Herbsttour 2021?

Wieder tropft morgens alles von nasskaltem Nieselregen. Das fühlt sich nun wirklich nicht mehr nach Sommer an! Der Wetterbericht sagt Regen bis Mittags voraus. Wir nutzen die Zeit zum Ausschlafen und zum ausgiebigen Frühstück.

Das Blässhuhn im Rundhafen hat Nachwuchs

Das Blässhuhn im Rundhafen hat Nachwuchs

Gegen Mittag verlassen wir den Hafen. Es weht mit 5-6 Bft aus Nord. Also bleibt das Großsegel unten und wir machen uns mit der Genua 2 auf den Weg Richtung Offentief. Dort draußen drehen wir Richtung Pelzerhaken ab. Die See ist kurz, ruppig und hat weiße Streifen. Aber wie angekündigt, reißen gegen 14:00 Uhr die Wolken auf und es scheint die Sonne. Gut eingepackt lässt es sich ganz gut aushalten.

Zwei ungleiche Schwesterschiffe

Zwei ungleiche Schwesterschiffe

Im Neustädter Rundhafen machen wir neben einer anderen Lady Helmsman fest. Die Eigner haben das Boot erst kürzlich übernommen und es gleicht an vielen Stellen eher einer Baustelle, da es vom Voreigner etwas vernachlässigt und teilweise auch verschandelt wurde. Aber sie wollen Ihr Boot im Urlaub schon einmal nutzen und sich Anregungen für die Renovierung holen. Der Plan ist nach Lemkenhafen zu segeln, wo es mehrere Ladys geben soll.

Die Eigner sind natürlich begeistert, unsere Lorrikeet neben sich zu haben und saugen alle möglichen Informationen und Hinweise von uns auf. Es wird ein netter Abend mit viel Gespräch über unsere Ladys.

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Mit der Bahn nach Rostock

Der Morgen ist sehr herbstlich. Nieselregen geht in Schwaden über den Hafen und Kälte zieht durch die Ritzen. Der Wetterbericht hatte es bereits angesagt. Wir sind froh, dass wir abends noch das Cockpit-Persenning gesetzt haben. Wir  wollen uns heute eine Ausstellung in Rostock anschauen. Statt der Segeltour nach Rostock nehmen wir die Bahn.

Ausstellung OST/WESTERN in der Kunsthalle Rostock

Ausstellung OST/WESTERN in der Kunsthalle Rostock

Nach einer Stunde im Zug haben wir das Bedürfnis uns zu bewegen. Zu Fuß gehen wir vom Hauptbahnhof zur Kunsthalle zur Ausstellung „OST/WESTERN – Kino, Kult und Klassenfeind“. Die Ausstellung stellt die Darstellung des „Wilden Westen“ mit dem Winnetou des westdeutschen Kinos und der Indianer Darstellung der ostdeutschen DEFA nebeneinander. Wir lernen, dass wir in dieser Richtung sehr unterbelichtet sind. Als Westler kannten wir nur die Verfilmungen des Karl May Winnetous, die Italo-Western und einige US-Western. Die DEFA hat dem ein eigenes Bild vom Wildem Westen mit um ihre Selbstständigkeit kämpfenden Indianern entgegengesetzt. Dabei bedienten sie sich der gleichen Filmkulisse und sogar eines Hauptdarstellers, der bereits in einer Nebenrolle in den West-Produktionen mitgespielt hatte.

Von der Ausstellung gehen wir zu Fuß zur Warnow. Der Weg führt uns durch Bereiche von Rostock, die darauf warten, wachgerüttelt zu werden. An der Warnow gehen wir direkt am Wasser entlang. Auf dem Gelände der alten Neptun-Werft sind mittlerweile viele Appartement Häuser entstanden. Glücklicherweise sind diese sehr verschieden, was den ganzen Bereich interessant macht.

Nach einer Stärkung in Ottos Restaurant und Hafenbar auf einem schwimmenden Ponton gehen wir weiter an der Waterkant entlang bis zur Innenstadt und dann querdurch zurück zum Bahnhof. Hinter der Wallanlage erinnern uns die Häuser sehr an Lübeck/St. Lorenz. Am Ende errechnet uns die App einen Fußmarsch von etwa 11 km.

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Zurück auf Lorrikeet

Entspannte Anreise mit der Bahn bei Sauwetter

Entspannte Anreise mit der Bahn bei Sauwetter

Wir haben noch einige Tage Urlaub und wollen sie auf Lorrikeet genießen. Da ich noch einen Termin am Freitag hatte und wir noch zu Hause aufklaren müssen, kommen wir erst am Samstag los.

Das Wetter ist nicht berauschend, aber wenigsten klappt die Bahnfahrt nach Wismar wie am Schnürchen. Das ist nicht selbstverständlich. So manchen Urlaubsbeginn haben wir mit Zugverspätungen oder sogar Zugausfällen zu kämpfen gehabt.

Wismar dampft

Wismar dampft

Je weiter wir nach Norden kommen, desto schlechter wird das Wetter. Wir schaffen es, ohne zu nass zu werden, das große Persenning auszubauen und über das Cockpit die Kuchenbude zu bauen. Danach verziehen wir uns in die Stadt.

Im New Orleans bekommen wir noch ein Plätzchen unter den Schirmen. Wir kommen kurz bevor wir zurück an Bord gehen, mit drei Männern ins Gespräch, deren Sprache wir nicht zu ordnen können. Sie kommen aus Estland und sind in Wismar, um die „Kühlschränke“ für das neue Kreuzfahrtschiff zu bauen. Die Dimensionen haben natürlich eher Hallen-Charakter. Offensichtlich ist die Werft noch nicht am Ende und es wird weiter an dem Schiff gebaut.

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Wer braucht schon einen Zoo, wenn es die Mecklenburger Bucht gibt?

Entspanntes Segeln im Sonnenschein

Entspanntes Segeln im Sonnenschein

Nach dem obligatorischen Coronatest geht es heute zurück nach Wismar. Der Wind ist flau und die See ist glatt. Es ist warm und ganz wunderbar. Unterwegs sehen wir zahlreiche Schweinswale, die sogar bis nahe ans Boot kommen. Es gelingt uns sogar, sie zu fotografieren und zu filmen.

Ein neugieriger Seehund

Ein neugieriger Seehund

Wir kosten es lange aus, aber dann werfen wir bei Boltenhagen doch den Motor an. Petra geht unter Deck und macht Abendbrot, während Klaus steuert. Dann taucht jedoch ein Seehund auf und bleibt lange bei uns. Hat er das Abendbrot gerochen? Wir lassen uns treiben und genießen diese besondere Begegnung.

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Kaum Wind, aber wir haben Zeit

Was die da wohl schleppen?

Was die da wohl schleppen?

Von Fehmarn geht es heute weiter Richtung Heimat. Der Wind ist flau. Als dann ein Gespann aus zwei Schleppern auf uns zuhält, werden wir etwas unruhig. Sie fahren glücklicherweise dicht hinter uns vorbei und schleppen irgendetwas Langes. Was es ist, können wir nicht erkennen. Über Funk hören wir später, dass sie sich in Wismar anmelden.

Klaus setzt den Spinnaker

Klaus setzt den Spinnaker

Zwischendurch probieren wir eine Zeitlang den Spi. Eine Weile ist die See spiegelglatt, aber wir halten durch, wir haben ja Zeit.

Wir fühlen uns, als würden wir durch ein Gemälde segeln

Wir fühlen uns, als würden wir durch ein Gemälde segeln

Erst spät kommen wir in Grömitz an und liegen wieder auf dem gleichen Liegeplatz.

Beim Abendspaziergang stellen wir fest, dass das Testzentrum umgezogen ist. Das Schwimmbad ist wieder in Betrieb und das Testzentrum residiert nun in einem Zelt näher am Hafen. Das verkürzt die Prozedur morgen früh.

Cocktails am Strand

Cocktails am Strand

 

 

 

 

 

Wir begegnen noch einem schwarzen Kaninchen und gönnen uns zum Abschluss  einen Cocktail in der Strandbar.

 

 

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