Nu aber, Holy Habour!

Heute stimmt alles die Sonne scheint aus allen Knopflöchern, es bläst ein mäßiger Wind aus Süd und keiner kann uns halten.

Gedränge vor dem Fehmansund

Gedränge vor dem Fehmansund

Da etwas auffrischend angesagt ist, haben wir auf Genua 2 gewechselt. Unsere Lorrikeet ist heute in ihrem Element. Mit etwa 6-7 Knoten schieben wir erst durch das Offentief und dann Richtung Fehmarn.

Lorrikeet im Fehmarnsund

Lorrikeet im Fehmarnsund

Eigentlich denken wir bereits über den Sundowner im Café Sorgenfrei in Burgtiefe nach, da sind wir schon auf Höhe von Großenbrode und beschließen durch den Fehmarnsund nach Heiligenhafen zu laufen. Dort findet man bestimmt auch einen geeigneten Ort.

Heiligenhafen hat sich in diesem Jahr mächtig entwickelt. Die Bebauung um den Fischereihafen ist interessant, neu und mit viel Leben. Am Yachthafen zum Grasswarder hin entsteht ein neues geschmackvolles Zentrum für Feriengäste mit vielen kleinen Läden, Cafés und Restaurants.

Am Strand finden wir dann auch die Strandbar für den Sundowner, ein hervorragender Gin-Tonic, den wir während des Sonnenuntergangs in einem Strandkorb genießen. Genial für einen 25. September.

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Herbst-Tour

Nachdem wir nun dieses Jahr nicht einmal die Wismarer Bucht verlassen haben wollen wir noch eine kleine Runde auf der Ostsee drehen.

Seit gestern haben wir Urlaub. Das Frühstück im Cockpit ist herrlich, aber mit dem Wind will es nicht so recht. Wir setzen die große Genua 1 und laufen aus. Nach etwa 3,5 Stunden liegen wir querab von Timmendorf und es scheint sich ein SW2 durchgesetzt zu haben also laufen wir weiter Richtung Offentief. Allerdings ist nach weiteren 10 Minuten Schluss mit dem Wind und wir drehen um nach Timmendorf. Motoren nach Grömitz wollen wir uns nicht antun.

Sonnenuntergang am Poeler Strand

Sonnenuntergang am Poeler Strand

So haben wir schon wieder nicht die Wismarer Bucht verlassen und lassen den Abend mit einem ordentlichen Strandspaziergang und dem üblichen kitschigen Sonnenuntergang ausklingen.

Sorry es ist hier wirklich immer so.

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Lorrikeet fühlt sich vernachlässigt!

Wie man aus dem letzten Eintrag von Himmelfahrt 2016 sieht kommen wir aus privaten Gründen dieses Jahr nicht so viel zum Segeln und unsere Lorrikeet liegt verlassen am Steg. Dieses Wochenende nun konnten wir uns einmal wieder los eisen und wollen segeln.

Das Wetter am Samstag ist hervorragend und nach einem guten Frühstück im Cockpit wollen wir alles klar zum Auslaufen machen. Da böiger Wind angesagt ist schlagen wir Fock I an. Als sie oben ist, stellen wir fest, dass sie sich nicht einrollen lässt. Nach einigem Rauf und Runter der Fock stellen wir fest, dass die Rollanlage ein wenig Liebe und Öl benötigt. Zudem geht die Fock I nicht wie die Genuas bis nach oben. Dadurch rollt sich das Fall um das Vorstag und beklemmt die Rollanlage. Mit dem Öl geht es besser aber immer noch nicht wirklich gut. Die nächst Fock muss definitiv anders geschnitten sein. Aber wir nehmen es erst einmal hin.

Eine Stunde später als gedacht erfolgt das Ablegen. Petra legt den Rückwärtsgang ein und wundert sich, warum Lorrikeet nicht in Fahrt kommt. Als wir aus der Box heraus sind und sich beim Vorwärtsgang auch nicht wirklich etwas tut, entscheiden wir uns wieder in die Box zu gehen und auch hier auf Fehlersuche zu gehen. Der Motor nimmt im Leerlauf sehr wohl Gas an aber wenn er eingekuppelt ist kommt er nicht auf Drehzahl. Also entweder etwas an der Schraube oder Probleme mit dem Getriebe (bitte nicht). Allerdings müssen wir erst einmal unseren Frust mit einem Eis am alten Hafen bekämpfen.

Tauchgang in Wismar

Tauchgang in Wismar

Glücklicherweise hat ein guter Segelfreund aus dem Hafen einen Tauchkompressor an Bord, so dass ich einen Tauchgang zum Propeller machen kann. Hier zeigt sich dann auch schon des Ursache der Probleme. Sowohl die Propellerblätter als auch die Narbe sind mit einer 2cm dicken Seepocken- und Muschelschicht überzogen. Mit einem Spachtel entferne ich die Schicht. Auch der Geber der Logge ist mit einer Seepocken und Muschelschicht überzogen. Das passiert eben, wenn ein Boot nicht bewegt wird. Somit bleiben wir am Samstag im Hafen und machen Frohnarbeit.

Segeltrocknen unter Deck

Segeltrocknen unter Deck

Das Sonntag Wetter entwickelt sich dann doch besser als erwartet und wir verlassen noch einmal den Hafen um alles auszuprobieren. Lorrikeet ist wieder einsatzbereit. Allerdings gibt es den ganzen Tag über einen Wechsle zwischen Sonne und Regen. Ich versuche im Hafen irgendwei die Genua II zu trocknen und dann auch zusammen zu legen. Unter Deck geht es aber nicht.

p1060865_800Nachmittags kreuzt dann noch das ehemalige ‚Traumschiff‘, die Deutschland auf, an deren Heck jetzt der Heimathafen Nassau prangt. Beim Drehen auf der Wendeplatte versperrt sie die ganze Einfahrt.

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Ansegeln

Obwohl Lorrikeet dieses Jahr bereits zu Ostern und damit im März ins Wasser gekommen ist, schaffen wir erst Himmelfahrt unser Ansegeln. Allerdings haben wir auch nicht viel verpasst. Der April war nicht besonders warm.

Sonnenuntergang in Timmendorf

Sonnenuntergang in Timmendorf

Somit segeln wir an dem ersten langen Wochenende im Mai auf der Wismarer Bucht bei schönstem Wetter und wie es nicht anders sein kann, gibt es einmal wieder einen kitschigen Sonnenuntergang in Timmendorf.

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Abschluss der Sommertour 2015

17. Seetag

Kühlungsborn – Wismar
27,2 sm
NW 3-4

Mit vielen bunten Hafenzetteln am Bugkorb liegt Lorrikeet wieder am Steg

Mit vielen bunten Hafenzetteln am Bugkorb liegt Lorrikeet wieder am Steg

Nachdem am frühen Morgen noch ein heftiges Gewitter über uns hinweggezogen ist und wir den nachfolgenden Regen abgewartet haben, laufen wir gegen Mittag aus, um zurück nach Wismar zu segeln. Dies ist eigentlich unsere Hausstrecke für Wochenendtouren. Da heute Samstag ist, kommen uns viele Segler aus der Lübecker Bucht entgegen. Auch in die Wismarer Bucht laufen viele ein. Unser Platz ist rot markiert, so dass er trotz Andrang frei ist. Gegen 17:30 sind wir im Hafen fest und unsere Tour ist damit beendet.

Unsere Sommertour 2015 im Überblick

Unsere Sommertour 2015 im Überblick

Damit ist es an der Zeit, ein wenig Statistik zu betreiben:

  • Wir waren 22 Tage unterwegs, davon haben wir 17 Tage gesegelt und 545,8sm zurück gelegt, also im Schnitt etwa 32sm pro Tag.
  • Wir fuhren etwa 50sm unter Maschine, weil der Wind sehr ungünstig oder einfach weg war.
  • Wir verbrauchten etwa 20l Diesel für das Motoren, Kochen und Heizen, da es an zwei Abenden einfach zu unangenehm kalt war.
  • In der Zeit haben wir 17 Schweinswale gesichtet und einen Seehund.
  • Das Wetter war durchwachsen und wir haben unsere Sommersachen nur spärlich nutzen können. Allerdings hatten wir keine längere Regenperiode.

Es hat viel Spaß gemacht und wir haben die Erkenntnis, dass wir Ziele wie den Limfjord in drei Wochen erreichen können. Aber wenn wir etwas Zeit dort verbringen wollen, müssen wir einmal ein bis zwei Tage durchsegeln.

Auf dieser Tour hat sich das AIS, welches wir nach der Erfahrung mit plötzlichen Nebelbänken im Frühsommer 2013 beschafft hatten, in Kombination mit dem Kartenplotter sehr bewährt. So war es bei Begegnungen mit der Großschifffahrt möglich, schnell zu erkennen, ob eine Kollisionsgefahr besteht und wie wir ggf. unseren Kurs ändern müssen. Dabei hat sehr geholfen, dass die meisten Schiffe ihre statischen Schiffsdaten gepflegt haben und wir so erkennen konnten, welchen Zielort ein Schiff hat. Dadurch war selbst in Zweifelsfällen schnell klar, welche Route ein Schiff nehmen wird. Einmal haben wir in Dänemark über Funk gehört, wie ein Schiff auf offensichtliche Falschinformationen in den AIS-Daten angesprochen wurde. Wir würden uns wünschen, dass das noch öfter passiert. Denn es gab immer noch etliche Schiffe, von denen wir diese Daten nicht bekommen haben. Leider gab es auch einige offensichtliche Berufsschiffe (AIS Class A), von denen wir kein AIS Signal empfangen haben.

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