Heute muss der Motor zeigen, was er kann

Beim Aufstehen kommt der Wind immer noch aus SW, aber nicht mit der Stärke vom Vortag. Wir laufen aus Kristianopel aus und belassen es aber beim Motor. 

Vor dem Hafen frischt der Wind bereits etwas auf und wir halten uns so weit wie möglich unter Land. Das ist gar nicht so einfach, da viele Untiefen nasenförmig Richtung Süden in See reichen. An dem Seegang merkt man sofort, wenn man aus dem Landschutz heraus ist. Deshalb verkneifen wir es uns weiter als bis Sandhamn, dem letzten Hafen vor der Südspitze von Utlängan zu fahren und machen bereits gegen 14:00 dort fest. 

In Torhamn, dem Hafen auf der anderen Seite der Landspitze gibt es wenigstens einen ICA Laden, in dem wir uns mit Lebensmitteln versorgen können. Der Hafenmeister von Sandhamn betreibt nebenbei auch noch einen Boots- und Motorservice. Bei ihm können wir noch 20l Diesel erstehen. Ansonsten sind auch diese beiden Häfen im Winterschlaf.

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Wir versuchen den Sprung nach Süden

Wir sind früh wach und der Wind kommt tatsächlich aus WNW. Allerdings macht die Rezeption mit den Brötchen erst um 9:00 auf. Wir Kochen uns Tee und wollen draussen frühstücken. Der Wind steht so günstig, dass wir einfach Springs und Vorleine lösen können und Lorrikeet in Richtung der Hafeneinfahrt wegklappt. Dann rollen wir die Fock aus und lösen die Achterleine. Der Motor wird zum Ablegen in Darlskär/Bergkvara nicht gebraucht.

Am Ende des Fahrwassers setzen wir noch das Großsegel und setzten unseren Kurs Richtung Südwesten fort. Allerdings währt der schöne Anliegerkurs nicht lange und als wir gegen 11:00 Kristianopel quer ab haben, dreht der Wind schlagartig von WNW auf SW und frischt auf 4 Bft auf. Wir müssen damit rechnen, dass sich jetzt eine kurze ruppige See aufbaut.

Lorrikeet in Kristianopel

Lorrikeet in Kristianopel

Die Hafenpier von Kristianopel

er von Kristianopel

Deshalb drehen wir in das Fahrwasser nach Kristianopel und machen 12:00 an der Pier mit Heckbojen fest. Das Wetter ist eigentlich sehr schön und die Sonne scheint, aber der Wind kommt aus der falschen Richtung. In Kristianopel finden wir zudem einen kleinen Laden, wo wir wenige Sachen kaufen können.

Im Laufe des Nachmittags laufen einige Yachten aus Süden kommend ein. Sie bestätigen die Einschätzung der Seegangsverhältnisse. Bei dem schönen Wetter grillen wir noch zusammen mit einer Crew die erstandenen Grillwürstchen am Hafen. Von dem Skipper erhalten wir endlich die Schiesszeiten in der Hanö-Bucht für Mai 2025.

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Hurra, kein Regen!

Zum Frühstück haben wir wolkenfreien Himmel und es weht ein frischer Wind aus NNO. Wir verlassen Kalmar und setzen nur die Fock I, die immer noch angeschlagen ist. Es ist doch mehr als erwartet und es macht keinen Sinn nach Norden zu gehen. Kurzfristig entscheiden wir einfach etwas nach Süden zu gehen und Petra für den Einstieg umzuleiten.

Gegen halb drei laufen wir in Darlskär/Bergkvara ein. Auch hier ist noch alles im Winterschlaf. Der Hafen wird von dem angrenzenden Campingplatz betreut und Rezeption/Shop/Café haben nur eingeschränkt auf.

Die abendliche Analyse der Wetterentwicklung verspricht leider nichts gutes. Gegen Mittag am nächsten Tag soll der Wind von WNW nach SW drehen, also unserem Weg genau entgegen. Wir hätten weiter Richtung Süden laufen sollen. Auch die Brötchen, die wir für 9:00 beim Campingplatz bestellt haben, kommen viel zu spät.

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Crew Wechsel in Kalmar

Neben dem Hafen und der Innenstadt bietet Kalmar auch noch eine Renaissance-Burg und ein Kunstmuseum, das heute aber leider nicht geöffnet hat. Im Gegensatz zur Ruine in Borgholm ist die Burg in Kalmar voll erhalten geblieben.

In der Burg sind die Räume und die Entwicklung der Stadt Kalmar zu besichtigen. Wie auch bei der Burg von Borgholm hat sich die Burg in Kalmar aus einem einzelnen Wachturm entwickelt und der Komplex hat sich dann zu einer Burg entwickelt. Die Altstadt von Kalmar ist der Burg, die direkt am Sund steht vorgelagert und verfügte über eine eigene Stadtmauer. Die Burg selbst ist in all den Kriegen mit Dänen und Russen nicht erstürmt worden, aber nach Belagerung eingenommen worden.

Am Hafen von Kalmar können wir noch eine Bootswaschanlage besichtigen. Man möchte in Schweden den Weg mit biozidfreien Unterwasseranstrichen einschlagen und hat auch erkannt, dass es dann nicht ohne eine Unterwasserreinigung geht. Die aktuelle Anlage (https://driveinboatwash.com/en) hat aber noch einige Einschränkungen, die besonders bei neueren Booten schwierig werden.

  • max, 1,6m Kieltiefe
  • keine überhängenden Bleibomben
  • Kein Saildrive

Gut einsetzbar ist sie vor allem bei Motorbooten und Segelbooten mit Flossenkiel ohne Saildrive.

Thomas verlässt mich am Samstag und Claus kommt am Sonntag an Bord. Leider ist der Sonntag total verregnet. Auf dem kurzen Weg in die Stadt werden wir kräftig durchgeregnet.

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Vor Fock im Flug von Borgholm nach Kalmar

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage sagt keine große Änderung der Windrichtung an. Wir haben bereits gestern Abend die Genua II herunter genommen und die Fock I angeschlagen. Wir verlassen, nachdem der Wind am späten Nachmittag etwas auf 4-5 Bft abgeflaut hat, den Hafen. 

Es reicht die Fock, um Lorrikeet wieder auf Speed zu bringen. Der Wind nimmt auch wieder auf 6 Bft zu und eine kurze Steile See läuft von achtern auf. Gegen diese See möchte man nicht anlaufen müssen. Wir kommen vor dem Wind aber gut voran und erreichen frühen Nachmittag Kalmar.

Ansteuerungsleuchtfeuer vor Kalmar

Ansteuerungsleuchtfeuer vor Kalmar

Lorrikeet sicher in Kalmar

Lorrikeet sicher in Kalmar

Im Hafen liegen wir sehr geschützt zwischen einem Einkaufzentrum und dem Neubau der Linné-Universität. Auch die Serviceeinrichtungen für die Segler ist gut. Nicht weit vom Hafen entfernt befindet sich die Innenstadt mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Kneipen, die auch geöffnet haben. Der Bahnhof von Kalmar befindet sich direkt am Hafen. Also ein guter Ort, um einen Crew Wechsel durchzuführen.

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