Unbekannte Gewässer

Während wir frühstücken bekommen auch fünf junge Rauschschwalben auf unserer Heckleine ihr Frühstück

Während wir frühstücken, bekommen auch fünf junge Rauschschwalben auf unserer Heckleine ihr Frühstück

Heute weht wieder ein ordentlicher Wind aus Ost. Wir beschließen noch ein wenig nach Norden zu segeln. Allerdings müssen wir in den nächsten Tagen mit südlichen Winden rechnen.

Entspanntes Segeln nach Norden

Entspanntes Segeln nach Norden

Wir setzen den Kurs auf Aarö. Aber Achtung auf der Strecke liegen zwei sehr flache Stellen mitten im tiefen Gebiet. Der zweite Bereich hat die Form eines Hufeisens, dass sehr steil ansteigt. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass es sich um einen alten Vulkan handelt. Aber hier?

Hinter dem Aarö Sund geht es in den Haderslev Fjord. Hier sind wir noch nie eingelaufen. Der Fjord ist sehr flach und schmal. Ein gut betontes Fahrwasser schlängelt sich bis Haderslev. Da der Wind von achtern kommt, segeln wir so weit es geht. Es ist ein sehr friedliches Gewässer und man hat an einigen Stellen den Eindruck, durch den Vorgarten der Häuser zu segeln.

Der Hafen ist geprägt von Neubauten mit viel Glas auf der einen Seite und idyllischem Schilf, Enten udn Gänsen auf der anderen Seite

Der Hafen ist geprägt von Neubauten mit viel Glas auf der einen Seite und idyllischem Schilf, Enten und Gänsen auf der anderen Seite

Wir machen hinter der X-Yacht Werft beim Haderslev Sejl Club fest. Neben einer weiteren Yacht auf der anderen Seite des Fjords sind wir die einzigen deutschen Gäste. Unser Hafengeld zahlen wir am Automaten. Einen Hafenmeister bekommen wir nicht zu Gesicht. Wer nicht zu X-Yacht will, verirrt sich kaum hierher.

An diesem lauen Sommerabend erkunden wir noch ein wenig die Stadt, nehmen ein kühles Getränk in einem Café auf einem der Plätze zu uns und backen anschließend an Bord noch einen Kuchen.

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Ein schöner Sommertag auf Als

Heute ist so gut wie kein Wind angesagt. Wir beschließen im Hafen zu bleiben und die Wäsche zu waschen.

Da dies natürlich nicht den ganzen Tag füllt, leihen wir beim Hafenmeister zwei Fahrräder aus. Auf den Rädern haben wir immer etwas Fahrtwind.

Klaus schiebt das Fahrrad durch hhohes Gras bis zum Leuchtturm

Klaus schiebt das Fahrrad durch hohes Gras bis zum Leuchtturm

Wir radeln entlang der Küste zum Leuchtturm Gammel-Pöl. Dabei ist es gar nicht so einfach, zu ihm zu kommen. Der Turm steht oben an der Steilküste und ist nur über kleine Straßen und zum Schluss einen Feldweg zu erreichen. Dafür wird man mit einer wunderschönen Blumenwiese mit kräftigem Summen von Bienen und Hummeln sowie einem schönen Blick auf den Kleinen Belt belohnt.

Hummel auf der Blumenwiese am Leuchtturm

Hummel auf der Blumenwiese am Leuchtturm

Der Leuchturm wurde 1905 in Berlin-Luckenwalde gebaut. Damals war der Grenzverlauf zwischen Deutschland und Dänemark auf Grund des Deutsch-Dänischen Krieges 1864 noch weiter nördlich. Dies änderte sich mit der Volksabstimmung 1920 und führte zum heutigen Grenzverlauf. Das ganze Thema würde aber den Rahmen hier sprengen.

Von hier fahren wir zum Ufer bei Pöls Rev. Auf dem Wasser zeigen sich nur einige schwache Brisenstriche. Wir bereuen die Entscheidung im Hafen geblieben zu sein nicht. Der Weg führt uns dann am Uferdeich zur Landverbindung nach Kegnaes.

Aussichtsposten des dänischen Grenzschutzes

Aussichtsposten des dänischen Grenzschutzes

Auch hier fahren wir zum dem aus dem Seewetterbericht bekannten Leuchturm. -„Kegnaes, keine Meldung“-. Dieser Leuchtturm wurde 1896 gebaut. Von hier hat man einen weiten Blick über den Kleinen Belt und in die Flensburger Förde. Dies nutzt auch die dänische Marine, die hier oben einen Beobachtungsposten betreibt und alle Schiffsbewegungen über 300 BRT erfasst. Alle? Na ja, wir erfahren vom Bewohner des Leuchtturmhauses, dass die Station nur tags besetzt ist. Die Marine muss eben sparen. Was das dann soll, erschließt sich uns nicht.

Auf dem Weg zurück zum Hafen halten wir in Skovby, um den örtlichen Brugsen zum Einkauf zu besuchen und uns im örtlichen Kro einen Tee und ein Stück Gebäck zu gönnen.

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Spontan nach Dänemark

Wir setzen die dänische Gastlandflagge

Wir setzen die dänische Gastlandflagge

Gegen Mittag entschließen wir uns der Hitze des Tages auf See zu entgehen.

Spaziergang in Mommark

Spaziergang in Mommark

Im Hafen von Maasholm weht ein leichter Wind aus NW. Also schlagen wir wieder die Genua 1 an und lösen die Reffleinen. Vor dem Hafen können wir die Segel setzen. Als wir uns Schleimünde nähern, ist der Wind plötzlich weg und kommt aus Ost wieder, also haben wir wieder einen klassischen Seewind. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als aus der Schlei zu motoren.

Ein schmaler Fußweg führt am Feldrand zurück zum Strand

Ein schmaler Fußweg führt am Feldrand zurück zum Strand

Draußen geht es mit guter Fahrt Richtung Norden. Das Ziel steht noch nicht fest. Grobe Richtung ist die Flensburger Förde. Der thermische Wind ist aber anderer Meinung.

Hattu Möhren?

Hattu Möhren?

Es zeigt sich, dass es besser ist, in den Kleinen Belt zu segeln. Dänemark hat seit 15.6.20 die Grenzen wieder offen, allerdings unter Einschränkungen. Man soll 6 Übernachtungen in Dänemark gebucht haben. Wie aber bucht ein Segler 6 Übernachtungen? Einige pfiffige Hafenbetreiber sind auf eine Idee gekommen und haben sich zusammengeschlossen. Sie garantieren jedem Boot einen Liegeplatz. Dazu haben sie im Internet ein Formular bereitgestellt, dass man sich sich herunterladen und ausdrucken kann. Dies haben wir gemacht und es kommt nun zum Einsatz.

Lorrikeet im Hafen von Mommark

Lorrikeet im Hafen von Mommark

Also nehmen wir Kurs auf Mommark. Leider bricht ab Pöls Rev die Thermik zusammen und wir motoren den Rest. Der Hafen, der sonst um diese Jahreszeit gut gefüllt ist, hat tatsächlich jede Menge freie Plätze. Wir werden vom Hafenmeister persönlich empfangen und auf einen Platz direkt beim Restaurant gelotst. Danach setzt er sich wieder auf seinen Platz am Mikrofon und beginnt mit Playback zu singen.

Mommark selbst ist nicht sehr groß. Wir machen einen Spaziergang rund um Dorf und Hafen mit Campingplatz. Auch dieser ist nicht vollständig belegt. An einem der Camper sitzt ein Hase als wenn er auf die Fütterung wartet und er lässt sich von uns auch nicht stören.

Bei Sonnenuntergang gehen an mehreren Stellen Feuer an. Heute ist St. Hans Aften, wo traditionell in Dänemark Feuer entzündet werden.

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Zum Basteln nach Maasholm

Nein, ihm ist nicht schlecht Er baut nur einen neuen Wasserhahn ein.

Nein, ihm ist nicht schlecht Er baut nur einen neuen Wasserhahn ein.

Eckernförde ist nicht nur ein netter Ort, sondern hat auch einen sehr gut ausgestatteten Yachtausrüster. Gestern hat unser Wasserhahn in der Pantry den Geist aufgegeben und die Nationale hat auch bereits bessere Zeiten gesehen. Wenn wir schon dabei sind, können wir auch noch die Scherung der Travellerschot verbessern. Nach dem Frühstück decken wir uns dort mit den notwendigen Ersatzteilen ein. Über die Anzeichen auf der Kasse schweigen wir lieber dezent.

So sieht der Traveller jetzt aus. Mal schaun, ob das so besser funktioniert

So sieht der Traveller jetzt aus. Mal schaun, ob das so besser funktioniert

Das Basteln wollen wir dann aber doch im nächsten Hafen durchführen. Erst gegen 13:00 Uhr verlassen wir den Eckernförder Stadthafen und setzten Großsegel und Genua 3. Bereits vor dem Marine Hafen merken wir, dass dies zuviel Segelfläche ist. Der Wind weht mit 4-5 aus NW. Das Großsegel wird gerefft.

Die neue Nationale hat wieder die vorgegebenen Farben

Die neue Nationale hat wieder die vorgegebenen Farben

Als wir bei Bockniseck hoch an den Wind müssen, stellen wir fest, dass selbst diese Segelfläche zu viel ist. Also stecken wir noch das zweite Reff in das Großsegel. Nun läuft sie viel ausgeglichener auf dem Ruder, legt sich aber in den Böen aber immer noch kräftig auf die Seite.

Restaurierte Kahnstellen in Maasholm

Restaurierte Kahnstellen in Maasholm

Der Wind bläst genau aus der Schlei, so dass wir das letzte Stück unter Motor nach Maasholm fahren. Maasholm ist für mich mit vielen Erinnerungen an Kindheit und Jugend verbunden, da wir häufig hier waren.

Wir entdecken bei unserem Spaziergang noch einem typischen Schleikahn, der früher einen Mast hatte und segeln konnte. Nun hat jemand einen Außenbordmotor hinein gebastelt.

Wir entdecken bei unserem Spaziergang noch einem typischen Schleikahn, der früher einen Mast hatte und segeln konnte. Nun hat jemand einen Außenbordmotor hinein gebastelt.

Die Zeit nach dem Einlaufen verbringen wir mit den Basteleien. Am Ende hat Lorrikeet eine neue Nationale, eine verbesserte Travellerschot und einen neuen Wasserhahn.

Auch eine Werft gibt es noch in Maasholm

Auch eine Werft gibt es noch in Maasholm

Blick auf Schleimünde im Abendlicht

Blick auf Schleimünde im Abendlicht

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Waren wir schon einmal in Eckernförde?

Die 12er sind auch in der Kieler Förde. Dieser wirkt wie gemalt.

Die 12er sind auch in der Kieler Förde. Dieser wirkt wie gemalt.

Über Nacht hat es wieder einmal geregnet, aber morgens scheint die Sonne. Wir frühstücken an Bord und machen ganz gemütlich klar zum Auslaufen.

Es ist Sonntag und anscheinend ist halb Kiel auf dem Wasser

Es ist Sonntag und anscheinend ist halb Kiel auf dem Wasser

Wo soll es heute eigentlich hingehen? Wir wollen auf jeden Fall in Schleswig-Holstein bleiben. Deshalb kommt die Frage auf, ob wir überhaupt schon einmal in Eckernförde waren. Mit dem Boot waren wir zusammen noch nie dort. Wir sind immer an der Eckernförder Bucht nach Norden oder Süden vorbeigesegelt und haben uns manchmal über die kräftige See geärgert, die bei NW aus ihr herausläuft.

Begegnung auf dem Wasser

Begegnung auf dem Wasser

Nur 1988 während der Kieler Woche waren wir einmal dort in einer Kaserne für eine Nacht untergebracht, konnten dann aber ein Zelt im Tirpitz-Hafen ergattern. Ich war mit den Eltern in meiner Jugend da, aber meine Erinnerungen sind eher verschwommen.

In Eckernförde liegen auch einige Traditionssegler

In Eckernförde liegen auch einige Traditionssegler

In Stickenhörn liegt man bei NW-Wind sehr geschützt, so dass wir die Genua 1 mit ungerefftem Großsegel setzen. Bereits hinter Leuchtturm Friedrichsort stellen wir fest, dass der NW mit 4 Bft weht und diese Segelfläche zu groß ist. Wir verkleinern gleich auf Genua 3. In der Strander Bucht bis hinter Bülk ist diese Beseglung auch OK, aber dann flaut der Wind ab und dreht auf NO. Höchstwahrscheinlich haben wir wieder Thermik.

Eckernförde hat früher vom Fischfang gelebt und auch heute liegen dort noch einige Fischkutter,...

Eckernförde hat früher vom Fischfang gelebt und auch heute liegen dort noch einige Fischkutter,…

Wir lassen es bei der Beseglung, da es nach Eckernförde nicht so weit ist. Auf dem Stollergrund kommen uns einige Traditionsschiffen mit Ziel Kiel entgegen. Sie habe wohl die Reise so geplant und laufen nun Kiel an, obwohl die Kieler Woche so nun doch nicht stattfindet.

...darauf spielen wohl auch Kalle und Krischan an.

…darauf spielen wohl auch Kalle und Krischan an.

In der Eckernförder Bucht, kurz vor dem Marine Hafen, bricht der Seewind wieder zusammen und wir bekommen einen leichten NW mit vielen Löchern und Winddrehern. Es wird aber nicht aufgegeben. Wir kreuzen tapfer dagegen an. Zuletzt machen wir im Stadthafen, einer kleinen liebevollen Anlage, fest.

Besonders faszinierend ist dort das sehr klare Wasser.

 

 

Abendstimmung im Hafen

Abendstimmung im Hafen

Eckernförde stellt sich als ein nettes Städtchen heraus, das zu unrecht von uns Backbord oder Steuerbord liegen gelassen wurde.

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