Wir haben uns doch für die große Lösung entschieden

Nachdem wir im Herbst die Verbindung zwischen Deck und Hauptschott geöffnet und repariert haben, hatten wir kein Lust die alten speckigen Deckenplatten wieder einzubauen. Nach langem Suchen bekamen wir den Hinweis auf sogenanntes Biegesperrholz, das speziell für solche Anwendungen und den Modellbau geeignet ist. Nur ist dies natürlich roh und jede Platte muss nach dem Einpassen wieder ausgebaut und in einem Prozess mit Porenfüllen, Grundieren, Spachteln, wieder Grundieren und zweimal Lackieren bearbeitet werden.

Der Winter ist um und Lorrikeet liegt schon wieder im Wasser allerdings ohne Mast.

Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen und die Freude über diesen schönen neuen Himmel entschädigt für die ganze Arbeit.

Da wir wegen einer Familienfeier in USA weilen, sind wir nicht ganz fertig geworden, aber unsere Lorrikeet musste bereits ins Wasser, damit sie nach Ostern, wenn alle anderen nervös werden, nicht im Wege ist. Der Mast war noch nicht zugänglich und es ist auch besser, wenn wir vorher alle Platten fertig und eingebaut haben.

Veröffentlicht unter Logbuch | Schreib einen Kommentar

Winterfreuden

Lorrikeet ist nun schon seit eingen Wochen im Winterlager. In den letzten zwei Jahren fiel uns auf, dass bei kräftigem Wind die Geräusch unter Deck erheblich zu genommen haben. Die Vermutung war, dass sich das Deck vom Mittelschott gelöst hat.

Man muss dazu wissen, dass der Mast auf dem Kiel steht und durch eine Durchführung durch das Deck geht. An dieser Durchführung sind alle Blöcke für die Umlenkungen der Fallen und Strecker angeschlagen, die ins Cockpit gehen. Das heißt auch, dass die gesamte Last von Fock- und Großfall auf die Verbindung zwischen Deck und Mittelschott geht.

Verbindung Schott und Deck

Verbindung Schott und Deck

Bereits kurz nach dem Kranen untersuchen wir die Verbindung, aber es ist schlecht zu erkennen, da dafür erst die Deckenverkleidung abgebaut werden muss. Das große Basteln beginnt. Erst ein beherzter Schnitt mit dem Multitool gibt Gewissheit. Das Laminat hat sich zwar weder vom Sperrholzschott noch vom Deck gelöst, aber zwischen Schott und Deck klaffte ein 10mm Spalt und das Laminat in der Kehle war weich wie eine Ziehharmonika.

Spalt zwischen Schott und Deck

Spalt zwischen Schott und Deck

Im Bereich um die Mastdurchführung hat das Deck keine Sandwicheinlage und ist deshalb dünner. Beim Bau des Bootes wurde hier auf eine Anpassung verzichtet und das Deck konnte hier arbeiten. Nach einigen Diskussionen auf der Hamburg Boat Show kamen wir zu der Erkenntis, dass es besser sei diesen Bereich mit einer Platte auszufüllen und das Kehllaminat zwischen Schott und Deck wieder neu aufzubauen. Da sind wir jetzt kräftig dabei. Zum Einsatz kommt wasserfestes Sperrholz, Epoxy-Spachtel und Epoxy-Harz mit gewebter Glasfasermatte.

Am liebsten würden wir gleich auch die Deckenverkleidung neu machen. Wir werden sehen, was wir diesen Winter alles schaffen.

Veröffentlicht unter An Bord, Das Schiff | Schreib einen Kommentar

Back home

Möven auf den Stellnetzstangen vor Rerik

Möven auf den Stellnetzstangen vor Rerik

Wenn wir schon in Rerik so gut wie Stammgäste sind, dann sollten wir uns auch als solche verabschieden – also Ableger unter Segeln.

Blick zurück auf Rerik

Blick zurück auf Rerik

Bei ganz leichtem NO gleiten wir unter Großsegel und Genua I aus dem Salzhaff. Die Stille wird nur von einigen Motorbooten und den Ausflugsdampfern von Rerik gestört.

Wir segeln im Schmetterling auf die Kielung zu

Wir segeln im Schmetterling auf die Kielung zu

Draußen frischt der Wind etwas auf und mit guter Fahrt segeln wir um Poel herum in die Wismarer Bucht. Zurück im Hafen werden wir von André, unserem Hafenmeister, begrüßt und in Empfang genommen.

Vor der Einfahrt nach Wismar nehmen wir noch schnell der Kogge den Wind aus den Segeln

Vor der Einfahrt nach Wismar nehmen wir noch schnell der Kogge den Wind aus den Segeln

Unsere Tour hat uns in nur 10 Tagen auf See 303 sm weit getragen, ohne dass wir das Gefühl hatten ‚Meilen zu fressen‘. Es war ein herrlicher Urlaub mit tollem Wetter, ganz viel Badespaß, völlig entspanntem Segeln und netten Begegnungen. Spaziergänge und Kulturprogramm sind aufgrund der Hitze größtenteils ausgefallen.

Veröffentlicht unter Logbuch, Sommertour 2018 | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar

Noch einmal nach Rerik

In Kühlungsborn beginnen am Wochenende die Weltmeisterschaften im Europe. Draußen wird kräftig trainiert.

In Kühlungsborn beginnen am Wochenende die Weltmeisterschaften im Europe. Draußen wird kräftig trainiert.

Der Wind hat in der Schauerfront am vorigen Abend auf West gedreht. Heute morgen weht er wie angekündigt mit etwa 3-4Bft aus NW.  Wir beabsichtigen am Donnerstag 2.8.18 wieder in Wismar zu sein. Also wollen wir noch einen kleinen Zwischenstopp einlegen.

Hoch am Wind bis zur Bukspitze

Hoch am Wind bis zur Bukspitze

Bis zur Bukspitze müssen wir hoch an den Wind, aber Lorrikeet tut einmal wieder treu ihren Dienst. Von dort gibt es einen Schrick in die Schoten und wir fliegen Richtung Rerik. Wir wollen um Wustrow herum ins Salzhaff.

Mittwochsregatta auf dem Salzhaff

Mittwochsregatta auf dem Salzhaff

Mit Echolot und Kartenplotter ist das kein Problem. Früher war die Einfahrt in das Salzhaff selbst mit Käpt‘n Knurrhahn II jedes Mal aufregend. Heute gehört es zu unserem Standard und wir sind hier schon fast Stammgäste.

Nach einem Bad in der Ostsee können wir dann noch die Mittwochsregatta des örtlichen Segelvereins ‚Alt-Gaarz‘ beobachten. Auch hier gibt es den Känguru-Start und der erste im Ziel hat die ehrenvolle Aufgabe alle zu zeiten. Da der Wind nachlässt und die letzten ihre Mühe haben, hängt er noch draußen, als die meisten zum obligatorischen Bier im Clubhaus verschwunden sind.

Veröffentlicht unter Logbuch, Sommertour 2018 | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar

Nur ein kleiner Sprung

Der macht keinen Ableger unter Segeln. Der trocknet nur seine Segel

Der macht keinen Ableger unter Segeln. Der trocknet nur seine Segel

Nachdem Klaus im Urlaub so einige Polohemden vernichtet hat und wir für das kommende Wochenende noch vernünftige Sachen zum Anziehen benötigen, nutzen wir die Möglichkeit, in Warnemünde einzukaufen.

Flügel für Windräder verlassen an Bord eines Frachters die Warnow

Flügel für Windräder verlassen an Bord eines Frachters die Warnow

Auch heute weht wieder ein kräftiger warmer Wind aus Ost. Ob man in der Marina Hohe Düne wohl auch einen Ableger unter Segel hin bekommt? Man kann!

Kräftiger Andrang beim Strandkorbkino in Kühlungsborn

Kräftiger Andrang beim Strandkorbkino in Kühlungsborn

Mit Genua II ziehen wir lautlos aus dem Hafen und gehen auf Kurs Kühlungsborn. Im Westen steht schon wieder eine Front, die nach Schauern oder Gewittern aussieht. Die Wetter-App sagt aber nichts von Gewitter und es sieht so aus, als wenn wir noch vor der Front ankommen. So ist es denn auch. Allerdings ist der Hafen gerappelt voll. Wir bekommen nur einen Platz an der Mole mit weitester Entfernung zu den Waschräumen.

Nach der Werbung beginnt der Film im Strandkorbkino

Nach der Werbung beginnt der Film im Strandkorbkino

Gegen 19:00 Uhr zieht dann wirklich eine Schauerfront über uns hinweg. Dies entvölkert den Strand und gibt uns die Möglichkeit zu einem Bad in der Ostsee. Es ist doch egal, ob auch noch Wasser von oben kommt.

Danach ist es wieder sonnig und wir gehen ins Kühlungsborner Strandkino. Es gibt „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.

Veröffentlicht unter Logbuch, Sommertour 2018 | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar