Für Lorrikeet benötigt man keinen Führerschein mehr!

Mit entsetzen habe ich gerade auf Yacht Online einen Artikel gelesen, nachdem das Führen unserer Lorrikeet keinen Führerschein mehr erfordert.

http://www.yacht.de/fuehrerschein-spezial-schein-und-sein/a109019.html

Unsere Lorrikeet mißt 12m Länge, etwa 6t Gewicht, hat einen sehr spitzen Bug und beschleunigt unter Motor (14PS) auf etwa 5,5 Knt, aber kann ohne Führerschein geführt werden. Unter Segeln ist sie noch deutlich schneller, aber dies wird eh nicht durch bisherige Führerscheinvorschriften abgedeckt.

Wenn ich mir vorstelle, dass eine Crew ohne Ausbildung und Erfahrung mit diesem Geschoss in einen Hafen einläuft, wird mir ganz anders. Ich glaube zwar nicht, dass ein Anfänger auf die Idee kommen würde eine Yacht wie unsere Lorrikeet sich für die ersten Versuche mit einem Sportboot auszusuchen, aber es zeigt wie verquer alle diese Verordnungen sind.

Ich habe die stille Hoffnung, dass die Vercharterer im eigenen Interesse darauf achten werden, dass es solche Auswüchse nicht gibt.

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Letzte Etappe durch den Regen

Nun haben wir noch 8 sm bis Wismar. Angesagt sind weiterhin gewittrige Schauer. Als wir ablegen, fängt es noch beim Ableger an zu regnen. Draußen schüttet es dann so, dass das Wasser in Sturzbächen am Großsegel herunterläuft und sich sogar zwischen den einzelnen Lagen des Großsegels sammelt. Sehen können wir fast nichts mehr. Eigentlich kenne ich die Wismarer Bucht wie meine sprichwörtliche Westentasche, aber jetzt brauche auch ich eine Kursangabe. Dabei hilft der Plotter sehr.

Der Wind hat auf SW gedreht und weht im Schauer mit 4-5 Bft. Glücklicherweise ist es nur ein Schauer. Als wir in Wismar im Hafen sind, kommt sogar die Sonne wieder raus und wir nutzen die Chance, um alles wieder zu trocknen.

Im Hafen wird gerade eine neue Folge von „Soko Wismar“ gedreht. Vielleicht ist also unser Tourende demnächst im Fernsehen zu sehen. Ihr könnt ja mal schauen, ob Ihr dort ein Schiff seht, dass wie eine schwimmende Wäscheleine aussieht…

Fazit:

  • 318 sm zurückgelegte Strecke
    davon ca. 5 sm motort, sonst nur gesegelt
  • keine Strandspaziergänge
  • 2 Aquarien besucht
  • 2 Museem besucht
  • 2mal Fahrräder ausgeliehen
  • 2mal Kuchen gebacken
  • 1mal geschwommen
  • 1mal geankert
  • 4 Hafentage
  • 2 Tage Dauerregen
  • 1 Tag Nebel

 

 

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Regen, Regen, Regen

Für heute und morgen sind gewittrige Schauer angesagt. Der DWD warnt mal wieder vor Böen der Windstärke 8, aber kommen die nun wirklich und was ist mit den Gewittern? Der Wind kommt aus der richtigen Richtung und weht bislang nur mit 3 Windstärken aus Ost. Wir befragen den Blitzinformationsdienst und sehen nur nach Osten abziehende Gewitter an der polnischen Grenze. Also wohl falscher Alarm und Zeit, loszusegeln.

Einer muss ja steuern...

Einer muss ja steuern…

Vorsichtshalber setzen wir nur die kleine Genua. Die hat noch viel Salz an sich gehabt, als wir sie das letzte Mal zusammengelegt haben. Sie könnte noch eine Wäsche mit Regenwasser vertragen. Als wir Großenbrode querab haben, meldet  sich Trave Traffic mit der Wetterlage: „Wind: Stille“. Aus der Richtung zieht eine dunkle Wand hoch. Windstille können wir genauso wenig gebrauchen wie Böen von 8 Bft. Glücklicherweise haben wir hier draußen noch so viel Mobilfunknetz, dass wir den Blitzinformationsdienst noch einmal befragen können. Aber nach wie vor steckt in der dunklen Wand kein Gewitter, also segeln wir weiter und ziehen uns wetterfest an.

Blick durch das Sprayhood

Blick durch das Sprayhood

Es fängt an zu regnen und hört vor halb neun abends nicht wieder auf. Als wir in Timmendorf einlaufen, ist kein Mensch zu sehen. Alles hat sich verkrochen. Als der Regen dann abends aufhört, kommen plötzlich alle Menschen hervor, um sich die Beine zu vertreten. Wir versuchen, im Restaurant noch ein Bier zu bekommen, aber sie haben schon sauber gemacht und wollen nicht mehr. Alle anderen Lokalitäten sind bereits verrammelt. Das ist ja schlimmer als in Dänemark!

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Endlich Sommer

Wie schön, wenn die Schiffe aus dem Hafen segeln

Wie schön, wenn die Schiffe aus dem Hafen segeln

Wir erwachen mit einer Sonne, die aus allen Kopflöchern scheint. Der Wind, der gestern noch kräftig aus WNW blies, ist abgeflaut und es ist angesagt, dass er weiter abflauen wird. Höchstwahrscheinlich wird sich Thermik entwickeln.

Unter der Fehmarnsundbrücke

Unter der Fehmarnsundbrücke

Im Hafen entsteht ein Wettbewerb um den besten Ableger unter Segeln. Das haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Wir können leider nicht mitmachen, da wir auflandig an der Pier liegen – schade eigentlich.

Die Johanna tuckert an uns vorbei

Die Johanna tuckert an uns vorbei

Dafür setzen wir kurz vor dem Hafen die Segel und laufen in Richtung Fehmarnsundbrücke. Glücklicherweise geht so gut wie kein Strom, denn der Wind geht tatsächlich immer weiter schlafen. So treiben wir mit 1,5 kn vor dem Wind durch den Sund. Der Wind scheint wirklich thermisch zu sein, da er anfängt zu drehen, als wir das Fahrwasser auf der Ostseite verlassen. Nun fällt er von S ein und weht wieder in Richtung Fehmarn. Höchstwahrscheinlich könnte man die Insel umsegeln, ohne die Segel zu schiften.

Klaus übt Astronavigation

Klaus übt Astronavigation

Bei diesen Verhältnissen werden wir von Fehmarn nicht weit weg kommen und wir beschließen, nach Burgtiefe zu segeln, aber erst wollen wir noch bis Staberhuk und dann zurück. Im Hafen ist es bei der Wärme bestimmt unerträglich.

Nun sitzen wir im Café Sorgenfrei und geniessen den Sonnenuntergang.

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Freiflug nach Fehmarn

Begegnung mit der Finnland  Fähre Victoria Seaways

Begegnung mit der Finnland Fähre Victoria Seaways

Wie in guten alten Zeiten: In Marstal gibt es keinen Automaten für Hafengeld und Duschen, sondern es kommt ein Hafenmeister aus Fleisch und Blut, der auf Deck klopft. Dies allerdings morgens um kurz vor 7:00 Uhr und wir sind noch nicht wach.

Lorrikeet in Orth

Lorrikeet in Orth

Nach dem Frühstück bereiten wir noch unsere Genua 3 vor und verlassen Marstal. Marstal hat den Vor- und Nachteil, dass es sehr geschützt liegt und man den Wind gerne unterschätzt. Also haben auch wir, obwohl NW 4-5 angesagt sind, das Großsegel zunächst ungerefft oben. An der Ansteuerung haben wir aber gemerkt, dass dies zuviel ist. In Böen sind es 6 Bft und wir stecken ein Reff ein. Mit 6 bis 7 Knt geht es in Richtung Fehmarn.

Coole Schafe

Coole Schafe

Als wir den Kiel-Ostsee-Weg kreuzen, kommen wir nach AIS mit einer Fähre von Finnland nach Kiel in die Quere. Ein Anruf über Funk klärt die Situation. `Keep your course and speed´ Er hat uns offensichtlich auch auf dem Schirm und geht dicht hinter uns durch. Ohne Funk hätten wir uns das nicht getraut. Mit gleichem Speed landen wir am Ende in Orth auf Fehmarn an der Pier beim Piraten-Nest.

Die 'Passion Puppets' geben ein Konzert in Orth

Die ‚Passion Puppets‘ geben ein Konzert in Orth

Irgendwie hat Orth immer wieder eine eigene Atmosphäre. Wir besuchen noch die Schafe auf dem Deich und sehen den Kite-Surfern zu und wie es sich gehört für unsere Ankunft in Deutschland gibt es ein Rock-Konzert am Hafen.

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