Tarnewitz bei Mondschein

Es ist kalt heute Nacht. Wir verziehen uns in das Trockendock zu einem Drink, aber bei diesem schönen Anblick mache ich doch noch schnell ein Foto.

Lorrikeet bei Mondschein im Hafen von Tarnewitz

Lorrikeet bei Mondschein im Hafen von Tarnewitz

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Die Pollen gehen baden

Pollen treiben in der Neustädter Bucht

Wir sind gestern nach Neustadt gelaufen, um die schönen Schiffe auf der Max-Oertz-Regatta zu sehen und mit ein paar alten Bekannten abends ein Bier zu trinken. Die Woche über soll Lorrikeet in Neustadt bleiben, da am Freitag noch mehr alte Bekannte vorbei kommen wollen. Der Weg nach Wismar ist ihnen zu weit.

Wir nutzen den Tag, um draußen in der Neustädter Bucht bei Sonne und schönem Wind ein paar Runden zu segeln. Dabei treffen wir auf merkwürdige gelbe Flächen auf dem Wasser. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass hier die Pollen baden gegangen sind und nun von unserem Kielwasser kräftig gequirlt werden.

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Rumpfgeschwindigkeit

Vor Kurzem bin ich auf die Formel zum Ausrechnen der Rumpfgeschwindigkeit gestoßen und habe mit den groben Schätzwerten für Lorrikeets Wasserlänge einmal nachgerechnet. Dabei bin ich auf etwas über 8 Knoten gekommen.

Auf unseren Anzeigegeräten haben wir ein Display, dass uns die Geschwindigkeit über Grund (SOG) vom GPS und die Geschwindigkeit durch das Wasser vom Sumlog anzeigt. Wir haben festgestellt, dass das Sumlog nahezu immer mehr aneigt, als das GPS. Dies liegt vermutlich am Umweg, den das Wasser um den Rumpf herum machen muss. Am Anzzeigegerät lässt sich dies korrigieren. Wir haben so lange  auf Kursen vor dem Wind in der Wismarer Bucht experimentiert, bis die Anzeigewerte ungefähr identisch sind. Dort gibt es kaum Strömung, so dass sich die Werte hier gut vergleichen lassen.

Heute sind wir um 14 Uhr aus Wismar ausgelaufen. Der Wind blies mal wieder aus NNO und wir müssen kreuzen. Bei Timmendorf frischt er auf 5 Bft auf und wir binden das erste Reff ein. Die Welle läuft hier garstig in die Wismarer Bucht hinein. Glücklicherweise können wir im Offentief abfallen und auf Pelzerhaken zuhalten. Lorrikeet dankt es uns und gibt kräftig Gas. Nun weiß ich, bis zu welcher Geschwindigkeit ich sie haben will und tatsächlich schaffe ich es bis auf 8 Knoten bei halbem Wind am GPS!

Keine Rumpfgeschwindigkeit, aber trotzdem schnell

Bei Pelzerhaken können wir noch weiter abfallen und fangen gelegentlich an die Wellen hinab zu surfen. Der Wind nimmt etwas ab und wir reffen wieder aus. Die Wellen hinan zeigt das GPS dann auch deutlich über 8 Knoten an. Interessant ist nun die Anzeige vom Sumlog, die nun kurzzeitig auf zweistellige Werte kommt. Wohlgemerkt, diese sind schon korrigiert! Aber es zeigt auch, dass man solch hohen Geschwindigkeitsangaben von Seglern mit Skepsis begegnen sollte. Sie stammen vermutlich von unkorrigierten Sumlog-Anzeigen und waren wohl auch nur kurzzeitig zu sehen…

Für uns hat sich dieses Jahr der Umgang mit dem Schiff geändert. Wir trauen uns nun, Lorrikeet auch mal an diese Geschwindigkeitsgrenzen zu treiben. Letztes Jahr waren wir dazu noch viel zu vorsichtig.

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Neue Wasserpumpen

An unserem gestrigen Basteltag wollten wir auch die Wasserpumpen in Betrieb nehmen. Zu unserem großen Schrecken, gab die Salzwasserpumpe plötzlich Rauchwölkchen von sich. Also kauft Klaus heute morgen nicht nur Brötchen, sondern auch neue Wasserpumpen, bevor wir auslaufen, um nun endlich zu segeln.

Unterwegs treffen wir die Hörnchen. Die Crew macht fleißig Fotos. Für die wir uns sehr herzlich bedanken und hier natürlich auch zeigen:

Abends in Großenbrode nach dem Strandspaziergang koche ich Abendessen und Klaus tauscht die Wasserpumpen. Die neuen Pumpen sind kaum dicker als der Schlauch, nehmen also viel weniger Platz weg. Nach dem Abendessen können wir dann endlich mit dem mühseligen Reinigen des Trinkwassertanks beginnen, damit wir auch wieder Wasser aus dem Hahn haben.

Spät abends im Schein der Taschenlampe ist der Tank endlich gereinigt und gefüllt und wir trinken nach so viel Wasser ein wohl verdientes Bier zum Abschluss des Tages.

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Brötchen backen an Bord

Während die Brötchen backen, dampfen oben Wasserkessel und Kaffeekanne

Als wir gestern abend zum langen Himmelfahrts-Wochenende an Bord kamen, was es sehr kalt und es wehte ein kräftiger Wind mit heftigen Böen. Für heute war kein besseres Wetter angesagt und wir beschlossen, den Tag zu nutzen, um den Backofen und die Heizung in Betrieb zu nehmen. Aus Dänemark hatten wir noch ein Pfund Brötchenbackmischung namens ‚Grovboller‘, also Graubrötchen. Wir haben die Hälfte davon mit Wasser angemischt und abgedeckt beiseite gestellt, bevor wir das Schiff verlassen haben, um den Abend in Wismar in einem schönen Weinlokal in geheizten Räumen zu verbringen. Unter diesen Bedingungen konnten wir natürlich nicht erwarten, dass der Teig nennenswert aufgehen würde.

Als wir zurück kamen, haben wir dann das Backblech aus der Verpackung befreit, mit einem halbierten Bogen Backpapier belegt und mit dem Löffel aus dem Teig sechs Brötchen abgestochen. Diese durften dann über Nacht im kalten Backofen ruhen.

Heute morgen haben wir dann zum ersten Mal Backofen und Kocher gemeinsam in Betrieb genommen. Das funktionierte prima. Natürlich braucht der Ofen eine Weile bis er heiß ist, so dass die Brötchen noch die Chance hatten, ein wenig aufzugehen. Die Belohnung für die Mühe waren sechs wunderbare Brötchen zum Frühstück an denen wirklich nichts mehr zu verbessern war.

Sechs wunderbare selbst gebackene Brötchen

Was lernen wir daraus?

  1. Die Backmischung ist prima und darf gern wieder aus Dänemark importiert werden, aber wir werden natürlich auch noch nach ein paar heimischen Mischungen Ausschau halten. Allerdings haben wir bislang immer nur Brotbackmischungen in den Läden gesehen und keine Brötchenbackmischungen. Natürlich könnte man den Teig auch selber ansetzen, aber wir haben es uns erst einmal einfach gemacht, um allzuviel Gepansche in der Pantry zu vermeiden.
  2. Die Temperatur am Backofen sollte so eingestellt werden, wie es im Rezept steht. Den üblichen Abschlag, den wir zu Hause für den Umluftherd machen, brauchen wir hier nicht.
  3. Das gelegentliche Klopfgeräusch des Kochers kommt tatsächlich, wie vermutet, durch die Zusammenführung der beiden Abgasleitungen kurz vorm Auspuff zustande. Beim Betrieb von Kocher und Backofen war das Geräusch weg. Es tritt nur auf, wenn der Kocher allein betrieben wird.
  4. Wir sollten den Backofen gleich beim Aufstehen anschalten und nicht erst, wenn wir vom Duschen zurückkommen. Es dauert doch eine Weile und in der Zeit können wir auch nacheinander duschen und müssen dann nicht so lange auf die frischen Brötchen warten.
  5. Der Backofen speichert noch lange nach dem Backen die Wärme, so dass es sich anbietet, an kalten Abenden zu backen, zumindest so lange die Heizung noch nicht geht.
  6. Der Auspuff wird beim Backen heißer als beim Kochen. Wir haben den Kocher deshalb in die kardanische Aufhängung gehoben, so dass er nach hinten mehr Platz hat und die Auspuffrohre nicht so anliegen, aber vielleicht sollten wir noch zusätzliches Isolierband dafür holen und das Auspuffrohr noch weiter umwickeln.
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