Vom Nebel in die Traufe

Entgegenkommende Yachten sind im Nebel nur auf etwa eine halbe Seemeile zu erkennen

Entgegenkommende Yachten sind im Nebel nur auf etwa eine halbe Seemeile zu erkennen


War das eine unruhige Nacht. Der Wind war auf ONO gedreht und hatte noch einmal kräftig auf etwa 6 Bft aufgefrischt. Damit ging Lorrikeet kräftig zur Kehr und wir hatten noch zusätzliche Luv-Leinen ausgebracht.

Begegnung

Begegnung

Morgens erwachen wir bei Windstille und Nebel.

Nach dem Frühstück setzt sich dann wieder ein NO mit 3 Bft durch. Wir entscheiden uns, unter Land durch die dicke Suppe nach Norden zu laufen. Der DWD berichtet von möglichen Gewittern, vor denen wir uns dann schnell verdrücken könnten.

Leuchtturm Kalkgrund an der Einfahrt in die Flensburger Förde - es beginnt aufzuklaren

Leuchtturm Kalkgrund an der Einfahrt in die Flensburger Förde – es beginnt aufzuklaren

Wie wir machen es auch viele andere Segler, so dass wir gut Wache gehen müssen. Wir sind froh, dass viele mittlerweile ein aktives AIS haben und bereits frühzeitig auf dem Plotter sichtbar sind.

Die erste dänische Tonne

Die erste dänische Tonne

Vor Schleimünde drängelt sich der Verkehr in die Schlei. Wir wollen weiter nach Sønderborg. In der Bucht vor Sønderborg beginnt es sogar fast aufzuklaren. 3 Seemeilen vor dem Hafen bleibt der Wind weg und wir motoren das letzte Stückchen. Von Gewitter ist weiterhin keine Spur zu erkennen.

Einfahrt nach Sønderborg und in den Alsensund

Einfahrt nach Sønderborg und in den Alsensund

Kurz nachdem wir in Sønderborg festgemacht haben, ist es mit dem Aufklaren aber vorbei und es beginnt ergiebig zu regnen. Da wir keine Dänischen Kronen an Bord haben, begeben wir uns in einer Regenpause in die Stadt, um einen Automaten zu suchen. Leider ist die Regenpause zu kurz und wir sind ab den Jacken bis zu den Schuhen nass. Zum Trost genehmigen wir uns ein Bier in einer lokalen Brauerei.

Gut, aber teuer.

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Geburtstagsausflug nach Laboe

Wir hatten eine unruhige Nacht. Der Wind hat kräftig zugelegt und Strande liegt bei Ostwind eher ungünstig. Es schaukelt also kräftig. Unser Liegeplatz in der Nähe der Hafeneinfahrt macht die Sache auch nicht besser…

Blick non unserem Liegeplatz auf den Hafen in Schilksee

Blick von unserem Liegeplatz auf den Hafen in Schilksee

Dafür erscheint lieber Besuch mit frischen Brötchen und wir haben ein sonniges Frühstück unter der schützenden Kuchenbude im Cockpit. Unsere Nachbarn wollen trotz alledem zu ihrem ersten Urlaubstag auslaufen. Es ist ein kräftiges schweres Schiff. Trotzdem klappt der Ableger nicht so wie geplant. Raus kommen sie trotzdem, aber uns würde es kein Stück besser ergehen.

Wir beschließen zu Dritt einen Ausflug nach Laboe zu machen. Mit dem Bus fahren wir nach Friedrichsort und von dort mit dem Dampfer über die Förde. Von dort fahren sie einmal pro Stunde, in Strande nur alle 4 Stunden.

Fördedampfer

Fördedampfer

Nach einem lang ersehnten ordentlichen Stück Fisch zum Mittagessen wandern wir die Strandpromenade entlang, am Marinedenkmal und dem U-Boot vorbei bis zu den Dühnen. Dort gibt es das Meeresbiologische Zentrum, das mich anzieht. Im Hafen hatten wir schon ein Boot gesehen, das mit Gästen hinausfährt auf die Förde. Das Zentrum ist ein kleines Gebäude Wir müssen klingeln und werden zusammen mit zwei weiteren schnell hereingebeten. Es läuft schon eine Führung und wir gesellen uns hinzu. Eine junge Frau erklärt uns die Entstehung der Ostsee, die Sache mit dem Salzgehalt und die Bewohner ihrer Aquarien. Es riecht sehr muffig im Gebäude, aber sie erklärt alles so interessant, dass uns auch der Geruch nicht stört. Obwohl wir das meiste davon schon wissen, lernen wir doch noch Neues hinzu.

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Lauter Sperrgebiete

Heute wollen wir in Richtung Kieler Förde segeln. Der Wind soll im Laufe des Tages von West über Nord nach Ost drehen.

Als wir gegen 11:30 Uhr Großenbrode verlassen, weht der Wind noch mit 3 aus West. Für das erste Stück zum Fehmarn Sund ist das gut. Da er weiter abnehmen soll, setzen wir die große Genua 1.

Leider müssen wir dann durch den Fehmarn Sund kreuzen, was mit der großen Genua kraftraubend ist. Bei Heiligenhafen querab beginnt der Wind langsam Richtung Nord zu drehen. Als wir an der Tonne 2 des Kiel – Fehmarn Weges sind, könnten wir den Kurs anliegen, hätte die Bundeswehr nicht in der Hohwachterbucht ein Schießgebiet und dieses ist heute aktiv.

Es bleibt uns nichts anderes übrig, als weiter Höhe zu laufen und in NW Richtung das Sperrgebiet zu umfahren. Die Sicherungsboote und der Funkverkehr von Marineradio Todendorf sind unmissverständlich.

Der Spinnaker zieht uns nach Westen

Der Spinnaker zieht uns nach Westen

Da gleichzeitig der Wind abflaut, fällt unsere Geschwindigkeit zweitweilig unter 2 kn. Das reicht eigentlich nicht für die Bewältigung der Strecke. Glücklicherweise hält sich der Wind an die Abmachung und dreht weiter nach NO.

Als wir gegen 16:10 bei der Sperrgebietstonne T11 angelangt sind, wird endlich das Schießen beendet und wir dürfen den letzten Teil des riesigen Gebietes abschneiden. Allerdings ist der Wind jetzt fast komplett eingeschlafen. Wir setzten den Spinnaker, um die Fahrt wieder über 3 kn zu bekommen.

Ein Viermaster verlässt die Kieler Förde

Ein Viermaster verlässt die Kieler Förde

Nach etwa einer Stunde hat der Wind wieder 2-3 Bft erreicht und wir laufen mit 5 kn Richtung Kiel. Aber auch hier sind zwei Sperrgebiete in unserem Weg, die es zu umfahren gilt. Vor einiger Zeit haben hier Marinetaucher Minen aus dem 2. Weltkrieg entdeckt, die noch nicht entschärft sind, also bitte umfahren.

Bei Sonnenuntergang laufen wir in Strande ein

Bei Sonnenuntergang laufen wir in Strande ein

Um 21.35 Uhr sind wir dann endlich in Strande fest am Steg 1. Wir haben an diesem Tag etwa 43 sm zurückgelegt. Bei diesen Windverhältnissen eigentlich gar nicht so schlecht.

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Hafentag in Großenbrode

Wir haben für Lorrikeet einen kuscheligen Liegeplatz in Großenbrode. Dort lassen wir sie allein und schwingen uns auf ein paar geliehene Fahrräder.

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Sommer in Norddeutschland

Das Wetter hat sich ziemlich genau an die Vorhersage gehalten.

Als wir Morgens aufwachen, regnet es, allerdings mit wenig Wind. Im Laufe des Vormittags klart es ein wenig auf, allerdings nimmt der Wind zu.

Kurz vor Mittag verlassen wir Boltenhagen mit einem Reff im Großsegel und der neuen Genua 3. Am Liebs-Sand kommen wir aus der Bucht frei und der Wind ist mittlerweile bei SW5 angekommen. Also stecken wir ein weiteres Reff ins Großsegel.

Nach einer weiteren Stunde haben wir dann satte 6 Bft aus WSW. Wir entscheiden, es etwas ruhiger angehen zu lassen und bergen das Großsegel. Auch mit Genua 3 läuft Lorrikeet immer noch 5-6 Knt. Das reicht.

Blick vom Kartentisch auf die Ostsee

Blick vom Kartentisch auf die Ostsee

In Großenbrode stellen wir dann fest, dass wir wieder Wasser ins Vorschiff bekommen haben und müssen erst einmal die Polster und den Schlafsack trocknen. Als Ursache ist schnell die gelöste Verschraubung des Bugkorbes identifiziert. Diesem Übel werden wir morgen zu Leibe rücken, da wir wegen der angekündigten WNW 5-6 in Böen 8 einen Hafentag einlegen werden.

In dem alten Radar-Turm soll es auch ein interessantes Aquarium geben.

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