Endlich Sommer

Wie schön, wenn die Schiffe aus dem Hafen segeln

Wie schön, wenn die Schiffe aus dem Hafen segeln

Wir erwachen mit einer Sonne, die aus allen Kopflöchern scheint. Der Wind, der gestern noch kräftig aus WNW blies, ist abgeflaut und es ist angesagt, dass er weiter abflauen wird. Höchstwahrscheinlich wird sich Thermik entwickeln.

Unter der Fehmarnsundbrücke

Unter der Fehmarnsundbrücke

Im Hafen entsteht ein Wettbewerb um den besten Ableger unter Segeln. Das haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Wir können leider nicht mitmachen, da wir auflandig an der Pier liegen – schade eigentlich.

Die Johanna tuckert an uns vorbei

Die Johanna tuckert an uns vorbei

Dafür setzen wir kurz vor dem Hafen die Segel und laufen in Richtung Fehmarnsundbrücke. Glücklicherweise geht so gut wie kein Strom, denn der Wind geht tatsächlich immer weiter schlafen. So treiben wir mit 1,5 kn vor dem Wind durch den Sund. Der Wind scheint wirklich thermisch zu sein, da er anfängt zu drehen, als wir das Fahrwasser auf der Ostseite verlassen. Nun fällt er von S ein und weht wieder in Richtung Fehmarn. Höchstwahrscheinlich könnte man die Insel umsegeln, ohne die Segel zu schiften.

Klaus übt Astronavigation

Klaus übt Astronavigation

Bei diesen Verhältnissen werden wir von Fehmarn nicht weit weg kommen und wir beschließen, nach Burgtiefe zu segeln, aber erst wollen wir noch bis Staberhuk und dann zurück. Im Hafen ist es bei der Wärme bestimmt unerträglich.

Nun sitzen wir im Café Sorgenfrei und geniessen den Sonnenuntergang.

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Freiflug nach Fehmarn

Begegnung mit der Finnland  Fähre Victoria Seaways

Begegnung mit der Finnland Fähre Victoria Seaways

Wie in guten alten Zeiten: In Marstal gibt es keinen Automaten für Hafengeld und Duschen, sondern es kommt ein Hafenmeister aus Fleisch und Blut, der auf Deck klopft. Dies allerdings morgens um kurz vor 7:00 Uhr und wir sind noch nicht wach.

Lorrikeet in Orth

Lorrikeet in Orth

Nach dem Frühstück bereiten wir noch unsere Genua 3 vor und verlassen Marstal. Marstal hat den Vor- und Nachteil, dass es sehr geschützt liegt und man den Wind gerne unterschätzt. Also haben auch wir, obwohl NW 4-5 angesagt sind, das Großsegel zunächst ungerefft oben. An der Ansteuerung haben wir aber gemerkt, dass dies zuviel ist. In Böen sind es 6 Bft und wir stecken ein Reff ein. Mit 6 bis 7 Knt geht es in Richtung Fehmarn.

Coole Schafe

Coole Schafe

Als wir den Kiel-Ostsee-Weg kreuzen, kommen wir nach AIS mit einer Fähre von Finnland nach Kiel in die Quere. Ein Anruf über Funk klärt die Situation. `Keep your course and speed´ Er hat uns offensichtlich auch auf dem Schirm und geht dicht hinter uns durch. Ohne Funk hätten wir uns das nicht getraut. Mit gleichem Speed landen wir am Ende in Orth auf Fehmarn an der Pier beim Piraten-Nest.

Die 'Passion Puppets' geben ein Konzert in Orth

Die ‚Passion Puppets‘ geben ein Konzert in Orth

Irgendwie hat Orth immer wieder eine eigene Atmosphäre. Wir besuchen noch die Schafe auf dem Deich und sehen den Kite-Surfern zu und wie es sich gehört für unsere Ankunft in Deutschland gibt es ein Rock-Konzert am Hafen.

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Auf nach Marstal

Von Ballen wollen wir nun in einen Hafen, von dem wir direkt nach Fehmarn segeln können. Der Seewetter Bericht sagt im Trend wieder stärkere Winde aus WNW voraus. Für heute ist uns zudem Gewitter in Aussicht gestellt worden. Da kommt nur Marstal in Frage.

Dieser Hafen weckt in Klaus zudem viele Kindheitserinnerungen. Mit den Eltern war er unzählige Male in diesem Hafen und es war nie langweilig.

Zwischen den Inseln verkehren nicht nur die Fähren sondern auch andere Service Schiffe. Dieses hochwichtig tuende Boot sieht mit dem ganzen Fendergebamsel doch irgendwie lächerlich aus...

Zwischen den Inseln verkehren nicht nur die Fähren sondern auch andere Service Schiffe. Dieses hochwichtig tuende Boot sieht mit dem ganzen Fendergebamsel doch irgendwie lächerlich aus…

Der Weg führt von Ballen aus durch ziemlich enge Fahrwasser, die beidseitig sehr flach werden. Früher hat man nur mit Karten und abzählen der Tonnen navigiert. Heute mit einem ordentlichen Kartenplotter ist das ganz einfach und man weiß immer wo man steht.

Der Wind ist mit der Genua gerade gut, leider gehen aber mehrere Schauer über uns weg. Ein Gewitter bekommen wir aber nicht.

Nach dem Abendessen packen wir unser Schlauchboot aus, um auf die andere Seite zur alten Kalkbrennerei zu rudern. In der Erinnerung lag vor der Steinmauer nur ein schmaler Dünenstreifen. Heute erstreckt sich dort ein breiter Streifen mit Feuchtgebiet.

An unserem Schlauchboot stellen wir fest, dass nach 25 Jahren die Verklebungen der Heckplatte repariert werden müssen. Ansonsten ist unser Hochzeitsgeschenk von damals immer noch gut in Schuss.

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Anbaden

Die letzte Nacht war zu Beginn etwas unruhig. Der Wind hatte auf Nord gedreht und an unserem Ankerplatz baute sich eine leichte Welle auf. Lorrikeet setzte vor Anker teils laut in die See ein. Glücklicherweise legte sich über Nacht der Wind wieder, so dass es dann doch einigermaßen ruhig wurde. Am offiziellen Ankerplatz am Nordende des Fjord wäre es vermutlich ruhiger gewesen.

Heute morgen um 5:20 Uhr war ich zum ersten Mal wach, als die Sonne strahlend schön ins Schiff leuchtete. Ich bin aus der Koje geklettert, um das Ankerlicht zu löschen. Habe dann aber beschlossen, dass es mir doch noch etwas zu früh ist und bin wieder zurück in den warmen Schlafsack gekrochen.

Markierungen einer Kabeltrasse auf der Insel Lyö

Markierungen einer Kabeltrasse auf der Insel Lyö

Nach dem Frühstück im Cockpit gehen wir unter Segeln Anker auf. Diesmal klappt alles reibungslos. Der Wind kommt immer noch aus Nord, aber nur schwach. Als wir den Helnæs Nørrefjord verlassen, dreht er plötzlich auf West und nimmt auf 3-4 Bft zu. Gut, dass wir kein größeres Vorsegel gesetzt hatten. Die Windrichtung bleibt den Rest des Tages so, aber die Windstärke ändert sich immer mal wieder.

Begegnung mit einem seltsamen Schiff vor Faborg - ein Kabelleger?

Begegnung mit einem seltsamen Schiff vor Faborg – ein Kabelleger?

Wir laufen in die Dänische Südsee, dem Seegebiet südlich von Fünen, wo es jede Menge kleine Inseln gibt. Es ist viel los, aber die meisten Segler motoren. Wir bleiben wieder bei unseren Segeln und werden von zwei Schweinswalen belohnt, die nur wenige Meter hinter unserem Heck auftauchen.

Turnübungen auf dem Badesteg von Ballen

Turnübungen auf dem Badesteg von Ballen

Gegen 16 Uhr steuern wir Ballen an, einen kleinen Hafen an der Südküste von Fünen. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Yacht wurde er neben etlichen anderen kleinen Häfen und Anlegern besonders gelobt. Es ist ein niedlicher kleiner Hafen mit nur einfachen aber völlig ausreichenden Anlagen. Direkt neben dem Hafen gibt es einen kleinen Badestrand mit Steg. Nach einem Spaziergang baden wir hier endlich an. Bei 17°C Wassertemperatur und 14°C Lufttemperatur im Schatten (glücklicherweise scheint die Sonne…) fällt das Bad nur kurz aus.

Abends sitzen wir wieder eingemummelt in unsere dicken Wollpullover mit einer zusätzlichen Wolldecke im Cockpit.

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Vor Anker

Der Leuchtturm auf Helnaes

Der Leuchtturm auf Helnaes

Von Assens sind wir heute bei einem mittleren WNW gestartet. Also gewöhnen wir unser Großsegel einmal wieder daran, dass es auch gebraucht wird.

Auf dem Rückweg werden wir möglichst Häfen oder Ankerbuchten anlaufen, die wir noch nicht kennen. Heute Nacht wollen wir hinter Helnæs vor Anker gehen. Es sieht auf der Seekarte nach einer ruhigen Ankerbucht aus.

Der verklemmte Ankerball

Der verklemmte Ankerball

In Böen erreicht der Wind aus W dann aber doch wieder 4 Bft, so dass wir beim Einlaufen in den Helnæs Nørrrefjord doch lieber noch ein Reff einstecken. Im Schutz des Waldes bergen wir die Segel und laufen mit der Restfahrt in den Anker Bereich. Eigentlich ein vorbildliches Ankermanöver ohne Motor.

Klaus versucht 16°C Wassertemperatur zu genießen...

Klaus versucht 16°C Wassertemperatur zu genießen…

Am Anker haben wir noch einen Ball mit 6m Leine befestigt. Die Leine vertörnt sich leider mit dem Ruder, so dass Klaus noch einmal ins Wasser muss, um zu klarieren. Das Wasser hat noch immer nur 16°C, aber dafür ist ja ein Neopren-Anzug, eine Maske und Schnorchel an Bord. Wenn man schon im Wasser ist, können die anderen Stellen wie Sum-Log, Propeller und Auflagen von den Bratzen auf Bewuchs kontrolliert werden. Alles ist frei von Bewuchs und Seepocken. offensichtlich haben wir dieses Jahr Lorrikeet zur richtigen Zeit ordentlich bewegt.

Ohne Sonnenuntergangsbild ist doch solch ein Blog nicht vollständig

Ohne Sonnenuntergangsbild ist doch solch ein Blog nicht vollständig

Gegen 23:00 dreht der Wind und wir schaukeln in kurzen Katzenpfoten aus N. Hoffentlich hält das nicht die ganze Nacht über an.

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