Vor Fock im Flug von Borgholm nach Kalmar

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage sagt keine große Änderung der Windrichtung an. Wir haben bereits gestern Abend die Genua II herunter genommen und die Fock I angeschlagen. Wir verlassen, nachdem der Wind am späten Nachmittag etwas auf 4-5 Bft abgeflaut hat, den Hafen. 

Es reicht die Fock, um Lorrikeet wieder auf Speed zu bringen. Der Wind nimmt auch wieder auf 6 Bft zu und eine kurze Steile See läuft von achtern auf. Gegen diese See möchte man nicht anlaufen müssen. Wir kommen vor dem Wind aber gut voran und erreichen frühen Nachmittag Kalmar.

Ansteuerungsleuchtfeuer vor Kalmar

Ansteuerungsleuchtfeuer vor Kalmar

Lorrikeet sicher in Kalmar

Lorrikeet sicher in Kalmar

Im Hafen liegen wir sehr geschützt zwischen einem Einkaufzentrum und dem Neubau der Linné-Universität. Auch die Serviceeinrichtungen für die Segler ist gut. Nicht weit vom Hafen entfernt befindet sich die Innenstadt mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Kneipen, die auch geöffnet haben. Der Bahnhof von Kalmar befindet sich direkt am Hafen. Also ein guter Ort, um einen Crew Wechsel durchzuführen.

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Fahrradtour von Mörbylånga zur Ostküste Ödlands und zurück

Nach etwas Regen in der Nacht ist es heute morgen trocken, aber der Wind weht frisch aus NW. Wir entscheiden uns einen weiteren Tag in Borgholm liegen zu bleiben und die Insel per ÖPNV und Fahrrad zu erkunden. 

Allerdings muss man um in den Süden von Öland zu kommen erst einmal mit dem Bus nach Kalmar zum Umsteigen fahren und dann weiter mit einem anderen Bus. Für unsere Faltrräder haben wir vorsichtshalber die Schutztaschen mitgenommen, da wir nicht wissen, ob die Schweden das Konzept von Falträdern als Gepäck kennen. 

Es stellt sich richtig heraus, da das Gepäck in die Fächer der Reisebusse muss, die hier auf der Linie fahren. Auf dem Weg nach Kalmar teilen wir uns den Bus mit den Schülern. Wir versuchen noch einen Rufbus bis zur Südspitze Ölands zu organisieren, aber scheitern, da man dies mindesten 2 Stunden im voraus machen muss. ÖPNV auf Öland ist nicht sehr ausgeprägt.

Stärkung im Kultur Café

Stärkung im Kultur Café

Auch Mörbylånga hat seine Ameisengang

Auch Mörbylånga hat seine Ameisengang

Wir fahren von Kalmar zurück nach Öland bis nach Mörbylånga, wo die Buslinie endet.  Auch dieser Ort ist noch im Winterschlaf, aber wir finden ein Kultur-Café, in dem wir uns ein wenig stärken können. 

 

 

Die Crew im Naturschutzgebiet

Die Crew im Naturschutzgebiet

Wir wollen mit den Fahrrädern einmal quer über die Insel fahren und dann wieder zurück. Nachdem wir den landwirtschaftlichen Küstenstreifen hinter uns gelassen haben, radeln wir durch eine tundraartige Landschaft, die ein großes Naturschutz gebiet im südlichen Teil von Öland bildet. Obwohl wir und auf der Straße bewegen hält sich der Verkehr sehr in Grenzen.

Der Vogel-Beobachtungsshop

Der Vogel-Beobachtungsshop

In der Mitte kommt man zu einem Seengebiet, wo viele Vögel auf ihrer Wanderung wandern. Es ist ein beliebter Ort für Vogelbeobachter. Auf dem östlichen Küstenstreifen, der auch wieder landwirtschaftlich geprägt ist, kommen wir zu einem Krog, der nicht geöffnet hat, aber der angrenzende Laden für Vogelbeobachtungsequipment hat auf und wird auch reichlich genutzt.

 

Die Crew an der Ostküste von Öland

Die Crew an der Ostküste von Öland

Schäre vor der Ostküste von Öland

Schäre vor der Ostküste von Öland

Wir gönnen uns zur Stärkung ein Eis und radeln weiter zu einem Campingplatz, der direkt an der Ostküste liegt. Man kann hier zwar schon campen, aber der Laden und das kleine Bistro sind noch geschlossen. Dafür kann man einige Vogelfreunde , die wir vorher in dem Vogelbeobachtungsladen gesehen haben, dabei beobachten, wie sie die neu erstandenen Ferngläser und Kameraobjektive an den örtlichen Vögeln und Insekten erproben.

Wir schwingen uns wieder auf die Räder und fahren über die Insel zurück nach Mörbylånga. Da der Bus bald fährt begeben wir uns gleich zur Haltestelle, da der nächste 2 Stunden später fährt. Auch in Kalmar bleiben wir am Busbahnhof und nehmen den Bus nach Borgholm. 

Der Magen hängt uns mittlerweile in den Knien, aber in Borgholm finden wir am Marktplatz ein Restaurant, dass uns gut versorgt. 

Abendunwetter über Borgholm

Abendunwetter über Borgholm

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Zu Gast bei König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia

Lorrikeet in der Sonne

Lorrikeet in der Sonne

Der Wind für Heute ist mit NNO angesagt und damit ungeeignet für die Weiterfahrt nach Norden. Wir holen die Fahrräder aus dem Schapp und erkunden die Gegend.

Bei Borgholm gibt es eine alte Burgruine und ein Schloss mit einem sehr gepflegten Garten. Dies ist übrigens die Sommerresidenz des schwedischen Königshauses.

Die Fahrradstation von Borgholm

Die Fahrradstation von Borgholm

Wir schwingen uns auf die Räder und stellen fest, dass die Räder noch etwas Luft benötigen. Bereits in Trelleborg hatten wir einmal Luft aufgefüllt, aber nicht genug. Am Hafen befindet sich tatsächlich eine Fahrradstation und wir füllen die Reifen gut auf.

Der Weg führt vom Hafen das Ufer zwischen älteren Holzvillen entlang und dann in Naturschutzgebiet. Am Weg „stolpern“ wir über einen Bombenkrater mit Schild aus WWII, der für uns Deutsche zunächst nichts besonderes ist. So etwas gibt es bei uns auf jeder größeren Wiese, aber man muss sich klar machen, das das für die Schweden damals ein großer Schock war. Schweden war in WWII neutral und ein deutsches Flugzeug hatte zwei Bomben in der Nähe des schwedischen Sommerschloss abgeworfen. Bis heute ist der Hintergrund für diesen Bombenabwurf unklar.

Nach etwas Strecke knickt der Weg in Land ab und wir stehen vor dem Café am Sommerschloss der Schweden. Das Café hat noch nicht geöffnet und wir begeben uns erst einmal zum Schloss. Der Garten ist sehr gepflegt und am Eingang werden wir auf Kunstausstellungen im Garten hingewiesen. Vor dem Schloss ist die Auffahrt offen und wir begeben uns in die nähere Umgebung.

Uns fällt nicht auf, dass dort ein Schild mit „Stop“ steht, da wir von einem schwedischen Paar gebeten werden von ihnen ein paar Bilder zu machen. Wundern tun wir uns nur, dass man vom Schloss nicht in den weiteren Garten kommt. Überall hängen Ketten vor den Wegen. So ein König ist ganz schön eingesperrt.

Das Paar, das mit uns zusammen in den Bereich „eingedrungen“ ist bemerkt als erstes den Fehler und macht uns darauf aufmerksam. Es kam kein SWAT-Team und wir nehmen es mit viel Humor.

In der einen Kunstausstellung hat ein Glasbläser-Team wunderbare Objekte in den Gartenbereich integriert. Danach begeben wir uns in den anderen Bereich, wo ein Fotograf amüsante Tierfotos groß abgezogen und auf Tafel ausgestellt hat.

Wir verlassen den Schlossgarten, ohne verhaftet zu werden und holen uns zum Mittag erst einmal einen Tee mit Kuchen. Gut gestärkt geht es dann zur Burgruine Borgholm.

Das Bauwerk ist riesig. Ein Guide, den man sich auf das Mobile laden kann führt gut durch die Zeiten der Erbauung, der Blühte als Renaissance-Burg und später als Ruine. Noch heute werden in der Burg regelmäßig Konzertveranstaltungen durchgeführt. In der jetzigen Vorsaison sind in einigen Bereichen Großfotografien von Lost Places ausgestellt. Ein sehr guter Rahmen.

Danach fahren wir wieder zurück in den Ort und finden tatsächlich ein Restaurant mit gutem Angebot, das auch geöffnet hat.

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Wie weit ist es von Grönhögen nach Borgholm?

Bei der Planung des nächsten Tages haben wir einen Fehler gemacht. Es sah so aus, als wenn es bis Kalmar nur 14 sm und nach Borgholm etwas mehr als 20 sm sind. Wir laufen früh aus, da es in Grönhögen nun wirklich nicht viel zu sehen gibt und auch keine Bäckerei für ein ausgiebiges Frühstück gibt.

Aus See stellen wir fest, dass wir uns um den Faktor 2 vertan haben. Macht nichts, wir nehmen erst einmal Ziel Kalmar. Da ein kräftiger Wind aus Süd weht, segeln wir mit guter Geschwindigkeit von etwa 7 Knoten dahin und sind bereits gegen 13:00 im Fahrwasser des Kalmar Sundes. Nur die notwendige Q-Wende in der doch steilen See vor Einfahrt nach Kalmar gestaltet sich etwas schwierig. Wir müssen etwas mit dem Motor nachhelfen.

Die Entscheidung steht. Es geht weiter!

Lorrikeet an der Großyachtpier

Lorrikeet an der Großyachtpier

Lorrikeet an der Großyachtpier

Lorrikeet an der Großyachtpier

Hinter Kalmar sind wir unter Landschutz und die See ist klein. Gegen 17:00 laufen wir nach Borgholm ein. Ehrlich gesagt wissen wir nicht, um was für einen Ort es sich handelt. Nur ein Sperrgebiet vor einem herrschaftlichen Anwesen lässt uns stutzig werden.

 

Mehrfamilienhaus in Borgholm

Mehrfamilienhaus in Borgholm

Schöne Villa in Borgholms Abendlicht

Schöne Villa in Borgholms Abendlicht

Die Bebauung im Hafen ist sehr mondän. Der Gästehafen wird von einem Hotel betrieben. Aber in der Vorsaison ist der Hafen fast leer und wir machen längsseits an der Pier fest, die eigentlich für die Schiffe größer 46 Fuß vorgesehen sind. Es interessiert niemanden. Die sanitären Anlagen sind bereits im Betrieb, nur die ganzen Bars, Eisdielen und Restaurants im Hafenbereich sind noch geschlossen. In der Stadt finden wir aber wenigstens einen Bäcker mit Cafe der am nächsten Tag offen hat.

Kaltbadeanstalt von Borgholm im Abendlicht

Kaltbadeanstalt von Borgholm im Abendlicht

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Flautenschieben nach Öland

Schlafsack lüften im Hafen von Utklippan

Schlafsack lüften im Hafen von Utklippan

Auslaufen aus Utklippan

Auslaufen aus Utklippan

Am Morgen nach einer sehr ruhigen Nacht verlassen wir Utklippan durch die östliche Ausfahrt. Der Wind ist nahe Null. Beim Auslaufen werden wir von den Robben auf der Nordschäre beobachtet. Die See ist spiegelblank und wir lassen erst einmal den Motor mit 1/2 Kraft laufen. Immerhin laufen wir damit 4 Knoten.

Robbenrudel vor Utklippan

Robbenrudel vor Utklippan

Flautenschieben

Flautenschieben

Nach einiger Zeit kommt etwas Wind aus Ost auf und wir können Segel setzen. Das Glück währt aber nicht lang und wir müssen das letzte Drittel der Tour nach Öland unter Motor fortsetzten.

Wir erreichen Grönhögen an der Südspitze von Öland gerade rechtzeitig. Der Hafenmeister ist noch zum bezahlen da und wir können bei ihm unsere Dieselbestände wieder auffüllen.

Ankunft in Grönhögen

Ankunft in Grönhögen

Die Ameisenbande von Grönhögen

Die Ameisenbande von Grönhögen

Grönhögen ist ein Hafen, der wohl früher einmal kommerziell genutzt wurde. Heute dient er als Stützpunkt für die schwedische Schiffsrettungsgesellschaft und im Sommer als Anlaufpunkt für Sportboote. So früh in der Saison ist auch hier noch nichts los.

Die nächste Sehenswürdigkeit ist wohl das Naturschutzgebiet an der Südspitze von Öland.

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