Schönwettersegeln von Juelsminde nach Bogense

Route von Juelsminde nach Bogense

Route von Juelsminde nach Bogense

Wieder geht es gegen 10:00 Uhr aus dem Hafen. Das Wetter an diesem Morgen ist herrlich und es weht ein schöner Wind aus SSW. Wir sind nicht die einzigen, die den Hafen verlassen. 

Wo mehr als ein Boot mit dem gleichen Ziel aufeinander treffen entsteht eine Regatta. Lorrikeet schlägt sich erwartungsgemäß hervorragend. Wir können bis kurz vor Bogense durchsegeln und brauchen nur einen kurzen Schlag bis zum Hafen zu machen. 

Bereits 13:00 Uhr liegen wir fest im Hafen von Bogense. Nun baut sich im Westen wieder Schauerbewölkung auf, aber es bleibt bis zum Abend trocken. In der Nacht sollen starke Schauer über uns hinwegziehen. 

Im Laufe des Nachmittags laufen noch einige Charteryachten ein und wird können im Cockpit sitzend das Hafenkino einer großen Oceanis 47 mit einer hervorragend koordinierten 8 köpfigen Crew bewundern. Vermutlich versuchen sie in einer Woche Rund Fünen zu gehen, aber die Fähigkeiten draußen beim Segeln sind hoffentlich besser als bei den Hafenmanövern.

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Krampfsegeln von Hou nach Juelsminde

Route Hou - Juelsminde

Route Hou – Juelsminde

Es weht aus Süd mit etwa 3 Windstärken und wir verlassen den Hafen von Hou gegen 10:00. Da Hou hinter einer flachen Sandbank liegt müssen wir zuerst mit Motor gegen den Wind nach Süden aus der Rinne. Dann setzen wir Großsegel mit Genua II und segeln in Richtung Samsø. Es gibt zwar eine Durchfahrt westlich von Endelave, aber die Rinne ist uns zu eng zum kreuzen.

Vor Samsø, wo eine bis zu 40m tiefe breite Rinnen entlang geht, ziehen mehrere Schauer mit wechselndem Wind über uns hinweg. Teilweise kommen wir garnicht von der Stelle und dann kommt der Wind mit 3 Bft wieder. Wir versuchen uns bei dem unter den Wolken sehr wechselhaften Wind von Endelave Richtung Juelsminde frei zu kreuzen.

Schauerwolken über Juelsminde

Schauerwolken über Juelsminde

Wieder zieht ein Schauer über uns weg und der Wind dreht auf SW und frischt etwas auf. Es wird zeit zu reffen, aber hinter dem Schauer geht der Wind auf gute 5 Bft hoch und wir bergen das Großsegel. Nur mit Genua II geht es mit 5 bis 6 Knoten Fahrt in Richtung Juelsminde. Um 18:00 Uhr liegen wir fest in Juelsminde.

 

Lorrikeet in Juelsminde

Lorrikeet in Juelsminde

 

Eigentlich hatten wir uns diesen Segeltag etwas einfacher vorgestellt und es wird entschieden, dass heute die Kombüse kalt bleibt und wir gehen zum Abendessen in das Bistro Nior am Hafen.

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Optimales Wetterrouting

Morgensonnen von achtern

Morgensonnen von achtern

Heute klingelt der Wecker bereits um 4:30 Uhr. Die Sonne kriecht gerade in NO über den Horizont, aber es ist absolut kein Wind im Hafen. Nur die Stander an den Mastspitzen zeigen den erhofften Wind aus West an. Wir machen uns kurz frisch, machen ein ganz kurzes Frühstück und verlassen bereits 5:25 unter Motor Grenå.

Die Morgensonne schein in das Cockpit

Die Morgensonne schein in das Cockpit

Erst etwas weiter draussen setzt sich ein West 3 Bft durch und wir setzen Großsegel und Genua II. Am Wind bei etwa 6 Knoten Fahrt segeln wir die Küste von Djurs entlang. Dann halten wir auf die Nordspitze von Samsø zu.

Auf halber Strecke zwischen Hjelm und Samsø können wir den Kurs nicht mehr halten, da der Wind anfängt von W über SW nach SO zu drehen. Wir machen eine Wende und können am Ende die Westspitze von Tunø anliegen.

Westspitze von Tunø

Westspitze von Tunø

Wir entscheiden uns nicht nach Tunø zu segeln, sondern nach Hou, da wegen des Feiertages in Dänemark unsere Bestände an Aufschnitt und Gemüse sich dem Ende zuneigen. Also geht es durch die Enge westlich von Tunø und dann  halbwinds Richtung Hou.

Routing von Grenå nach Hou

Routing von Grenå nach Hou

Auf diesem Stück nimmt Lorrikeet noch einmal richtig fahrt auf und gegen 15:00 Uhr sind wir fest in Hou. Wir haben 47 sm in 9,5 Stunden teilweise hoch am Wind mit nur einer Wende zurück gelegt! Besser hätte das Wetterrouting nicht passen können.

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Immer noch eingeweht in Grenå

Wie angekündigt, weht immer noch ein kräftiger Wind aus SW. Wir haben ausgeschlafen und nutzen den Tag zum Wäsche waschen, das muss ja auch mal sein.

Die Fischbude am Hafen

Die Fischbude am Hafen

Mittags wollen wir in der Stadt noch einkaufen, aber wir stehen nach der kurzen Fahrradtour vor verschlossenen Läden!?! Auch die Innenstadt ist wie ausgestorben. Ein Blick in das Internet gibt Aufschluss. Der 5.6. ist DER dänischer Nationalfeiertag. An diesem Tag feiern die Dänen ihre freiheitlich demokratische Verfassung, die Dänemark 1849 zu einer konstitutionellen Monarchie machte.

Wir radeln wieder zurück zum Hafen und finden dort noch einen Laden, der offen hat und wo wir sehr frisches Gemüse von Samsø bekommen. Schräg gegenüber gibt es dort auch noch eine Bude/Restaurant, wo man frischen Fisch kaufen kann. Ein opulentes Abendessen ist also gesichert.

Um die Mittagszeit waren überraschend unsere Stegnachbarn aus Wismar eingelaufen und hatten am Molensteg festgemacht. Nach dem Einkaufen gehen wir zu ihnen hinüber und klönen mit ihnen über ihre weiteren Pläne. Sie sind auf dem Weg nach Göteborg zu Freunden. Wir sind ja wieder auf dem Weg nach Süden, also werden sich unsere Wege definitiv morgen wieder trennen.

Zum Abendessen sehen wir zu, dass wir nicht zu spät an Bord kommen. Der Wind hat, wie angesagt, bereits kräftig abgenommen und bereits Richtung West gedreht. Wir wollen morgen früh aus dem Hafen, da der günstige Westwind nur bis Mittag anhalten soll. Nach dem Abendessen, bereiten wir bereits Tee und einige Brote für morgen vor.

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Hafentag in Grenå

Beim Aufwachen heult der Süd-Wind im Rigg. So war es auch vorher gesagt. Nach dem Frühstück holen wir unsere Fahrräder aus der Backskiste und machen eine Fahrradtour vom Hafen in die Stadt Grenå, die etwa 3 km vom Hafen entfernt liegt.

Wir machen einen Rundgang durch die Einkaufsstraßen von Grenå. Am Markt mit der Kirche gibt es im angrenzenden Café, das ich bereits von vor zwei Jahren kenne, ein Heißgetränk. Seit neuestem gehört es offen sichtlich zum Blumenladen direkt daneben. Der Eingang ist nun durch den Blumenladen und vor dem alten Eingang steht ein zusätzlicher Tisch. Wir geniessen die Sonne draußen auf dem Marktplatz. 

Danach geht es zum Einkaufen in den nahe gelegenen Meny-Markt und wir bringen die Sachen zurück an Bord. Nach dem Mittag schwingen wir uns wieder auf die Räder und machen einen Abstecher zur Abwrackwerft im Handelshafen

Vor der Werft liegen einige Kandidaten für das Abwracken aber wir werden Zeugen der Zerlegung eines alten Fischkutters, der noch an der Pier liegt aber bereits kräftig mit dem Schweissbrenner bearbeitet wurde. Nun bringt sich ein Kran in Stellung und hebt die freigeschnittenen Aufbauteile auf die Pier.

Was die Fischer sonst noch so aus dem Kattegat holen...

Was die Fischer sonst noch so aus dem Kattegat holen…

Es ist an diesem Tag erstaunlich trocken, aber der Wind bleibt kräftig aus SSW. Auch für Morgen ist immer noch kräftiger Wind aus SW angesagt, also genau aus der Richtung, wo wir hin wollen. Erst zum Abend soll der Wind auf West drehen.

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