Hach is det schön hier

Morgens kommen die Gänse zum Meditieren in den Hafen geschwommen - bitte nicht stören!

Morgens kommen die Gänse zum Meditieren in den Hafen geschwommen – bitte nicht stören!

Wofür ist Urlaub da? Genau: ausschlafen, die Gegend genießen und einfach auch einmal die Seele baumeln lassen. Der Himmel ist heute bedeckt und einige Wolken sehen bedrohlich schwarz aus.

Der Rundhafen von der Ancora Marina aus gesehehn

Der Rundhafen von der Ancora Marina aus gesehehn

Der Hafenmeister hat recht, in Neustadt kann man ruhig etwas länger bleiben und wir sind ja nicht auf der Flucht. Nach einem ausgedehnten Frühstück machen wir uns noch einmal auf zum Supermarkt, da wir heute noch einen Kuchen backen wollen.

Zurück an Bord geht tatsächlich ein kleines Gewitter über uns hinweg. Danach scheint aber gleich wieder die Sonne und am späten Nachmittag schwingen wir uns auf zwei Fahrräder, die wir uns kostenfrei im Hafen leihen können. Der Tee ist alle und leider hat auch der Wasserhahn im Vorschiff den Geist aufgegeben. Vielleicht finden wir einen Neuen in der Ancora Marina auf der anderen Seite des Hafens.

Die Ancora Marina wirkt nicht so einladend

Die Ancora Marina wirkt nicht so einladend

Tee bekommen wir in der Stadt, aber der Yachtausrüster in der Marina hat bereits ab 17:00 Uhr geschlossen. Ein Reparaturversuch an Bord misslingt und ich muss die Wasserversorgung im Vorschiff erst einmal komplett stilllegen.

Nach einer herrlichen Pfifferlingspfanne machen wir uns an den Kuchen. Es wird wieder einmal ein Rührteig mit Schokobrocken, Walnüssen und Cranberries. Als kleine Verfeinerung wandert auch noch der restliche Ingwer in den Teig.

Der Kuchen ist fertig

Der Kuchen ist fertig

 

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Rundhafen Neustadt

Die jungen Möven machen viel Lärm in Boltenhagen

Die jungen Möven machen viel Lärm in Boltenhagen

Der Wind soll in den nächsten Tagen über N und dann über O nach S und dann nach SW drehen. Also einmal um fast 360°. Wir wollen die Tour so legen, dass wir am Freitag wieder zurück sind, da wir dann in Wismar Besuch für das Wochenende erwarten.

In großen Gruppen versammeln sie sich auf dem Wasser

In großen Gruppen versammeln sie sich auf dem Wasser

Der Tag beginnt aber erst einmal mit NULL Wind und strahlend blauem Himmel. Es hat also keinen Sinn auszulaufen, bevor sich nicht der Seewind durchgesetzt hat. Dies ist dann so gegen 11:00 Uhr der Fall.

Gegen 17 Uhr sind wir klar zum Segel bergen vor Neustadt

Gegen 17 Uhr sind wir klar zum Segel bergen vor Neustadt

Für unsere Geduld werde wir mit einem leichten Wind aus NO belohnt. Nachdem wir durch das Offentief sind, fallen wir Richtung Pelzerhaken ab. Wir wollen nach Neustadt, in unseren geliebten Rundhafen. Dort waren wir eine ganze Weile nicht mehr.

Eine Schwanenfamilie stattet uns einen Besuch ab, vielleicht gibt es bei uns ja was..

Eine Schwanenfamilie stattet uns einen Besuch ab, vielleicht gibt es bei uns ja was..

Wir sind aber nicht alleine auf dem Weg in Richtung Neustadt. Bei der Einfahrt ins Fahrwasser wird es dann richtig eng. Zusammen mit uns laufen etwa 15 Boote in das Fahrwasser ein und wir haben immer noch die Segel oben. Glücklicherweise dreht das Fahrwasser so, dass wir fast gegen den Wind müssen und lassen das Großsegel einfach fallen, ohne in den Wind zu drehen.

Dieses Blässhuhnpaar sitzt in trauter Zweisamkeit den ganzen Abend beisammen

Dieses Blässhuhnpaar sitzt in trauter Zweisamkeit den ganzen Abend beisammen

Im Rundhafen ist dann mit einem Mal wieder herrliche Ruhe und wir finden auch noch einen freien Platz. Der Hafenmeister versucht uns beim Anmelden davon zu überzeugen, noch einen weiteren Tag zu bleiben. Es gibt hier WLAN, alles zum Einkaufen und seit neuestem sogar freie Fahrräder. Wollen einmal sehen wie morgen der Wind ist.

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Spätsommertour 2020

Wismar empfängt uns mit schöner Abendsonne

Wismar empfängt uns mit schöner Abendsonne

Das Wetter ist herrlich und wir haben beide noch Urlaubstage zu verbraten. In diesen Zeit ist Segeln das Beste, was man tun kann.

Der Regen der letzten Tage hat das Persenning gut gespült

Der Regen der letzten Tage hat das Persenning gut gespült

Unsere Lorrikeet hat am Freitag schon unruhig auf uns gewartet. Nachdem wir sie von ihrem Schutzkleid befreit haben, steht uns noch der Sinn nach einem abendlichen Bier irgendwo in Wismar. Vom Zeughaus hören wir sogar Livemusik. Als wir dort ankommen, spielt die Band allerdings gerade ihre letzten Stücke. Trotzdem ist es schön, so etwas im weiträumigen Hof des Zeughauses einmal wieder zu sehen.

Konzert beim Zeughaus

Konzert beim Zeughaus

Der Blick von unserer Bank im Biergarten vom Schlauch ist richtig schön

Der Blick von unserer Bank im Biergarten vom Schlauch ist richtig schön

Selbst im Schlauch haben sie es wieder hinbekommen. Es gibt eine Menge Abstand und man kann bei diesem Wetter ja auch im Hof sitzen.

Samstag beginnt erst einmal mit dem Einkauf für die Tour. Auch wenn wir immer etwas an Bord haben, muss Frisches vor einer Tour immer eingekauft werden.

Auf der Suche nach der Bienenkönigin

Auf der Suche nach der Bienenkönigin

An der Nikolaikirche habe die Imker einen kleinen Markt aufgebaut und dort gibt es vor allem Honig zu kaufen. Der Markt auf dem Marktplatz ist leider nicht besonders groß, aber für Obst und Gemüse reicht es.

Danach machen wir Lorrikeet segelfertig und laufen aus. Der Wind ist stark böig, so dass wir nur die Genua 2 setzen. Wir wollen heute sowieso nur bis Boltenhagen. Unsere Erfahrung ist, dass eine gute und erholsame Tour mit einer kurzen Etappe beginnt.

Abendstimmung in Boltenhagen

Abendstimmung in Boltenhagen

Im örtlichen Supermarkt können wir abends noch die restlichen Dinge einkaufen.

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Mittersommernachtstour 2020

Die schönsten Bilder unserer Tour

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Zurück in unseren Heimathafen Wismar

Heute gibt es die Brötchen vom Bäcker und nicht die vertrockneten Dinger vom Nahkauf. Man sollte eben immer auf Qualität achten.

Morgens, auf dem Weg zum Bäcker, weht ein schwacher Wind aus NW. Angesagt sind später 5-6 Bft und Schauerböen. Ich mache mir bereits Gedanken über die richtige Beseglung. Als wir auslaufen, ist der Wind fast weg und dreht dann auf SO. Unsere Strategie ist zunächst Richtung Dahme zu segeln, da der Wind im Laufe des Tages auf SW drehen sollen. Aber der Wind macht nicht mit, sondern dreht auf Süd. Also laufen wir mit ungerefftem Großsegel und Genua 2 hoch am Wind in Richtung Poel. Ohne Seegang ist dies aber kein Problem. Lorrikeet kennt den Weg und segelt mit belegter Pinne selbstständig 1,5 Stunden hoch am Wind.

Als wir die Tonne LG2 etwa 2 sm östlich passieren, machen wir eine Wende Richtung Lübeck, da der Wind nun nach SO gedreht hat. Über Land kann man bereits eine Wolkenfront sehen. Höchstwahrscheinlich steckt darunter der Winddreher nach SW.

Wir werden bestimmt gleich nass...

Wir werden bestimmt gleich nass…

Kurz bevor wir das Offentief anliegen können, dreht unter der Wolkenbank der Wind auf SW und frischt auf 4 Bft auf. Mit rascher Fahrt geht es in die Bucht und im Offentief müssen wir sogar noch reffen, da der Wind noch weiter aufgefrischt hat. Als er dann 5 Bft erreicht, bergen wir das Großsegel und segeln nur vor Genua 2 weiter.

Bei Hohenwieschendorf querab zieht ein dicker Schauer auf. Da dann auch noch der Wind einschläft, starten wir bei Fliemstorf den Motor. Wir würden gerne noch trocken in den Hafen kommen und die Segel einpacken. Auch wenn wir zwischenzeitlich dies schon aufgegeben hatten, gelingt es. Der Schauer zieht einmal wieder hinter uns durch.

Einfahrt nach Wismar

Einfahrt nach Wismar

Resumee:
Wir hatten auf der Tour herrliches Wetter. Während der 12 Tage auf See haben wir etwa 350 sm zurückgelegt. Trotz der Corona Pandemie hatten wir keine Probleme in den Häfen. Im Vergleich zu den letzten Jahren war es auf See und in den Häfen fast leer. Bis auf Rerik und Strande konnten wir überall auf Duschen zurückgreifen. Die Einreise nach Dänemark bereitete keine Schwierigkeiten. Wir hatten uns zwar das Formular der dänischen Häfen heruntergeladen und ausgefüllt, aber es wollte keiner in Dänemark sehen. Die Dänen waren, wie immer, sehr entspannt und haben sich gefreut, dass wir da waren. Unsere Lorrikeet hat sich einmal wieder als schnelles Tourenschiff bewährt.

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