Abreise aus der Schlutuper Wiek

Es ist der 1. Oktober und der Hafen in der Schlutuper Wiek hat sich schon merklich geleert. Die Gänse sammeln sich mit lautem Krakeelen und fliegen in Schwärmen davon, aber wir lassen uns nicht beeindrucken und haben vor, dieses lange Wochenende noch einmal segelnd zu genießen.

Vorher rüsten wir allerdings am Kocher noch einen Absperrhahn in der Treibstoffleitung nach. Der letzte Versuch für diese Saison.

Der Wind bläst sehr schwach bis gar nicht aus Ost bis Nord und so genießen wir die Sonne bei glatter See, bis wir schließlich den Motor anwerfen und nach Niendorf einlaufen. Dort lässt sich der Kocher trotz unserer Bemühungen nicht dazu herab, uns bei der Zubereitung einer warmen Mahlzeit zu unterstützen. Jetzt muss die Niendorfer Gastronomie helfen, aber auch die ist überfordert. Mit so vielen Gästen hatten sie nicht mehr gerechnet. Nach mehreren Versuchen gelingt es uns noch, eine Pizza zu bekommen.

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Vor Anker

Heute ist es warm, bedeckt und nur schwachwindig. Wir schwächeln etwas und so beschließen wir, endlich einmal unseren Anker zu erproben. Außerdem wagen wir unseren ersten Ableger unter Segeln. Vor dem Priwall legen wir uns dann vor Anker, bringen die Polster nach draußen ins Cockpit und dösen so mehrere Stunden vor uns hin, während uns die Wellen wiegen. Erst gegen halb sieben wird es uns zu kühl und wir motoren zurück nach Schlutup.

Fazit: der Anker hält und die Polster passen auch ganz passabel ins Cockpit.

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Frühstücksbesuch

Früh morgens wachen wir bei Schauer und Gewitter auf, aber das macht erst einmal nichts, denn wir erwarten Besuch zum Frühstück und haben viel Zeit. Nach langer Zeit treffen wir so Klaus und Heidi wieder. Heidi beschließt spontan, mit uns zusammen nach Schlutup zurückzusegeln.

Vorher bauen wir uns nach den Angaben, die wir in den Reiseberichten des Ehepaar Brandes gefunden haben, eine Selbstwendeeinrichtung aus Schäkeln und Tauwerk für die Fock.

Auch Lorrikeets Schwesterschiff verlässt den Hafen, als wir auslaufen und so können wir ein kurzes Stück nebeneinander herlaufen und uns gegenseitig bewundern. Das macht Lust, nächstes Jahr mal eine gemeinsame Ausfahrt zu machen.

In Travemünde treffen wir auf die Viermastbark Cedov und sind mal wieder beeindruckt von der Takelage.

Takelage der Cedov

Im Hafen versuchen wir Kaffee zu kochen. Leider verweigert der Kocher mal wieder die Mitarbeit, obwohl wir ihn ausgehängt hatten.

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Lorrikeet trifft ihr Vorbild

Bei schwachem Wind aus Süd und bedecktem Himmel laufen wir mittags aus Wismar aus. Da wir ein ganzes Wochenende Zeit haben, wieder nach Schlutup zu kommen, beschließen wir nach Niendorf zu segeln. Dort liegt eine weitere Lady Helmsman, die wir bereits aus dem Winterlager kennen. Dadurch ist Klaus auf die Idee gekommen, letzte Weihnachten im Internet nach einer Lady Helmsman zu suchen. Da die Eigner noch keine Gelegenheit hatten, unsere Lorrikeet zu sehen, ist ein Besuch mehr als überfällig.

Die Tour ohne Seegang nutzen wir, um mal unsere Kompassanzeigen zu kontrollieren. Das Ergebnis: Der Kompass an Steuerbord zeigt das gleiche an, wie das GPS, aber der Kompass an Backbord weicht 5° ab.

Die See ist so ruhig, dass wir unterwegs Kaffee kochen. Der Kocher erklärt sich im zweiten Versuch auch dazu bereit.

In Niendorf werden wir begeistert empfangen. Gegenseitig vergleichen wir die Schiffe. Besonders staunen wir aber über die Sommertour des Schwesterschiffs: einmal Finnland und zurück. Bis wir das auch können, haben wir noch viel Arbeit vor uns!

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Tourende in Wismar

Der Wetterbericht sagt für heute Windstärke mit Böen 8 voraus. Bei dem Wetter gehen wir nicht über den Hannibal nach draußen!

Das Hafenhandbuch schrieb, dass man hier sein Chemieklo leeren könnte, also nutzen wir die Zeit, um mal herauszufinden, ob dies tatsächlich so ist. Leider ist dem, wie in allen Häfen hier, nicht der Fall. Es gibt eine Absauganlage für Fäkaltanks, aber die ist für unser kleines Klo völig überdimensioniert. In den dänischen Häfen hatten wir häufig Ausgussanlagen gesehen, aber in deutschen Häfen haben wir so etwas beislang noch nicht gesichtet.

Heute ist der letzte Tag unseres Urlaubs. In Boltenhagen wollen wir Lorrikeet nicht lassen, da wir heir so schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln weg und wieder herkommen können. Mit einem Anruf in Wismar klären wir , ob es für Lorrikeet einen Liegeplatz gibt, auf dem sie eine Woche lang bleiben kann. Wir haben Glück, es gibt einen Platz.

Es ist zwar sehr windig, aber ansonsten ist das Wetter schön. Wir fahren los und setzen nur die Genua II, die wir nach einer halben Stunde noch einmal deutlich verkleinern, weil uns selbst die Genua in den Böen zu viel Segelfläche ist. Ansonsten macht die Tour viel Spaß und wir sind anderthalb Stunden später fest in Wismar.

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