Sie schwimmt!

Leider konnte ich nicht dabei sein, aber aus Schlutup erreichten mich die folgenden Beweisfotos:

Lorrikeet in Schlutup

Käpt’n Knurrhahn II und Lorrikeet in Schlutup

Der kleine Oldtimer daneben dürfte einigen bekannt vorkommen…

Ansonsten ist zum Stand unserer Arbeiten zu sagen, dass sie von unten wohl dicht ist, aber von oben noch an einigen Stellen das Wasser durchtropft. Wie ihr seht, ist der aufgeklebte Name noch keine Schönheit. Wir hoffen, dass das Provisorium nicht so lange hält, wir haben da noch andere Ideen. Auch die Fender haben wir nur ein wenig aufgepustet.

Die Batterien waren leider hinüber, so dass nun Neue an Bord sind. Zusammen mit dem Ladegerät und dem Landanschluss ist das abgesehen von der Installation im Mast auch das Einzige was an der Elektrik überarbeitet ist.

Es bleibt viel zu tun!

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Vorher – nachher: Der Kartentisch

Ich stöbere gerade noch einmal durch unsere Fotos von der Besichtigung am Bodensee und finde ein Foto vom Kartentisch, das sich für einen Vergleich mit dem derzeitigen Zustand nach dem Ölen eignet. Hier ist es:

Der Kartentisch im Februar 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Vergleich nun der Zustand nach dem Ölen:

Der Kartentisch im April 2011 nach dem Ölen

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Das geht ja gar nicht!

So oder ähnlich lautete so mancher Ausspruch, den wir die letzten Tage, die wir am Schiff gearbeitet haben, taten. Schon beim ersten Öffnen der Luke schlug mir leichter Pilzgeruch entgegen. Der hatte auch durchaus seine Ursache, wie wir feststellten. Somit zum ersten, was überhaupt nicht geht:

 

Wasser und Holz

Schon bei der Besichtigung am Bodensee war uns aufgefallen, dass einige Bretter in den Backskisten seltsam aussahen. Diese sind nun mittlerweile komplett herausgeflogen, denn sie waren entsprechend angegammelt. Gestern hat Klaus auch das größte einlaminierte Brett heraus operiert. Es hörte sich an, wie bei einer Zahn-OP. Klaus war komplett in der Backskiste verschwunden, ab und zu tauchte sein Kopf auf. Man hörte es furchtbar knacken und knirschen. Gelegemtlich flog wieder ein Teil über Bord.  Auch unter Deck waren einige Bretter etwas angegangen. Mittlerweile habe ich alle Bretter geschliffen und geölt. Von Öl hatten diese Bretter bislang noch nie etwas geahnt. So sehen sie auch gleich viel ansehnlicher aus.

Für die Backskisten ergeben sich nun zwei Fragen:

  1. Woher kam das Wasser? – Unter Verdacht stehen:
    – die Spiwinschen, da ohne Sikaflex aufgesetzt
    – der Auspuff der Heizung, da so unglücklich angebracht, dass von oben das Regenwasser hineinlaufen kann
    – die Dichtungen an den Backskistendeckeln, da schon ziemlich alt
  2. Bauen wir die Bretter genauso nach – wenn nein, wie wollen wir unsere Dinge mal verstauen?

Wir haben erst einmal eine Tube Sikaflex gekauft und 13m Moosgummidichtung. Den Auspuff der Heizung wollen wir verlegen. Wir haben einen Dieselkocher bestellt und wollen ihn nun an den Dieseltank des Motors mit anhängen und wollen einen zweiten bislang ungenutzten Auspuff des Schiffes nutzen, um dort den Auspuff des Kochers und der Heizung anzuschließen. Dann brauchen wir auch keinen neuen Decksdurchbruch für den Kocher. Donnerstag vormittag soll die Motorwartung stattfinden. Dann werden wir klären, ob das geht.

Ursprünglich hatten wir vor, die Bretter nachzubauen. Mittlerweile finden wir das reichliche Platzangebot in den Backskisten ganz praktisch. Wir müssen nur aufpassen, dass die Dinge, die wir aufbewahren wollen, nicht nach unten durchrutschen. So ganz endgültig sind unsere Pläne noch nicht, aber heute haben wir schon einmal mit den Fendern Maß genommen.

Auf der hinteren Platte saßen ein Laderegler, zwei Steckdosen, mehrere Schalter und ein Sicherungskasten. Somit kommen wir zum zweiten Punkt, der überhaupt nicht geht:

Wasser und Elektroinstallation

Denn in diesen Dingen hat ganz offensichtlich mal Wasser gestanden. Sie sind gemeinsam mit der Platte herausgeflogen, auch an einigen anderen Stellen werden wir uns noch von 240V Installation trennen: In der Steuerbord-Backskiste sitzt noch ein Stecker und auch die Pantry hat eine entsprechende Verkabelung für den Kühlschrank, der längst unter dem Schiff steht.

Wir wollen diese Installation deutlich verschlanken. Vorne unter der Koje liegt ein 240V Stecker an einem Kabel und es ist eine passende Durchführung in den Ankerkasten vorhanden. Dort kann ein Landanschluss angeschlossen werden. Den Laderegler bauen wir neben die Batterie unter die Steuerbordhundekoje und in die Navigationsecke kommt eine Steckdose mit Schalter und Abdeckung, um z.B. mal das Notebook zu laden. Das war’s – mehr brauchen wir nicht. Alles andere fliegt raus.

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Sie ist da!

Auf dem Tieflader

Für heute morgen um sechs war der LKW mit dem Schiff angekündigt, also sind wir gestern abend im Knurrhahn pünktlich in die Koje gekrochen, um uns dann heute morgen kurz nach fünf Uhr gleich von mehreren Weckern wecken zu lassen. Im Waschraum erschrecken wir die Putzfrau. Punkt sechs Uhr sind wir am Kran. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, aber es dämmert bereits. Wer nicht kommt, ist der Tieflader. Wir überbrücken die Wartezeit mit einem heißen Kaffee, den wir freundlicherweise spendiert bekommen.

Ankunft im Morgengrauen

 

Kurz vor sieben wird uns vom Warten langsam richtig kalt, aber dann steht sie plötzlich da! Sie ist kunstvoll verpackt. Der Hallenwagen steht etwas überlappend hinter dem Schiff. Das Ruder ragt hindurch. Der Mast ist eingewickelt an der Seite festgelascht. Er ragt noch über den Tieflader hinaus und ist mit einem umgedrehten Verkehrshütchen und zwei Blinklichtern gesichert. Ihn laden wir als erstes ab und bringen ihn in die Halle.

So passt das nicht!

 

Nun kommt die schwierige Aufgabe, das Schiff bis unter den Kran zu bringen. Die Einfahrt auf das Gelände ist eng und kurvig. Wie soll bloß so ein langer Transport dort hindurch? Es geht schließlich nur, indem wir einen Betonpoller entfernen und damit das Tor noch weiter öffnen. Trotzdem ist es ein Briefmarkenmanöver. Unsere Hochachtung vor dem Fahrer steigt enorm.

Weiter kann er nicht zurücksetzen

 

Auch unter dem Kran ist es nicht ganz einfach, denn der Hallenwagen hinter dem Schiff, macht es schwer, das Schiff unter den Kran zu bekommen. Schließlich wird jeder Zentimeter genutzt und die Spundwand knirscht kräftig. Nun muss Klaus nach oben, um die Gurte vom Kran von oben zu führen. Für den Transport ist die Reling entfernt worden und auf 3 m Höhe ohne Reling auf dem Schiff herumzuklettern ist doch ziemlich beängstigend.

Vom Tieflader wird sie vorsichtig aus dem Hallenwagen gehoben und dann auf einen Bock verfrachtet, der sich glücklicherweise so flexibel einstellen lässt, dass sie ganz wunderbar hinein passt. Der Hallenwagen kommt daneben. Ihn müssen wir wieder zusammenbauen, aber das hat Zeit bis zum Herbst.

Im Kran

Mittlerweile ist es acht Uhr und uns knurrt der Magen, also fahren wir erst einmal in die Bäckerei zum Frühstücken. Langsam merke ich auch, dass ich eigentlich noch müde bin. Am Mast haben wir einige Kratzer festgestellt, also besorgen wir auch noch weißen Lack und ein Arbeitsgerüst, um an die Außenhaut überhaupt anzukommen.

Abladen auf dem Bock

Anschließend geht es ans Auspacken. Wir laden das Auto voll mit Segeln, Leinen, Persenning und den Polsterbezügen, die bei Licht betrachtet nun doch recht dreckig aussehen. Zu Hause verfrachten wir Segel und Leinen in den Keller, die Persenninge in die Waschmaschine und die Bezüge zum Einweichen in die Badewanne. Über die Wasserfarbe reden wir nicht mehr. Waschen lohnt sich offensichtlich.

Auf dem Rückweg schauen wir ein weiteres Mal im Baumarkt vorbei, um Eimer, Lappen usw.  zu kaufen und gönnen uns ein Mittagessen in einem Döner-Imbiss.

Ein altes Hafenpersenning und ein Schiff namens MOPS, Möpse, Moos, Maus, M, ……

Wieder am Schiff rücken wir dem alten Namen und allen weitere Beschriftungen zu Leibe. Stück um Stück pulen wir sie ab. Als hilfreich erweisen sich kleine Stücken Kunststoff, die zu Spachteln angeschliffen werden. Sie hinterlassen keine Kratzer. Die ganz alten Beschriftungen gehen jedoch nur mit der Heißluftpistole ab.  Ein Mädchen mit Langeweile hilft uns. Sie hält von oben den Fön, während Klaus von unten schabt.

Der Rettungsring ist ein Fall für’s Museum

 

Wir packen auch die restlichen Dinge noch aus, finden zwei riesige Hafenpersenninge und seilen den Kühlschrank von oben ab. Der Rettungsring und die Rettungsweste sind vorsintflutlich und fliegen auch von Bord. Gegen 20 Uhr geht die Sonne unter und wir machen Feierabend für heute.

 

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Lorrikeet ist auf dem Weg nach Norden

Heute morgen herrschte etwas Verwirrung, aber nun ist klar: Lorrikeet wurde bereits gestern aufgeladen und wird Samstag früh morgens in Schlutup abgeladen. Also, wenn Ihr sie unterwegs trefft, macht ein Foto oder winkt!

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