einen Laden, der offen hat und wo wir sehr frisches Gemüse von Samsø bekommen. Schräg gegenüber gibt es dort auch noch eine Bude/Restaurant, wo man frischen Fisch kaufen kann. Ein opulentes Abendessen ist also gesichert.

Um die Mittagszeit waren überraschend unsere Stegnachbarn aus Wismar eingelaufen und hatten am Molensteg festgemacht. Nach dem Einkaufen gehen wir zu ihnen hinüber und klönen mit ihnen über ihre weiteren Pläne. Sie sind auf dem Weg nach Göteborg zu Freunden. Wir sind ja wieder auf dem Weg nach Süden, also werden sich unsere Wege definitiv morgen wieder trennen.

Zum Abendessen sehen wir zu, dass wir nicht zu spät an Bord kommen. Der Wind hat, wie angesagt, bereits kräftig abgenommen und bereits Richtung West gedreht. Wir wollen morgen früh aus dem Hafen, da der günstige Westwind nur bis Mittag anhalten soll. Nach dem Abendessen, bereiten wir bereits Tee und einige Brote für morgen vor.

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Hafentag in Grenå

Beim Aufwachen heult der Süd-Wind im Rigg. So war es auch vorher gesagt. Nach dem Frühstück holen wir unsere Fahrräder aus der Backskiste und machen eine Fahrradtour vom Hafen in die Stadt Grenå, die etwa 3 km vom Hafen entfernt liegt.

Wir machen einen Rundgang durch die Einkaufsstraßen von Grenå. Am Markt mit der Kirche gibt es im angrenzenden Café, das ich bereits von vor zwei Jahren kenne, ein Heißgetränk. Seit neuestem gehört es offen sichtlich zum Blumenladen direkt daneben. Der Eingang ist nun durch den Blumenladen und vor dem alten Eingang steht ein zusätzlicher Tisch. Wir geniessen die Sonne draußen auf dem Marktplatz. 

Danach geht es zum Einkaufen in den nahe gelegenen Meny-Markt und wir bringen die Sachen zurück an Bord. Nach dem Mittag schwingen wir uns wieder auf die Räder und machen einen Abstecher zur Abwrackwerft im Handelshafen

Vor der Werft liegen einige Kandidaten für das Abwracken aber wir werden Zeugen der Zerlegung eines alten Fischkutters, der noch an der Pier liegt aber bereits kräftig mit dem Schweissbrenner bearbeitet wurde. Nun bringt sich ein Kran in Stellung und hebt die freigeschnittenen Aufbauteile auf die Pier.

Was die Fischer sonst noch so aus dem Kattegat holen...

Was die Fischer sonst noch so aus dem Kattegat holen…

Es ist an diesem Tag erstaunlich trocken, aber der Wind bleibt kräftig aus SSW. Auch für Morgen ist immer noch kräftiger Wind aus SW angesagt, also genau aus der Richtung, wo wir hin wollen. Erst zum Abend soll der Wind auf West drehen.

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Möglichst weit nach Westen, die Tiefs kommen!

Wir stehen heute früh auf und verlassen den Hafen gegen 7:30 Uhr. Bei frischem Wind aus Süd geht es mit 6 Knt Fahrt vor dem Wind mit vollem Großsegel und Genua II erst einmal Richtung Norden, da in dem Dreieck zwischen Isefjord, etwas nördlich von Hesselø und Sjelandsodde Schießübungen angekündigt sind. Bei Hesselø begegnen wir dem Großsegler ‚Roald Amundsen‘, der das Sperrgebiet ignoriert und Richtung Westen läuft. Offensichtlich stört es niemanden, da wir per Funk nichts hören. Wir halten uns aber an die Vorgaben und laufen bis zur Spitze des Sperrgebietes. 

Das wird gleich feucht

Das wird gleich feucht

Dort machen wir eine Halse und laufen Richtung Westen nach Grenå. Der Wind hatte zunächst etwas abgenommen, kommt aber in einer Sprühregenfront wieder. Wir reffen und machen wieder gut 7 knt Fahrt. Immerhin legen wir bis 15:00 Uhr eine Strecke von 47 sm zurück. Im Hafen von Grenå sind jede Menge Plätze frei und auch die angrenzende Gastronomie ist noch im Winterschlaf.

Für morgen ist Südwind mit Böen von 7 Bft angesagt. Das heißt wohl eher ein Hafentag. Mal sehen, wie es Freitag weitergeht.

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Zurück nach Hundested

Für Petra ist die Segeltour dieses Jahr leider beendet, da sie nicht unbegrenzt Urlaub hat. Sie steigt um 10:00 Uhr aus und hilft uns noch beim Ablegen.

Brücke öffnet planmäßig um 10:30 Uhr

Brücke öffnet planmäßig um 10:30 Uhr

Clemens und ich fahren vor die Klappbrücke, die wie geplant um 10:30 Uhr öffnet und uns passieren lässt. Hinter der Brücke rollen wir die Genua II aus, was für heute gut passt. Wir wollen nur bis Hundested. Der Roskilde-Fjord ist hier eine gute Navigationsübung für Clemens. Vor Frederiksværk müssen wir über ein Flachgebiet, um die Tiefwasser Rinne aus dem Fjord heraus zu erreichen. Es klappt alles hervorragend und der Südwind schiebt uns aus dem Fjord.

Gegen 15:00 Uhr erreichen wir Hundested und machen auf dem gleichen Platz wie vor knapp einer Woche fest. Den Rest des Tages verbringen wir mit Brot backen, einkaufen, Essen gehen im Restaurant Knut direkt am Hafen und Törnplanung.

Als wir es uns an Bord wieder gemütlich machen, checken wir noch einmal die Wettervorhersagen und die Nachrichten für die dänischen Seegebiete. Eigentlich hatten wir wegen der Schießübungen vor Sjelandsodde gedacht, noch einen Zwischenstopp auf Anholt einzulegen und dann Århus als nächsten Crew-Wechsel anzustreben. Aber die nächste Woche ist mit SW- und W-Wind zu rechnen. Das wäre genau die Richtung von Anholt nach Grenå. Wir machen also wegen des Wetters eine Änderung in Zeit- und Törnplanung. Nun soll es um das Schießgebiet herum möglichst weit nach Westen und dann nach Süden nach Vejle gehen.

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