Hurra, kein Regen!

Zum Frühstück haben wir wolkenfreien Himmel und es weht ein frischer Wind aus NNO. Wir verlassen Kalmar und setzen nur die Fock I, die immer noch angeschlagen ist. Es ist doch mehr als erwartet und es macht keinen Sinn nach Norden zu gehen. Kurzfristig entscheiden wir einfach etwas nach Süden zu gehen und Petra für den Einstieg umzuleiten.

Gegen halb drei laufen wir in Darlskär/Bergkvara ein. Auch hier ist noch alles im Winterschlaf. Der Hafen wird von dem angrenzenden Campingplatz betreut und Rezeption/Shop/Café haben nur eingeschränkt auf.

Die abendliche Analyse der Wetterentwicklung verspricht leider nichts gutes. Gegen Mittag am nächsten Tag soll der Wind von WNW nach SW drehen, also unserem Weg genau entgegen. Wir hätten weiter Richtung Süden laufen sollen. Auch die Brötchen, die wir für 9:00 beim Campingplatz bestellt haben, kommen viel zu spät.

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Crew Wechsel in Kalmar

Neben dem Hafen und der Innenstadt bietet Kalmar auch noch eine Renaissance-Burg und ein Kunstmuseum, das heute aber leider nicht geöffnet hat. Im Gegensatz zur Ruine in Borgholm ist die Burg in Kalmar voll erhalten geblieben.

In der Burg sind die Räume und die Entwicklung der Stadt Kalmar zu besichtigen. Wie auch bei der Burg von Borgholm hat sich die Burg in Kalmar aus einem einzelnen Wachturm entwickelt und der Komplex hat sich dann zu einer Burg entwickelt. Die Altstadt von Kalmar ist der Burg, die direkt am Sund steht vorgelagert und verfügte über eine eigene Stadtmauer. Die Burg selbst ist in all den Kriegen mit Dänen und Russen nicht erstürmt worden, aber nach Belagerung eingenommen worden.

Am Hafen von Kalmar können wir noch eine Bootswaschanlage besichtigen. Man möchte in Schweden den Weg mit biozidfreien Unterwasseranstrichen einschlagen und hat auch erkannt, dass es dann nicht ohne eine Unterwasserreinigung geht. Die aktuelle Anlage (https://driveinboatwash.com/en) hat aber noch einige Einschränkungen, die besonders bei neueren Booten schwierig werden.

  • max, 1,6m Kieltiefe
  • keine überhängenden Bleibomben
  • Kein Saildrive

Gut einsetzbar ist sie vor allem bei Motorbooten und Segelbooten mit Flossenkiel ohne Saildrive.

Thomas verlässt mich am Samstag und Claus kommt am Sonntag an Bord. Leider ist der Sonntag total verregnet. Auf dem kurzen Weg in die Stadt werden wir kräftig durchgeregnet.

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Vor Fock im Flug von Borgholm nach Kalmar

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage sagt keine große Änderung der Windrichtung an. Wir haben bereits gestern Abend die Genua II herunter genommen und die Fock I angeschlagen. Wir verlassen, nachdem der Wind am späten Nachmittag etwas auf 4-5 Bft abgeflaut hat, den Hafen. 

Es reicht die Fock, um Lorrikeet wieder auf Speed zu bringen. Der Wind nimmt auch wieder auf 6 Bft zu und eine kurze Steile See läuft von achtern auf. Gegen diese See möchte man nicht anlaufen müssen. Wir kommen vor dem Wind aber gut voran und erreichen frühen Nachmittag Kalmar.

Ansteuerungsleuchtfeuer vor Kalmar

Ansteuerungsleuchtfeuer vor Kalmar

Lorrikeet sicher in Kalmar

Lorrikeet sicher in Kalmar

Im Hafen liegen wir sehr geschützt zwischen einem Einkaufzentrum und dem Neubau der Linné-Universität. Auch die Serviceeinrichtungen für die Segler ist gut. Nicht weit vom Hafen entfernt befindet sich die Innenstadt mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Kneipen, die auch geöffnet haben. Der Bahnhof von Kalmar befindet sich direkt am Hafen. Also ein guter Ort, um einen Crew Wechsel durchzuführen.

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Fahrradtour von Mörbylånga zur Ostküste Ödlands und zurück

Nach etwas Regen in der Nacht ist es heute morgen trocken, aber der Wind weht frisch aus NW. Wir entscheiden uns einen weiteren Tag in Borgholm liegen zu bleiben und die Insel per ÖPNV und Fahrrad zu erkunden. 

Allerdings muss man um in den Süden von Öland zu kommen erst einmal mit dem Bus nach Kalmar zum Umsteigen fahren und dann weiter mit einem anderen Bus. Für unsere Faltrräder haben wir vorsichtshalber die Schutztaschen mitgenommen, da wir nicht wissen, ob die Schweden das Konzept von Falträdern als Gepäck kennen. 

Es stellt sich richtig heraus, da das Gepäck in die Fächer der Reisebusse muss, die hier auf der Linie fahren. Auf dem Weg nach Kalmar teilen wir uns den Bus mit den Schülern. Wir versuchen noch einen Rufbus bis zur Südspitze Ölands zu organisieren, aber scheitern, da man dies mindesten 2 Stunden im voraus machen muss. ÖPNV auf Öland ist nicht sehr ausgeprägt.

Stärkung im Kultur Café

Stärkung im Kultur Café

Auch Mörbylånga hat seine Ameisengang

Auch Mörbylånga hat seine Ameisengang

Wir fahren von Kalmar zurück nach Öland bis nach Mörbylånga, wo die Buslinie endet.  Auch dieser Ort ist noch im Winterschlaf, aber wir finden ein Kultur-Café, in dem wir uns ein wenig stärken können. 

 

 

Die Crew im Naturschutzgebiet

Die Crew im Naturschutzgebiet

Wir wollen mit den Fahrrädern einmal quer über die Insel fahren und dann wieder zurück. Nachdem wir den landwirtschaftlichen Küstenstreifen hinter uns gelassen haben, radeln wir durch eine tundraartige Landschaft, die ein großes Naturschutz gebiet im südlichen Teil von Öland bildet. Obwohl wir und auf der Straße bewegen hält sich der Verkehr sehr in Grenzen.

Der Vogel-Beobachtungsshop

Der Vogel-Beobachtungsshop

In der Mitte kommt man zu einem Seengebiet, wo viele Vögel auf ihrer Wanderung wandern. Es ist ein beliebter Ort für Vogelbeobachter. Auf dem östlichen Küstenstreifen, der auch wieder landwirtschaftlich geprägt ist, kommen wir zu einem Krog, der nicht geöffnet hat, aber der angrenzende Laden für Vogelbeobachtungsequipment hat auf und wird auch reichlich genutzt.

 

Die Crew an der Ostküste von Öland

Die Crew an der Ostküste von Öland

Schäre vor der Ostküste von Öland

Schäre vor der Ostküste von Öland

Wir gönnen uns zur Stärkung ein Eis und radeln weiter zu einem Campingplatz, der direkt an der Ostküste liegt. Man kann hier zwar schon campen, aber der Laden und das kleine Bistro sind noch geschlossen. Dafür kann man einige Vogelfreunde , die wir vorher in dem Vogelbeobachtungsladen gesehen haben, dabei beobachten, wie sie die neu erstandenen Ferngläser und Kameraobjektive an den örtlichen Vögeln und Insekten erproben.

Wir schwingen uns wieder auf die Räder und fahren über die Insel zurück nach Mörbylånga. Da der Bus bald fährt begeben wir uns gleich zur Haltestelle, da der nächste 2 Stunden später fährt. Auch in Kalmar bleiben wir am Busbahnhof und nehmen den Bus nach Borgholm. 

Der Magen hängt uns mittlerweile in den Knien, aber in Borgholm finden wir am Marktplatz ein Restaurant, dass uns gut versorgt. 

Abendunwetter über Borgholm

Abendunwetter über Borgholm

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Zu Gast bei König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia

Lorrikeet in der Sonne

Lorrikeet in der Sonne

Der Wind für Heute ist mit NNO angesagt und damit ungeeignet für die Weiterfahrt nach Norden. Wir holen die Fahrräder aus dem Schapp und erkunden die Gegend.

Bei Borgholm gibt es eine alte Burgruine und ein Schloss mit einem sehr gepflegten Garten. Dies ist übrigens die Sommerresidenz des schwedischen Königshauses.

Die Fahrradstation von Borgholm

Die Fahrradstation von Borgholm

Wir schwingen uns auf die Räder und stellen fest, dass die Räder noch etwas Luft benötigen. Bereits in Trelleborg hatten wir einmal Luft aufgefüllt, aber nicht genug. Am Hafen befindet sich tatsächlich eine Fahrradstation und wir füllen die Reifen gut auf.

Der Weg führt vom Hafen das Ufer zwischen älteren Holzvillen entlang und dann in Naturschutzgebiet. Am Weg „stolpern“ wir über einen Bombenkrater mit Schild aus WWII, der für uns Deutsche zunächst nichts besonderes ist. So etwas gibt es bei uns auf jeder größeren Wiese, aber man muss sich klar machen, das das für die Schweden damals ein großer Schock war. Schweden war in WWII neutral und ein deutsches Flugzeug hatte zwei Bomben in der Nähe des schwedischen Sommerschloss abgeworfen. Bis heute ist der Hintergrund für diesen Bombenabwurf unklar.

Nach etwas Strecke knickt der Weg in Land ab und wir stehen vor dem Café am Sommerschloss der Schweden. Das Café hat noch nicht geöffnet und wir begeben uns erst einmal zum Schloss. Der Garten ist sehr gepflegt und am Eingang werden wir auf Kunstausstellungen im Garten hingewiesen. Vor dem Schloss ist die Auffahrt offen und wir begeben uns in die nähere Umgebung.

Uns fällt nicht auf, dass dort ein Schild mit „Stop“ steht, da wir von einem schwedischen Paar gebeten werden von ihnen ein paar Bilder zu machen. Wundern tun wir uns nur, dass man vom Schloss nicht in den weiteren Garten kommt. Überall hängen Ketten vor den Wegen. So ein König ist ganz schön eingesperrt.

Das Paar, das mit uns zusammen in den Bereich „eingedrungen“ ist bemerkt als erstes den Fehler und macht uns darauf aufmerksam. Es kam kein SWAT-Team und wir nehmen es mit viel Humor.

In der einen Kunstausstellung hat ein Glasbläser-Team wunderbare Objekte in den Gartenbereich integriert. Danach begeben wir uns in den anderen Bereich, wo ein Fotograf amüsante Tierfotos groß abgezogen und auf Tafel ausgestellt hat.

Wir verlassen den Schlossgarten, ohne verhaftet zu werden und holen uns zum Mittag erst einmal einen Tee mit Kuchen. Gut gestärkt geht es dann zur Burgruine Borgholm.

Das Bauwerk ist riesig. Ein Guide, den man sich auf das Mobile laden kann führt gut durch die Zeiten der Erbauung, der Blühte als Renaissance-Burg und später als Ruine. Noch heute werden in der Burg regelmäßig Konzertveranstaltungen durchgeführt. In der jetzigen Vorsaison sind in einigen Bereichen Großfotografien von Lost Places ausgestellt. Ein sehr guter Rahmen.

Danach fahren wir wieder zurück in den Ort und finden tatsächlich ein Restaurant mit gutem Angebot, das auch geöffnet hat.

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