Hiddensee ist anders

Shuttle-Service am Fähranleger in Kloster

Shuttle-Service am Fähranleger in Kloster

Da der Winddreher auf östliche Winde erst für morgen angesagt ist, bleiben wir einen weiteren Tag auf Hiddensee.

Schnellstraße auf Hiddensee

Schnellstraße auf Hiddensee

Zunächst wandern wir von Vitte nach Kloster. In den letzten Jahren hat man auch hier den Hafen um eine Marina erweitert. Im Ort stolpern wir dann über einen Fahrradverleih, der ein für uns passendes Angebot hat. In Kloster ausleihen und in Vitte zurückgeben. Also schwingen wir uns auf die Räder und erkunden die gesamte Insel. Zu Fuß ist dieses an einem Tag nur schwer zu machen.

Parkplatz auf Hiddensee

Parkplatz auf Hiddensee

Aber jetzt mal zu den Verkehrsmitteln: Es gibt, mit wenigen Ausnahmen auf Hiddensee keine Autos und LKW‘s. Somit bekommen einige Wörter hier ganz andere Bedeutungen: Straßen, Tankstellen, Omnibus, Lasttaxi.

Ende der Ausbaustrecke auf Hiddensee

Ende der Ausbaustrecke auf Hiddensee

Wir radeln die Straße entlang bis nach Neuendorf und genehmigen uns dort erst einmal zur Stärkung ein Fischbrötchen (das Doping des Nordens). Auf der „Straßenkarte“ sehen wir, dass man noch bis zu Leuchturm Gellen kommt. Da der Wind letzte Nacht gedreht hat, hoffen wir, dass die Feuerquallenplage sich auch gegeben hat und tatsächlich ist der Strand dort frei und das Wasser heute auch wesentlich wärmer.

Tankstelle auf Hiddensee

Tankstelle auf Hiddensee

Nachdem wir abends in Vitte die Räder zurückgegeben haben, gehen wir in dem urigen Garten-Restaurant „Buhne XI“ essen. Da wir natürlich nicht reserviert haben, werden wir an einen halb besetzten Tisch dazu gesetzt.

Linienbus auf Hiddensee

Linienbus auf Hiddensee

Als die Gäste an unserem Tisch gehen, kommen zwei Herren und zwei Damen ohne Reservierung in den Garten, von denen einer Petra bekannt vorkommt. Sie werden zu uns an den Tisch gesetzt. Es stellt sich heraus, dass es ein Arbeitskollege von vor 20 Jahren ist. Die Überraschung und Freude ist groß.

Der Mond geht auf über dem Bodden

Der Mond geht auf über dem Bodden

Der Abend wird lang und endet mit einem Besuch bei uns an Bord, wo wir dann noch den Mondaufgang bewundern können.

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Die Jasmunder Kreidefelsen von See

Blick auf die Kreidefelsen von See

Blick auf die Kreidefelsen von See

Nachdem wir gestern die Kreideküste erwandert haben, machen wir heute den Schlag außen herum.

Offensichtlich sind wir nicht allein. Der starke Wind hatte einige Segler im Hafen festgehalten und gegen 8:00 Uhr gibt es die große Auslaufparade.

Hoch am Wind geht es an den Felsen vorbei

Hoch am Wind geht es an den Felsen vorbei

In der aufsteigenden Sonne verzieht sich langsam die leichte Bewölkung und die Kreidefelsen stahlen. Von See läuft immer noch die alte Dünung, so das wir ab Lohme mächtig durchgerollt werden.

Der Königsstuhl von See aus

Der Königsstuhl von See aus

Der Wetterbericht hat für den Abend den Durchzug einer Gewitterfront angesagt. Deshalb heißt unser Ziel Vitte auf Hiddensee, das wir gegen 16:00 Uhr bei herrlichstem Wetter erreichen. Von Gewitter noch keine Spur. Allerdings kann man bei Blids.de bereits die Front ausmachen. Sie liegt noch bei Hamburg.

Der Strand von Hiddensee

Der Strand von Hiddensee

Wir wollen noch einmal Baden. Allerdings haben die Wetterverhältnisse der letzten Wochen den Strand von Hiddensee mit Feuerquallen übersäht. Also bleibt es bei einem Abkühlen der Füße an einer Stelle, wo nicht so viele Quallen sind.

Gegen 20:00 Uhr zieht dann die Front mit einigen kräftigen Böen und wenig Regen über uns hinweg.

Schwarze Wolken über dem Hafen von Vitte

Schwarze Wolken über dem Hafen von Vitte

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Eine Wanderung an der Jasmunder Kreideküste

Zur Freude der Möven ist die Seebrücke von Sassnitz gesperrt

Zur Freude der Möven ist die Seebrücke von Sassnitz gesperrt

Heute bleibt Lorrikeet im Hafen. Wir wollen uns die Kreideküste von Rügen anschauen. Außerdem ist ein kräftiger bis stürmischer Wind aus ONO angesagt, gegen den wir nicht ankreuzen wollen.

Unten vor den Kreidefelsen versammeln sich die Schwäne

Unten vor den Kreidefelsen versammeln sich die Schwäne

Also schlafen wir erst einmal aus und machen uns dann auf den Weg. Man gibt uns in der Tourismus Information zu verstehen, dass wir auf jeden Fall den Hochweg nehmen sollen und nicht unten am Ufer. Dort herrsche Lebensgefahr, da viele Stellen der Küste absturzgefährdet seien. Wir haben sowieso vor, oben durch den Küstenbuchenwald zu gehen, der mittlerweile ein Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist.

Die Bäume versuchen sich verzweifelt an die Klippen zu klammern

Die Bäume versuchen sich verzweifelt an die Klippen zu klammern

Mitten im Wald hat man vor Kurzem ein Besucherzenrum mit Café eingerichtet, wobei der Schwerpunkt ganz klar auf Café liegt. Die Info-Tafeln im angrenzenden Raum sind sehr dürftig. Da haben wir schon Besseres gesehen.

Blick auf den Königsstuhl

Blick auf den Königsstuhl

Nach einer Stärkung im Café wandern wir weiter Richtung Königsstuhl. Der Buchenwald ist eine wundervolle Landschaft. Er bietet Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung und läst aber einen angenehmen Wind durch. Den Hochweg muss man sich als ein stetiges auf und ab vorstellen. Hier können wir einmal unsere Kondition ausprobieren. Die Pumpen laufen wieder rund und das ist gut so.

Petra bewundert eine alte Buche

Petra bewundert eine alte Buche

Am Königsstuhl besuchen wir das Nationalparkzentrum. Hier waren wir schon vor Jahren und die Ausstellung hat sich nicht groß verändert. Leider sind so einige technische Einrichtungen ein wenig in die Jahre gekommen. Trotzdem ist es immer noch eine interessante Ausstellung. Von dort fahren wir mit dem Bus zurück nach Sassnitz.

Mondfinsternis

Mondfinsternis

Abends ist Mondfinsternis angekündigt und in Alt-Sassnitz hat man ein kleines Volksfest daraus gemacht. Wir schauen uns den Trubel an und ziehen uns mit einem Kaltgetränk, Kameras und Stativ auf die Mole zurück. Hier hat man mehr Ruhe für gute Fotos. Leider haben wir nur unsere kleinen Kameras dabei.

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Sassnitz

Ableger unter Segeln im Hafen von Thiessow

Ableger unter Segeln im Hafen von Thiessow

Heute wollen wir den Bodden verlassen. Wieder haben wir morgens Flaute. Also heißt es, auf den Seewind warten.

Morgens haben auf dem Hafengelände viele Buden und Stände aufgemacht. Es ist Rügen-Markt. Das Angebot ist gemischt. Lebensmittel, Handwerkliches und für den direkten Verzehr. Wir machen erst einmal einen Bummel über den Markt und decken uns noch mit einigen brauchbaren Dingen ein.

Zahlreiche Bagger heben im Greifswalder Bodden den Graben für die Pipeline Nord-Stream 2 aus

Zahlreiche Bagger heben im Greifswalder Bodden den Graben für die Pipeline Nord-Stream 2 aus

Dann legen wir unter Genua ab. Ein kleiner Spitzgatter mit Gaffel hatte es vorgemacht. Da können wir natürlich nicht hinter zurück stehen. Auch das Auslaufen durch die Rinne ist heute unproblematisch. Wir wissen ja nun, wo es flach ist.

Die eindrucksvolle Fußgängerbrücke vom alten Sassnitzer Fährterminal  hoch zur Innenstadt

Die eindrucksvolle Fußgängerbrücke vom alten Sassnitzer Fährterminal hoch zur Innenstadt

Draußen setzen wir dann noch das Großsegel und schießen los. Bei Wind aus ONO müssen wir natürlich durch das Landtief kreuzen, aber bei der Wärme ist es angenehm, hoch am Wind zu segeln. Im Landtief können wir die Bauarbeiten zur Nord-Stream 2 beobachten. Laut Internet ist man im Zeitplan und geht von einer Inbetriebnahme in 2019 aus. Es ist eben kein BER oder Stuttgarter Bahnhof.

Blick von der Brücke über den Hafen in Sassnitz

Blick von der Brücke über den Hafen in Sassnitz

Späten Nachmittag laufen wir dann in Sassnitz ein.

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Erkundungen im Greifswalder Bodden

Bereits frühmorgens verlassen völlig überladene Flüchtlingsschiffe das sonnenverbrannte Land

Bereits frühmorgens verlassen völlig überladene Flüchtlingsschiffe das sonnenverbrannte Land

Auch heute hält sich das Wetter an die Spielregeln. Die Sonne scheint von Morgens bis Abends. Morgens ist der Wind sehr flau und gegen 10:00 fängt die Thermik an, ihr eigenes Windsystem zu entwickeln.

Wir nutzen also den Vormittag, um ein wenig Wäsche zu waschen. Danach laufen wir aus.

Algenblüte im Greifswalder Bodden

Algenblüte im Greifswalder Bodden

Die letzten Male haben wir uns im Greifswalder Bodden auf der Südseite gehalten. Deshalb wollen wir jetzt die Rügenseite erkunden.

Leider sind hier einige Häfen zu flach für unsere Lorrikeet. Wir segeln bei herrlichem Wind in den Bodden und kreuzen Richtung Thiessow.

Fischerboote auf dem Zicker See. Man versucht hier, die traditionelle kleine Küstenfischerei zu erhalten.

Fischerboote auf dem Zicker See. Man versucht hier, die traditionelle kleine Küstenfischerei zu erhalten.

Das letzte Stück machen wir mit Motor. An der engsten Stelle in den Zicker See haben wir Grundberührung. Es macht nichts, da wir gleich wieder freikommen. Das betonte Fahrwasser geht eben doch nicht gerade in den See, sondern man muss einen kleinen Nordbogen fahren.

Die herrlich unaufgeregte Strandpromenade von Thiessow

Die herrlich unaufgeregte Strandpromenade von Thiessow

Thiessow ist ein ganz einfacher Hafen, der aber seine versteckten Qualitäten hat. Wenn man quer durch den Wald geht, ist man schnell an einem wunderbaren Strand. Wir nutzen die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Bad in der Ostsee und beschließen den Abend mit einem kühlen Bier mit Blick auf die Greifswalder Oie. Nur die Mücken zwingen uns dann irgendwann zur Flucht.

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