An den Gewittern vorbei

Ja, ja, der Wetterbericht…

Wir stehen früh auf, um mit dem südlichen Wind in Richtung Kühlungsborn zu segeln. Der Seewetterbericht sagt für Mittag eine Wind Änderung von SO auf NW vorher. Späten Nachmittag soll es dann Gewitter geben.

Bis kurz vor Rerik segeln wir noch mit südlichen Winden, die aber immer schwächer werden. In der Flaute gibt es aber unsere erste Schweinswal Sichtung. Es sind zwei ausgewachsene Tiere. Hier haben wir noch nie Schweinswale gesichtet.

Zwei Fähren laufen in die Warnow ein

Zwei Fähren laufen in die Warnow ein

Plötzlich kommt von NW ein Brisenstrich über die Ostsee und die Segel wechseln die Seite. Gleichzeitig ist es enorm schwül und wir prüfen, ob sich über Land bereits Gewitter gebildet haben.

Die Karte von Blids.de zeigt erste Gewitterzellen in einer Linie Köln-Hannover-Berlin. Also geht es weiter in Richtung Kühlungsborn. An der Buk-Spitze entscheiden wir Kurs auf Warnemünde zu nehmen, da die nächsten Tage günstig für eine Tour Richtung Rügen sind.

Kurz vor Warnemünde fangen die Wolken an, sich über Land aufzutürmen. Auch die Karte von Blids.de zeigt jetzt Blitze südlich Rostock, aber wir sind gleich da.

Die Ostmole

Die Ostmole

Im Hafen ‚Hohe Düne‘ beobachten wir aber, dass die Gewitterfront in Richtung NO an uns vorbeizieht. Also hat der Wetterbericht recht gehabt und wir Glück, dass die Front an uns vorbeigegangen ist.

Wir nutzen gleich mal wieder den Badestrand östlich vom Hafen, um eine Runde Schwimmen zu gehen.

Die Sonne verabschiedet sich als wunderschöner großer knallroter Ball und wir genießen im Hafenlokal ein Gläschen Rotwein.

Veröffentlicht unter Logbuch, Sommertour 2018 | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar

Endlich Urlaub

Der Jahresbeginn war nicht so toll für uns, aber Lorrikeet liegt seit April im Wasser und wartet darauf, etwas intensiver genutzt zu werden.

Der Strand ist doch vom Wasser aus am Schönsten bei dem Wetter

Der Strand ist doch vom Wasser aus am Schönsten bei dem Wetter

Bereits letztes Wochenende haben wir sie vorbereitet. Also besteigen wir heute morgen den Zug und machen uns auf den Weg nach Wismar. Die Sonne scheint wieder aus allen Knopflöchern und es weht ein schöner Wind aus NNW. Wir gehen noch kurz Obst, Gemüse und Getränke kaufen und verlassen gegen 14:15 den Hafen.

Auch die Kamera wird gleich mal auf Wasserfestigkeit getestet

Auch die Kamera wird gleich mal auf Wasserfestigkeit getestet

Da wir doch sehr spät losgekommen sind, laufen wir Timmendorf auf Poel an. Eigentlich ist das sowieso immer unser Starthafen und wir beschließen, den Urlaub mit anbaden am Poeler Strand zu beginnen. 

Ausruhen nach dem anstrengenden Bad

Ausruhen nach dem anstrengenden Bad

Die Wetterlage für die nächsten zwei Wochen verheißt mit wenigen Unterbrechungen Sonne und Wind. 

Am Strand liegen wir sonst nicht so häufig, aber die Perspektive ist interessant...

Am Strand liegen wir sonst nicht so häufig, aber die Perspektive ist interessant…

Also beste Voraussetzungen für eine schöne Sommertour.

Veröffentlicht unter Logbuch, Sommertour 2018 | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

Für Lorrikeet benötigt man keinen Führerschein mehr!

Mit entsetzen habe ich gerade auf Yacht Online einen Artikel gelesen, nachdem das Führen unserer Lorrikeet keinen Führerschein mehr erfordert.

http://www.yacht.de/fuehrerschein-spezial-schein-und-sein/a109019.html

Unsere Lorrikeet mißt 12m Länge, etwa 6t Gewicht, hat einen sehr spitzen Bug und beschleunigt unter Motor (14PS) auf etwa 5,5 Knt, aber kann ohne Führerschein geführt werden. Unter Segeln ist sie noch deutlich schneller, aber dies wird eh nicht durch bisherige Führerscheinvorschriften abgedeckt.

Wenn ich mir vorstelle, dass eine Crew ohne Ausbildung und Erfahrung mit diesem Geschoss in einen Hafen einläuft, wird mir ganz anders. Ich glaube zwar nicht, dass ein Anfänger auf die Idee kommen würde eine Yacht wie unsere Lorrikeet sich für die ersten Versuche mit einem Sportboot auszusuchen, aber es zeigt wie verquer alle diese Verordnungen sind.

Ich habe die stille Hoffnung, dass die Vercharterer im eigenen Interesse darauf achten werden, dass es solche Auswüchse nicht gibt.

Veröffentlicht unter Logbuch | Schreib einen Kommentar

Letzte Etappe durch den Regen

Nun haben wir noch 8 sm bis Wismar. Angesagt sind weiterhin gewittrige Schauer. Als wir ablegen, fängt es noch beim Ableger an zu regnen. Draußen schüttet es dann so, dass das Wasser in Sturzbächen am Großsegel herunterläuft und sich sogar zwischen den einzelnen Lagen des Großsegels sammelt. Sehen können wir fast nichts mehr. Eigentlich kenne ich die Wismarer Bucht wie meine sprichwörtliche Westentasche, aber jetzt brauche auch ich eine Kursangabe. Dabei hilft der Plotter sehr.

Der Wind hat auf SW gedreht und weht im Schauer mit 4-5 Bft. Glücklicherweise ist es nur ein Schauer. Als wir in Wismar im Hafen sind, kommt sogar die Sonne wieder raus und wir nutzen die Chance, um alles wieder zu trocknen.

Im Hafen wird gerade eine neue Folge von „Soko Wismar“ gedreht. Vielleicht ist also unser Tourende demnächst im Fernsehen zu sehen. Ihr könnt ja mal schauen, ob Ihr dort ein Schiff seht, dass wie eine schwimmende Wäscheleine aussieht…

Fazit:

  • 318 sm zurückgelegte Strecke
    davon ca. 5 sm motort, sonst nur gesegelt
  • keine Strandspaziergänge
  • 2 Aquarien besucht
  • 2 Museem besucht
  • 2mal Fahrräder ausgeliehen
  • 2mal Kuchen gebacken
  • 1mal geschwommen
  • 1mal geankert
  • 4 Hafentage
  • 2 Tage Dauerregen
  • 1 Tag Nebel

 

 

Veröffentlicht unter Logbuch, Sommertour 2017 | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

Regen, Regen, Regen

Für heute und morgen sind gewittrige Schauer angesagt. Der DWD warnt mal wieder vor Böen der Windstärke 8, aber kommen die nun wirklich und was ist mit den Gewittern? Der Wind kommt aus der richtigen Richtung und weht bislang nur mit 3 Windstärken aus Ost. Wir befragen den Blitzinformationsdienst und sehen nur nach Osten abziehende Gewitter an der polnischen Grenze. Also wohl falscher Alarm und Zeit, loszusegeln.

Einer muss ja steuern...

Einer muss ja steuern…

Vorsichtshalber setzen wir nur die kleine Genua. Die hat noch viel Salz an sich gehabt, als wir sie das letzte Mal zusammengelegt haben. Sie könnte noch eine Wäsche mit Regenwasser vertragen. Als wir Großenbrode querab haben, meldet  sich Trave Traffic mit der Wetterlage: „Wind: Stille“. Aus der Richtung zieht eine dunkle Wand hoch. Windstille können wir genauso wenig gebrauchen wie Böen von 8 Bft. Glücklicherweise haben wir hier draußen noch so viel Mobilfunknetz, dass wir den Blitzinformationsdienst noch einmal befragen können. Aber nach wie vor steckt in der dunklen Wand kein Gewitter, also segeln wir weiter und ziehen uns wetterfest an.

Blick durch das Sprayhood

Blick durch das Sprayhood

Es fängt an zu regnen und hört vor halb neun abends nicht wieder auf. Als wir in Timmendorf einlaufen, ist kein Mensch zu sehen. Alles hat sich verkrochen. Als der Regen dann abends aufhört, kommen plötzlich alle Menschen hervor, um sich die Beine zu vertreten. Wir versuchen, im Restaurant noch ein Bier zu bekommen, aber sie haben schon sauber gemacht und wollen nicht mehr. Alle anderen Lokalitäten sind bereits verrammelt. Das ist ja schlimmer als in Dänemark!

Veröffentlicht unter Logbuch, Sommertour 2017 | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar