Zurück aus dem Winterschlaf

Das Achterschiff nach dem Schleifen

Letztes Wochenende haben wir uns mental schon einmal auf die Arbeiten am Boot eingestellt und die Boatfit in Bremen besucht. Dieses Wochenende haben wir auch mit der Praxis wieder begonnen. Klaus hat ein langes Wochenende und setzt die Sanierung des Achterschiffs fort. Gestern hat er kräftig von innen geschliffen. Heute hat er dann Gelcoat gestrichen. Nun sieht es erstens viel besser aus, zum anderen ist das GFK auch besser gegen mögliche Feuchtigkeit im Achterschiff geschützt. Morgen will er noch eine Schicht Topcoat darüber streichen.

Das Achterschiff mit Gelcoat-Beschichtung

Als nächstes müssen wir natürlich auch dafür sorgen, dass möglichst kein Wasser mehr hinein läuft. Die Heckkörbe und das Waschboard hatten wir schon abgedichtet. Es fehlen aber noch die Luken, unter denen es hindurch läuft. Beim Verlegen des Teakdecks hatte man zwar die Deckel höher gesetzt, aber versäumt, den Rand auch entsprechend zu erhöhen. Nun kann das Wasser dazwischen hindurch laufen. Wir haben gestern Leisten gekauft. Ich habe sie heute schon einmal vorgestrichen. Die sollen dann zum Erhöhen des Rands dienen.

Außerdem habe ich mich an die Überarbeitung der Salinge gemacht. Sie sind aus weiß lackiertem Aluminium. Der Lack ist an vielen Stellen abgeplatzt. An einigen Stellen hatte man provisorisch weißen Lack darüber geschmiert. Wir hatten schon im letzten Jahr Lack und Grundierung dafür gekauft, waren aber nicht mehr dazu gekommen. Nun habe ich den losen Lack abgekratzt und die Salinge kräftig geschliffen. Als ich dann gestern abend die Grundierung streichen wollte, gab es eine böse Überraschung: Die Grundierung war sehr krümelg. Ich vermutete, dass es zu kalt sei und stellte die Dose in einen Eimer mit waremen Wasser. Die Krümel wurden zwar beim Rühren kleiner, gingen aber nicht weg. So konnte ich die Grundierung nur zum Spachteln verwenden. Auf dem Heimweg haben wir noch schnell eine neue Dose gekauft. Es steht zwar in der Produtinformation, dass man die Dose frostfrei lagern soll, was in der Halle natürlich nicht möglich ist, aber dies ist das erste Mal, dass es tatsächlich einem Produkt zu schaden scheint.

Heute habe ich dann die Krümel wieder abgeschliffen und noch einmal mit der neuen Grundierung gestrichen und auch auf einer Seite schon mit dem Lack.

 

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Schönen Gruß vom Winter in Finnland

Heute fuhren wir Richtung Schlutup, um bei Lorrikeet mal nach dem Rechten zu sehen, als wir am Konstinkai ein vom Eis bizarr verschönertes Schiff entdecken. Wir halten an. Die Crew ist am Eishacken und berichtet, dass sie aus Finnland kommen. Ich frage, ob ich ein paar Fotos machen darf. Eine vernünftige Kamera haben wir leider nicht dabei und so muss das Handy herhalten. Viel Spaß!

 

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Die Winschen

zerlegte Winsch

Ein weiteres Thema, das weit oben auf der Prioritätenliste steht sind die Winschen. Sie sind im Laufe der Saison sehr schwergängig geworden und müssen dringend gewartet werden.

Stück für Stück nimmt Klaus sie auseinander,  säubert sie und fettet sie sorgfältig bevor er sie wieder zusammenbaut.

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Die Trave im Nebel

Dichter Nebel auf der Trave

Als wir heute am Boot arbeiten, ist draußen dichter Nebel. Auf der Trave ist die meiste Zeit noch nicht einmal das andere Ufer zu sehen, das hier doch so nahe ist. Ab und zu lichtet sich der Nebel ein ganz klein wenig und zumindest die Lichter der Fahrwassertonnen auf der anderen Seite lassen sich erahnen.

Die Helena im Nebel

Von Ferne hören wir ein Nebelhorn. Das geht etwa eine Stunde lang so. Dann scheint es sehr nahe zu sein und ich gehe mit der Kamera nach draußen. Im Schritttempo tastet sich die Helena, ein schwedischer Frachter, der regelmäßig Schlutup anläuft, die Trave hinauf.

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Dichtung und Wahrheit

Abgeklebtes Fenster

Das Wetter jetzt im November ist noch erträglich und wir nutzen die Zeit, um das Schiff abzudichten. Dies ist auf der langen Liste der Winterarbeiten auf Prio 1 gelandet. Am Fenster ist es einfach. Schwieriger sind schon die Lecks an der Waschbordleiste, den Heckkörben und dem Achterstag. Die Bolzen von der Waschbordleiste sind einlaminiert und so kommen wir nur teilweise heran. Oft müssen wir zur zweit an einer Stelle arbeiten: einer von innen und einer von außen.

Hinten lässt es sich noch einigermaßen bequem von innen arbeiten

Im Sommer hatte es bei Regen immer auf das Polster der Steuerbord-Hundekoje getropft. Um das Leck zu finden, baue ich den Himmel ab und reiße unter dem Traveller die Verkleidung innen ab. Dann baue ich einen kleinen Staudamm um den Traveller und fülle ihn mit Wasser. Von innen hocke ich lange mit der Taschenlampe, aber nicht ein einziger Tropfen dringt durch. So ein klein wenig fühle ich mich schon veräppelt…

An den Seiten wird es schon schwieriger

 

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