Am Freitag den 13. nach Dragør

Wir kreuzen vor Kopenhagen

Wir kreuzen vor Kopenhagen

Unser Ziel für heute ist Dragør, wo wir morgen Mittag ein weiteres Crewmitglied willkommen heißen wollen. Die Strecke ist nicht weit. Dragør liegt südlich vom Kopenhagener Flughafen. Wir sind etwas skeptisch, was den Fluglärm angeht. Es hatten uns jedoch schon mehrere Leute von dem Ort vorgeschwärmt. Da wird es schon nicht so schlimm sein.

Frachter, Flugzeuge und Windräder - hier gibt es alles!

Frachter, Flugzeuge und Windräder – hier gibt es alles!

Der Wind kommt mit handigen 3-4 Windstärken aus Südsüdost. Das heißt, wir müssen kreuzen. Der Strom läuft nach Norden, also auch gegen den müssen wir gegenan. Aber erstmal müssen wir aus dem Tuborg Havn mit Ostkurs nördlich am Nordhafen vorbei, dann am Middelgrundsfort und an der langen Reihe von Windkraftanlagen vorbei , um zurück ins Fahrwasser zu kommen. Das kreuzen wir dann, um auf der Ostseite in flacheres Wasser zu kommen. Dort ist die Strömung weniger hart. Zahlreiche Frachter sind unterwegs. Es fühlt sich an, wie Segeln auf der Elbe. Nur die im Minutentakt landenen Flugeuge dicht über uns, gibt es auf der Elbe nicht.

Der Blick von unserem Liegeplatz

Der Blick von unserem Liegeplatz

In Dragør suchen wir uns den alten Hafen aus. Dort soll es am Schönsten sein. Es ist erst kurz vor 15 Uhr als wir ankommen, aber der Hafen ist schon gut gefüllt. Kein Wunder bei dem schönen Wetter und Wind und dem anstehenden Wochenende. Ganz hinten drin erspäht Klaus noch einen Liegeplatz für uns zwischen einem deutschen und einem schwedischen Boot und mit schönem Blick auf die flache Bucht nördlich vom Hafen.

Im Eisladen werden duftende Waffeln auf Waffeleisen gebacken, die auf einem Rundtakttisch angeordnet sind. Das freut die Produktionsexperten ;-)

Im Eisladen werden duftende Waffeln auf Waffeleisen gebacken, die auf einem Rundtakttisch angeordnet sind. Das freut die Produktionsexperten 😉

Der Ort und der Hafen sind in der Tat sehr urig und gut gefüllt mit Menschen. Wir gönnen uns ein Eis, entdecken einen Fischladen und kaufen gleich mal für das Abendessen ein. Vom alten Fort erklingen erste Soundchecks. Später startet dann ein Musikfestival für die jüngere Generation. Morgen soll es dann ein weiteres Musikfestival für die Junggebliebenen geben. Wir können unser Radio ausgeschaltet lassen.

Auch die Enten fühlen sich im Hafen wohl...

Auch die Enten fühlen sich im Hafen wohl…

An den gelben alten Häuschen in den schmalen Gassen blühen viele Blumen.

Spät am Abend gehen wir noch einmal zum Fort mit dem Gedanken, dass dies ein typisches Hafenfest sei, bei dem es auch mal ein frisch gezapftes Bier gibt. Dem ist jedoch nicht so. Es kostet Eintritt, also laufen wir weiter. Das Hotel am Hafen hat noch geöffnet.

In Dragør gibt es erstaunlicherweise Newcastle Brown Ale, was wir in Newcastle nicht probiert hatten, in Halle ausverkauft war, aber hier...

In Dragør gibt es erstaunlicherweise Newcastle Brown Ale, was wir in Newcastle nicht probiert hatten, in Halle ausverkauft war, aber hier…

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Fahrradtour in Kopenhagen

Im Tuborg Havn plätschert diese Wasserreinigungsanlage vor sich hin. Sie pumpt das Wasser von der Wasseroberfläche durch ein feinmaschiges Netz

Im Tuborg Havn plätschert diese Wasserreinigungsanlage vor sich hin. Sie pumpt das Wasser von der Wasseroberfläche durch ein feinmaschiges Netz

Wir haben unsere Fahrräder aus dem Schapp geholt und wollen heute Kopenhagen erkunden. Das letzte Mal waren wir mit Käpt‘n Knurrhahn II hier und haben im Christianshavn Kanal gelegen. Ob wir diesen Ort wohl wieder finden?

Der Kalkbraenderiavn in Kopenhagen mit dem Kraftwerk von 1953

Der Kalkbraenderiavn in Kopenhagen mit dem Kraftwerk von 1953

Zunächst begeben wir uns ins Baugebiet im Nordhafen. Wir hatten gestern schon mitbekommen, dass ein Tunnel unter dem Yachthafen von Svanemølle dorthin gebaut wird. Noch ist das Gebiet eine einzige Baustelle. Neben Brachgeländen befinden sich noch Containeranlagen und bereits neugebaute Bürogebäude.

Baustellenbiotop im Nordhafengebiet mit Neubauten

Baustellenbiotop im Nordhafengebiet mit Neubauten

Wir fahren wieder zurück und wollen immer am Wasser entlang zur Langelinie. Allerdings hat dies einen Haken. Manchmal führt das direkt in eine Sackgasse, da einige Gebäude bis ans Wasser gebaut sind. Etwas daneben befindet sich eine Straßen mit Fahrradweg, die aber sehr befahren ist. Wir fahren unter der Bahnlinie hindurch und nehmen die dort entlang führende Veloroute in die Stadt.

Da alle die Kleine Meerjungfrau fotografieren, wird diesmal ein anderes namensloses Denkmal in der Nähe abgelichtet

Da alle die Kleine Meerjungfrau fotografieren, wird diesmal ein anderes namensloses Denkmal in der Nähe abgelichtet

Auf Höhe der Festung biegen wir ab in Richtung Langelinie. Dort befindet sich der alte kleine Yachthafen und die Kleine Meerjungfrau, die kräftig von Touristen belagert ist. Ich hatte die Meerjungfrau als viel kleiner in Erinnerung, kann mich aber auch daran erinnern, dass diese Statue mehrmals beschädigt wurde. Der Touristen Auftrieb ist uns zu viel und wir versuchen dem Trubel über die Festung zu entgehen. Im Gegensatz zu den anderen Festungen am Øresund, ist die Festung an der Langenlinie nur mit niedrigen Bauten und keinem Schloss bebaut.

Eingangstor zur Festung

Eingangstor zur Festung

Weiter geht es zum Ofelia Plads, der mitten im Wasser fast genau zwischen Schloss Amalienborg und  der Oper liegt. Da es heute etwas wärmer ist, gönnen wir uns am dort erst einmal etwas zu trinken. 100 DKK (ca. 14 €) für zwei 0,3l Limonaden ist ganz schön happig.

Blick vom Ofelia Plads auf die Oper

Blick vom Ofelia Plads auf die Oper

Am Nyhavn queren wir den Kanal zum Christianskanal. Irgendwo hier waren wir mit Käpt’n Knurrhahn II. Nachdem wir den Kanal gequert haben, stolpern wir über einen Street Food Market, den wir erst einmal für Mittag nutzen.

Klappbrücke im Christianshavn

Klappbrücke im Christianshavn

Weiter geht es durch Christiania hindurch und wir stellen fest, dass wir wohl schon an dem Hafen vorbei sein müssen. Also zurück zum Yachthafen am Christianshavn Kanal, wo wir mit Käpt’n Knurrhahn II schon einmal gelegen haben. Wir finden tatsächlich den Bereich wieder. Wir müssen damals durch eine Klappbrücke gefahren sein, die nach Auskunft des Brückenwärters alle Stunde auf halb öffnet.

Tee mit Blick durch den Bauzaun

Tee mit Blick durch den Bauzaun

Von hier aus fahren wir mit den Rädern in die Stadt zum Tivoli und dann durch eine Fahrradstraße erst einmal zur Langelinie zurück auf der Suche nach einem Café, wo es vielleicht einen Tee für uns geben könnte. Mitten in einer Baustelle, kämpft ein kleines Café um’s Überleben und wir unterstützen sie ein wenig.

Gute Aussicht auf die einlaufenden Schiffe

Gute Aussicht auf die einlaufenden Schiffe

Hier beginnt der lange Kai für die Kreuzfahrer, von denen aber gerade keiner hier ist. Wir radeln bis zur Spitze, um dort noch die Aussicht zu genießen.

Gute Aussicht auch auf die Neubauten im Bereich des Nordhafens

Gute Aussicht auch auf die Neubauten im Bereich des Nordhafens

Dann geht es weiter wieder nach Svanemølle. Das Fahrradfahren in Kopenhagen erfordert übrigens viel Aufmerksamkeit. Die Fahrradwege sind zwar breit, aber es sind sehr viele Fahrradfahrer unterwegs und das mit ziemlich hoher Geschwindigkeit. Wir fahren hier übrigens durch unseren ersten Fahrradkreisel.

Gedenkstein für die dänischen Juden, die von hier am 2. Oktober 1943 mit dem Truppentransporter Wartheland nach Svinemünde deportiert wurden, von wo aus sie ins Konzentrationslager Theresienstadt transportiert wurden und für 18 Monate gefangen waren. Mit demselben Schiff wurden auch dänische Kommunisten transportiert, die ins Konzentrationslager Stutthof kamen.

Gedenkstein für die dänischen Juden, die von hier am 2. Oktober 1943 mit dem Truppentransporter Wartheland nach Svinemünde deportiert wurden, von wo aus sie ins Konzentrationslager Theresienstadt transportiert wurden und für 18 Monate gefangen waren. Mit demselben Schiff wurden auch dänische Kommunisten transportiert, die ins Konzentrationslager Stutthof kamen.

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Ab jetzt geht es nach Süden

Zur Belohnung gibt es erst einmal Tee und Kuchen nach der Ankunft

Zur Belohnung gibt es erst einmal Tee und Kuchen nach der Ankunft

Die Vorhersagen für die nächste Woche legen nahe, den Plan von einer Tour nach Roskilde aufzugeben. Das Problem ist, dass wir dann dort gefangen sein würden. Die NATO veranstaltet eine große Übung und hat den Seebereich nördlich Sjaellands Odde für Schießübungen gesperrt. Von Hundested müsste man dann über Anholt nach Grenå, um dann durch den Großen oder Kleinen Belt Richtung Wismar zu kommen.

Die Einfahrt in Tuborg Havn ist mit zwei überdimensionalen Bierflaschen dekoriert - mit rotem Etikett auf der Backbordseite und grünem Etikett auf der Steuerbordseite

Die Einfahrt in Tuborg Havn ist mit zwei überdimensionalen Bierflaschen dekoriert – mit rotem Etikett auf der Backbordseite und grünem Etikett auf der Steuerbordseite

Also geht es nun wieder Richtung Süden. Von Snekkersten kann man zwar auch Kopenhagen per Bahn erreichen, aber wir wollen lieber die Stadt mit dem Fahrrad erkunden, ohne an Fahrpläne gebunden zu sein.

Wir verlassen den bei NW-Wind sehr geschützten Hafen und merken schon beim Segelsetzen, dass es heute etwas böiger wird. Sofort nach dem Setzen binden wir ein Reff in das Großsegel und rollen die Genua II aus. Selbst das erweist sich in den Böen noch als zu viel. Also segeln wir nach einer Stunde wieder nur mit Genua II Richtung Tuborg Marina.

Sand statt Wasser im Svanemøllehavn

Sand statt Wasser im Svanemøllehavn

Die Tuborg Marina befindet sich tatsächlich auf dem Gelände der alten Tuborg Brauerei. Man hat den alten Fabrikhafen für die Anlage einer Marina genutzt und das Gelände drum herum mit modernen Büro- und sechsgeschossigen Apartmenthäusern bebaut. 

Wir nutzen die Marina, um Wäsche zu waschen. Um uns parallel die Zeit zu vertreiben, packen wir die Fahrräder aus und erkunden die Gegend zwischen Svanemøllehavn und Hellerup Lystbådehavn.

Bauplan für den neuen Tunnel zum Nordhafen

Bauplan für den neuen Tunnel zum Nordhafen

Der nördliche Teil von Svanemøllehavn ist derzeit gesperrt und mit Sand verfüllt. Dort wird ein Tunnel zum Nordhafen gebaut. Es war also gut, dass wir der Versuchung nach Svanemølle zu segeln, widerstanden haben. 

Zum Essen fahren wir dann noch nach Hellerup zum Bootshafen ins Restaurant des Hellerup Sejlklub. Dieser Club hat eine große Segeltradition und von den Wänden schauen uns viele dänische Olympia Segler/Sieger an. Wir bekommen auf der Terrasse einen Platz in der Sonne und erwehren uns erfolgreich der (neu)gierigen Möwen.

Als es uns zu kalt wird, fahren wir zurück und verstauen unsere mittlerweile trockene Wäsche.

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Heute richtiges Sauwetter!

Sieht er nicht gut aus, der frische Kuchenteig? Das wird wieder ein leckerer Kuchen

Sieht er nicht gut aus, der frische Kuchenteig? Das wird wieder ein leckerer Kuchen

Wir wachen auf und hören schon die Regentropfen auf dem Deck. Das sieht nach einem weiteren Hafentag aus. In einer kurzen Regenpause sprinten wir zum Waschraum, aber zum Auslaufen haben wir wirklich keine Lust.

Wir laufen den Strand entlang zum Kaufmann während schon der nächste Regen heraufzieht

Wir laufen den Strand entlang zum Kaufmann während schon der nächste Regen heraufzieht

Wir verkriechen uns unter Deck und lesen. Am frühen Nachmittag gibt es wieder eine Regenpause, die wir zu einem gemeinsamen Gang zum ‚Min Købman‘ nutzen. Es fehlen noch einige Sachen in unseren Vorräten und für den Blumenkohl, den es heute geben soll, können auch noch einige Zutaten gut tun. 

Optimist mit halbem Segel für Anfänger

Optimist mit halbem Segel für Anfänger

Die Jugendgruppe des Segelvereins von Snekkersten kann das Wetter aber nicht vom Segeln abhalten. Bei Nieselregen und Schauerböen gehen sie hinaus aufs Wasser und trainieren. Selbst die Anfänger bekommen einfach ein kleineres Segel auf ihren Optimisten und gehen unter Begleitung von Trainern hinaus. Neben den moderneren Booten können wir auch die alten Fischerboote segeln sehen.

Die Jugendgruppe von Snekkersten beim Training

Die Jugendgruppe von Snekkersten beim Training

An der Hafenmole befindet sich auch noch eine Badestelle, wo uns schon die letzten Tage ein Aushang der örtlichen Schwimmgemeinschaft aufgefallen ist. Hier wird kräftig für das Langstreckenschwimmen trainiert und heute trifft sich eine ganze Gruppe. Der Regen stört ja nicht, im Wasser wird man sowieso nass.

Ein altes segelndes Fischerboot aus Snekkersten

Ein altes segelndes Fischerboot aus Snekkersten

Hier wird für die Langstrecke trainiert im Öresund

Hier wird für die Langstrecke trainiert im Öresund

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Putz- und Flicktag in Snekkersten

Jeder hat hier am Öresund seinen privaten Badesteg. Ob diese Stege zu den Häuser auf der anderen Seite der Uferstraße gehören, wissen wir allerdings nicht

Jeder hat hier am Öresund seinen privaten Badesteg. Ob diese Stege zu den Häuser auf der anderen Seite der Uferstraße gehören, wissen wir allerdings nicht

Heute bläst es, wie angesagt, sehr kräftig aus Nordwest. Unseren ursprünglichen Plan, noch nach Roskilde zu segeln, können wir so nicht umsetzen. Wir bleiben im Schutz des Hochufers von Snekkersten und freuen uns über die ruhige Lage hier. Ansonsten ist es trocken und gelegentlich auch sonnig. Da unsere Brotbestände nur noch gering sind, mache ich mich vor dem Frühstück auf dem Weg zu einem kleinen Supermarkt, eine Filiale der Kette „Min Købmand“, die an unserem ersten Abend hier von allen sehr gelobt wurde, weil sie auf wenig Platz alles hätten und dazu noch der älteste Supermarkt Dänemarks wären. Ob sie damit die Filiale oder die Kette meinten, weiß ich nicht.

Oft gehören auch kleine Hütten, Terrassen oder wie hier auch ein privater Strand zu den Badestegen

Oft gehören auch kleine Hütten, Terrassen oder wie hier auch ein privater Strand zu den Badestegen

Auf jeden Fall passte die Beschreibung sehr gut. Das Gebäude ist ganz offensichtlich schon recht alt und alle Waren sind sehr kunstvoll gestapelt. Es gibt kaum eine Delikatesse, die es hier nicht gibt. Das einzige Problem ist, nichts umzuschmeißen, wenn man etwas aus den Regalen nimmt. Brötchen sind leider mal wieder ausverkauft, aber mich lacht ein frisches Brot mit vielen Körnern an. So etwas hat hier an Bord niemand die letzten Wochen gesehen. Wir genießen das Frühstück im Cockpit unter dem Schutz der Kuchenbude. Das Brot ist so lecker, wie es aussieht.

Ein alter Kilometerstein an der Straße - noch 3 Kilometer bis Helsingør

Ein alter Kilometerstein an der Straße – noch 3 Kilometer bis Helsingør

Danach machen wir uns an die Arbeit: Lümmelbeschlag (ja, der heißt wirklich so und ich kann mir auch vorstellen warum…) ölen, Cockpitboden säubern, gebrochene Latte eines Grätings mit etwas Holz aus dem Hafen schienen, Diesel nachtanken, Herdplatte putzen und unseren Landstromanschluss auseinander bauen. Wir haben nämlich schon wieder Stromausfall und befürchten, es könnte an uns liegen und nicht an der Elektroinstallation des Hafens – Treffer! Der Stecker ist innen drin klitschnass…

Gedenkstein für Henry Christian Thomsen. Er war während des zweiten Weltkriegs Eigentümer des Wirtshauses von Snekkersten und organisierte die Flüchtlingstransporte über den Öresund nach Schweden. Nach seiner Verhaftung kam er Ende 1944 in Neuengamme ums Leben

Gedenkstein für Henry Christian Thomsen. Er war während des zweiten Weltkriegs Eigentümer des Wirtshauses von Snekkersten und organisierte die Flüchtlingstransporte über den Öresund nach Schweden. Nach seiner Verhaftung kam er Ende 1944 in Neuengamme ums Leben

Zur Belohnung essen wir unseren letzten Kuchen und trinken Tee und jetzt? Nochmal in die Stadt ohne Biermarsch, lautet der Beschluss. Wir nehmen die gleiche Route. Leider gibt es keinen Weg am Strand entlang, weil der hier komplett überbaut ist und ganz offensichtlich Privateigentum ist. Also laufen wir die 4 km die Straße entlang.

Haus am Rande der Altstadt von Helsingør

Haus am Rande der Altstadt von Helsingør

Angekommen in Helsingør, biegen wir diesmal in die Altstadt ab. Im Gegensatz zu Malmö haben hier die Geschäfte am Feiertag geschlossen. Aber eine kleine Eisdiele, die damit wirbt, dass Prinz, sorry König Charles auch schon da war, hat geöffnet und wir stärken uns erst einmal mit der Spezialität der Woche: süße Zitrone mit weißer Schokolade – hmmmh!

Kommt Euch die Form vertraut vor? Kein Wunder, wir haben ein Schwesterschiff von Lorrikeet im Yachthafen von Helsingør entdeckt :-)

Kommt Euch die Form vertraut vor? Kein Wunder, wir haben ein Schwesterschiff von Lorrikeet im Yachthafen von Helsingør entdeckt 🙂

Unser nächstes Ziel ist der Yachthafen. Man bereitet sich offensichtlich auf die Regatta vor, die Donnerstag starten soll. Plakate und Flaggen sind schon angebracht und ein großes Zelt steht auch schon, aber sonst ist noch nicht viel los. Nur Liegeplätze sind in der Tat keine mehr frei. Das ist kein Wunder bei ca. 150 Teilnehmern. Wir freuen uns noch einmal, dass wir in Snekkersten geblieben sind, denn hier fegt der Wind ziemlich ungebremst über den Hafen.

Street Food Markt in einer ehemalige Werfthalle in Helsingør

Street Food Markt in einer ehemalige Werfthalle in Helsingør

Wir laufen zurück zur ehemaligen Werft neben dem Schloss Kronsborg. Nicht nur Museen und ein Veranstaltungszentrum sind in den alten Werfthallen untergebracht, sondern auch ein Street Food Markt. Den wollen wir ausprobieren und werden nicht enttäuscht. An ungefähr einem dutzend Ständen lässt sich Essen aus verschiedenen Ländern der Welt kaufen. In der Mitte ist eine zentrale Bar. Zum Essen lässt man sich auf Sofas oder Stühlen nieder. Es gibt viel Platz und die Atmosphäre ist sehr entspannt. Nun sind wir gestärkt für den Rückweg.

Ehemalige Fischerboote im Hafen von Snekkersten

Ehemalige Fischerboote im Hafen von Snekkersten

 

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