Erkundungen im Greifswalder Bodden

Bereits frühmorgens verlassen völlig überladene Flüchtlingsschiffe das sonnenverbrannte Land

Bereits frühmorgens verlassen völlig überladene Flüchtlingsschiffe das sonnenverbrannte Land

Auch heute hält sich das Wetter an die Spielregeln. Die Sonne scheint von Morgens bis Abends. Morgens ist der Wind sehr flau und gegen 10:00 fängt die Thermik an, ihr eigenes Windsystem zu entwickeln.

Wir nutzen also den Vormittag, um ein wenig Wäsche zu waschen. Danach laufen wir aus.

Algenblüte im Greifswalder Bodden

Algenblüte im Greifswalder Bodden

Die letzten Male haben wir uns im Greifswalder Bodden auf der Südseite gehalten. Deshalb wollen wir jetzt die Rügenseite erkunden.

Leider sind hier einige Häfen zu flach für unsere Lorrikeet. Wir segeln bei herrlichem Wind in den Bodden und kreuzen Richtung Thiessow.

Fischerboote auf dem Zicker See. Man versucht hier, die traditionelle kleine Küstenfischerei zu erhalten.

Fischerboote auf dem Zicker See. Man versucht hier, die traditionelle kleine Küstenfischerei zu erhalten.

Das letzte Stück machen wir mit Motor. An der engsten Stelle in den Zicker See haben wir Grundberührung. Es macht nichts, da wir gleich wieder freikommen. Das betonte Fahrwasser geht eben doch nicht gerade in den See, sondern man muss einen kleinen Nordbogen fahren.

Die herrlich unaufgeregte Strandpromenade von Thiessow

Die herrlich unaufgeregte Strandpromenade von Thiessow

Thiessow ist ein ganz einfacher Hafen, der aber seine versteckten Qualitäten hat. Wenn man quer durch den Wald geht, ist man schnell an einem wunderbaren Strand. Wir nutzen die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Bad in der Ostsee und beschließen den Abend mit einem kühlen Bier mit Blick auf die Greifswalder Oie. Nur die Mücken zwingen uns dann irgendwann zur Flucht.

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Jede Menge Thermik

Nach dem langen gestrigen Tag genehmigen wir uns heute erst einmal ein Ausschlafen. Wenn man durch die Ziegelgrabenbrücke will, gibt es eh nur 8:20 oder 12:20 als Öffnungszeiten.

Blick auf Stralsund vom Strelasund aus

Blick auf Stralsund vom Strelasund aus

Gegen 8:00 herrscht absolute Flaute. Erst im Laufe des Vormittags setzt sich ein Seewind in die Stadt herein durch. Erst gegen 10:00 entscheiden wir uns, doch weiter zu segeln. Alternativ bietet Stralsund auch viele gute Museen.

Mittags um 12:00 hat sich vor der Brücke auf beiden Seiten eine Traube aus Segelbooten gebildet, die alle durch die Brücke wollen. Wir reihen uns in das Kneuel ein und setzen hinter der Brücke die Genua I.  3 bis 4 knt sind erst einmal genug bei dieser Masse Boote.

Die Boote fahren dicht an dicht durch die Brücke Richtung Osten. Die Boote Richtung Westen müssen solange warten.

Die Boote fahren dicht an dicht durch die Brücke Richtung Osten. Die Boote Richtung Westen müssen solange warten.

Wie zu befürchten, nimmt der Wind im Strelasund immer weiter ab. Kurz vor Stahlbrode setzen wir noch das Großsegel. Allerdings ist bereits 5 Minuten später der Wind total am umlaufen. Wir sind wohl genau im Grenzgebiet zwischen dem Seewind von Stralsund und dem aus dem Greifswalder Bodden.

Mit dem Motor befreien wir uns aus diesem Gebiet. Am Mittelgrund setzt sich ein ordentlicher Seewind durch, gegen den wir mit guter Geschwindigkeit ankreuzen können. Draußen auf dem Bodden genießen wir dann einen wunderschönen Seewind aus Ost, der uns mit  7knt nach Lauterbach schiebt.

Von unserem Liegeplatz aus haben wir einen wunderschönen Blick über den Greifswalder Bodden

Von unserem Liegeplatz aus haben wir einen wunderschönen Blick über den Greifswalder Bodden

In Lauterbach machen wir zunächst im alten Handelshafen fest, müssen aber feststellen, dass die Sanitäranlagen nur über einen längeren Weg zu erreichen sind. Also verholen wir in die neue Marina, die übrigens sehr schön ist.

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Der Sprung nach Stralsund

Ostseesegler wissen, dass zwischen Warnemünde und Barhöft kein Hafen existiert, seit der Nothafen Darßer Ort geschlossen wurde.

Wir passieren Darßer Ort

Wir passieren Darßer Ort

Also machen wir uns, wie viele andere Segler, früh auf den Weg nach Rügen. Selbst das Frühstück verlegen wir auf See. Als wir den Hafen verlassen haben, kämpfen wir noch mit technischen Problemen an den Instrumenten. Es sieht so aus, als wenn der NMEA-2k-Bus kurzgeschlossen ist, da alle Geräte gleichzeitig ausfallen. Bei der Fehlersuche lokalisieren wir den Stecker zum GPS. Nach Demontage und Montage des Steckers ist der Fehler erst einmal weg. Hier muss im Winter das Kabel getauscht werden.

Zum Mittagessen gibt es Nudelsalat, den wir gestern vorbereitet haben

Zum Mittagessen gibt es Nudelsalat, den wir gestern vorbereitet haben

Irgendwie haben wir den Eindruck, dass unsere Lorrikeet nicht zu halten ist. Hat sie dort ein geheimes Verhältnis? Auf jeden Fall stehen oft Werte oberhalb von 6 knt auf der Logge obwohl wir zu Anfang nur die Genua II gesetzt haben. Als der Wind etwas nachlässt, setzen wir das Groß und es geht mit rauschender Fahrt weiter. Mittlerweile hat sich die Bewölkung verzogen und die Sonne knallt auf uns nieder. Es entsteht die Vision von einem Eisbecher, auf den wir aber noch ein wenig warten müssen.

Durchblick vom Rathaus zur Nikolaikirche

Durchblick vom Rathaus zur Nikolaikirche

Die Einfahrt mit 7,3knt in den Gellenstrom ist dann wieder einmal spannend. Glücklicherweise ist das Fahrwasser gut betonnt. Nach 9,5 Stunden und 58 sm sind wir fest in Stralsund. Es ist noch früh genug für den erhofften Eisbecher. Diesen genehmigen wir uns auf dem alten Markt der herausgeputzten Altstadt.

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An den Gewittern vorbei

Ja, ja, der Wetterbericht…

Wir stehen früh auf, um mit dem südlichen Wind in Richtung Kühlungsborn zu segeln. Der Seewetterbericht sagt für Mittag eine Wind Änderung von SO auf NW vorher. Späten Nachmittag soll es dann Gewitter geben.

Bis kurz vor Rerik segeln wir noch mit südlichen Winden, die aber immer schwächer werden. In der Flaute gibt es aber unsere erste Schweinswal Sichtung. Es sind zwei ausgewachsene Tiere. Hier haben wir noch nie Schweinswale gesichtet.

Zwei Fähren laufen in die Warnow ein

Zwei Fähren laufen in die Warnow ein

Plötzlich kommt von NW ein Brisenstrich über die Ostsee und die Segel wechseln die Seite. Gleichzeitig ist es enorm schwül und wir prüfen, ob sich über Land bereits Gewitter gebildet haben.

Die Karte von Blids.de zeigt erste Gewitterzellen in einer Linie Köln-Hannover-Berlin. Also geht es weiter in Richtung Kühlungsborn. An der Buk-Spitze entscheiden wir Kurs auf Warnemünde zu nehmen, da die nächsten Tage günstig für eine Tour Richtung Rügen sind.

Kurz vor Warnemünde fangen die Wolken an, sich über Land aufzutürmen. Auch die Karte von Blids.de zeigt jetzt Blitze südlich Rostock, aber wir sind gleich da.

Die Ostmole

Die Ostmole

Im Hafen ‚Hohe Düne‘ beobachten wir aber, dass die Gewitterfront in Richtung NO an uns vorbeizieht. Also hat der Wetterbericht recht gehabt und wir Glück, dass die Front an uns vorbeigegangen ist.

Wir nutzen gleich mal wieder den Badestrand östlich vom Hafen, um eine Runde Schwimmen zu gehen.

Die Sonne verabschiedet sich als wunderschöner großer knallroter Ball und wir genießen im Hafenlokal ein Gläschen Rotwein.

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Endlich Urlaub

Der Jahresbeginn war nicht so toll für uns, aber Lorrikeet liegt seit April im Wasser und wartet darauf, etwas intensiver genutzt zu werden.

Der Strand ist doch vom Wasser aus am Schönsten bei dem Wetter

Der Strand ist doch vom Wasser aus am Schönsten bei dem Wetter

Bereits letztes Wochenende haben wir sie vorbereitet. Also besteigen wir heute morgen den Zug und machen uns auf den Weg nach Wismar. Die Sonne scheint wieder aus allen Knopflöchern und es weht ein schöner Wind aus NNW. Wir gehen noch kurz Obst, Gemüse und Getränke kaufen und verlassen gegen 14:15 den Hafen.

Auch die Kamera wird gleich mal auf Wasserfestigkeit getestet

Auch die Kamera wird gleich mal auf Wasserfestigkeit getestet

Da wir doch sehr spät losgekommen sind, laufen wir Timmendorf auf Poel an. Eigentlich ist das sowieso immer unser Starthafen und wir beschließen, den Urlaub mit anbaden am Poeler Strand zu beginnen. 

Ausruhen nach dem anstrengenden Bad

Ausruhen nach dem anstrengenden Bad

Die Wetterlage für die nächsten zwei Wochen verheißt mit wenigen Unterbrechungen Sonne und Wind. 

Am Strand liegen wir sonst nicht so häufig, aber die Perspektive ist interessant...

Am Strand liegen wir sonst nicht so häufig, aber die Perspektive ist interessant…

Also beste Voraussetzungen für eine schöne Sommertour.

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