Kühlungsborn kurz vor Saisonende

Die kleine Blase

Die kleine Blase

Für dieses lange Wochenende ist nahezu konstanter Südost-Wind angesagt. Dies ist endlich die Chance, nach Kühlungsborn zu segeln. Hier wollten wir die ganze Saison schon hin, aber irgendetwas sprach immer dagegen.

Wir setzen schon in der Ausfahrt aus Wismar den Spi. Es ist mal wieder herbstlich diesig. Unterwegs treffen wir auf einen kleine Trupp Ringelgänse. Weitere Gänse können wir nur hören. Die ganze Vogelwelt scheint auf der Reise. Draußen auf der Ostsee kreuzen beständig Gruppen von etwa einem Dutzend kleinen Vögel, die dicht über der Wasseroberfläche gegen den Wind nach Süden fliegen, unseren Weg.

Strandspaziergang in Kühlungsborn

Strandspaziergang in Kühlungsborn

Vor Kühlungsborn ist viel los. Die Schiffe drängeln sich in der Hafeneinfahrt. Wir können den letzten freien Platz in der Boxengasse ergattern, die wir angesteuert haben. Nach uns greifen einige zur Selbsthilfe und schieben rote Schilder einfach auf grün. Bei der Hafenmeisterin ist eine mehrere Meter lange Schlange. Sie darf heute Überstunden machen. Um 18 Ur macht sie eigentlich ihr Büro zu, aber die Schlange steht immer noch bis draußen vor der Tür.

Wir machen einen Strandspaziergang und bewundern einige wellenreitende Enten. Nach dem Essen setzen wir uns ober am Hafen auf die Holztreppe dicht an einen Gasheizer und genießen die Aussicht. Nur der Kellner der Bar ist anscheinend mit dem Ansturm überfordert…

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Flautenschieber

So friedlich würden wir uns auch gern treiben lassen

So friedlich würden wir uns auch gern treiben lassen

Heute morgen scheint es wärmer zu sein, aber der Wind ist noch kräftig und wir lassen das Reff drin. Kurz nach uns laufen zwei Motorboote aus. Als wir das Groß gesetzt haben, kreuzt es unseren Kurs vor unserem Bug und fühlt sich schon in Sicherheit. Als wir jedoch die Genua ausrollen, legt Lorrikeet innerhalb von Sekunden 3 Knoten zu und auf dem Motorboot geben sie vor Schreck kräftig Gas, um uns aus dem Weg zu gehen.
Der Spaß hält leider nicht an. Der Wind nimmt beständig ab. Wir reffen aus, wechseln auf die große Genua, die nun endlich trocknen darf, aber vor der Einfahrt ins Offentief ist der Wind weg und wir müssen schon wieder nach Hause motoren. Die Atmosphäre ist wunderschön und wir würden gerne noch weitersegeln, aber unser Zug wartet nicht auf uns – schade!

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Herbstliche Tour nach Großenbrode

Die Sonne steht um 17 Uhr schon tief

Die Sonne steht um 17 Uhr schon tief

Der Wetterbericht verspricht uns konstante W-SW so um die 4 Windstärken für das Wochenende und endlich keine Gewitter mehr. Dafür ist es deutlich kälter geworden. Wir ziehen uns das warme Unterzeug an und haben nicht den Eindruck, zu warm angezogen zu sein. In 5 Stunden sausen wir mit einem Reff im Groß nach Großenbrode. Als wir vor der Einfahrt in den Binnensee die Segel bergen, steht die Sonne schon tief.

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Mit der kleinen Blase zurück

Es bleibt den ganzen Tag diesig

Es bleibt den ganzen Tag diesig

Nach dem nächtlichen Regen, ist es heute sehr diesig. Der Wind weht nur sehr schwach aus Nord. Wir sind froh über den Kartenplotter und das AIS, insbesondere als wir die Einfahrt nach Travemünde kreuzen. Nach einer Stunde bleibt der Wind fast ganz weg und wir werfen den Motor an. Schließlich dreht er auf West und frischt wieder leicht auf. Wir holen den kleinen Spinnaker hervor und setzen den. Schade, jetzt hätten wir den Großen gebrauchen können…

Nun schnell die Regenklamotten anziehen!

Nun schnell die Regenklamotten anziehen!

Nach etwas über einer Stunde dreht der Wind auf Ost und schwächt sich wieder stark ab. Wir packen die Tüten wieder ein und motoren den Rest in den Heimathafen. Unterwegs sammeln wir noch ein paar Luftballons aus dem Wasser auf als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Kurz vor Wismar zieht ein Schauer auf und wir müssen im strömenden Regen anlegen.

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Die große Blase

Gestern Abend sind wir mit dem großen Spinnaker hier angereist. Unser Schwesterschiff in Niendorf soll die Silverrudder, eine Einhandregatta rund Fünen, mitsegeln und dafür soll unser Spi mit an Bord. Wir hatten ihn nach dem ersten Versuch vor 3 Jahren nach Hause in die Garage verbannt und uns auf die kleinere Ausgabe beschränkt. Er ist so groß, dass er die Sicht nach vorne versperrt. Bei zu wenig Wind hängt er außerdem bis runter ins Wasser, so dass das Schiff darüber weg fährt. Das war uns zu nervig und so musste er seitdem zu Hause bleiben.

Der große Spinnaker

Der große Spinnaker

Am Bahnhof wurden wir von Freunden abgeholt, die in der Nähe gerade Urlaub machen. Ein Familienmitglied konnten wir zum Mitsegeln bewegen und so sind wir heute zu Dritt an Bord. Der Wind säuselt leicht aus Südost. Vor uns ist bereits die Regatta rund um den Hannibal gestartet. Wir beschließen, es noch einmal zu wagen und setzen die ganz große Blase. Das Ding zieht derartig, dass wir das Regattafeld von hinten aufrollen. Wir haben alle Hände voll zu tun, um die Teilnehmer herum zu fahren und sie so wenig wie möglich zu behindern. Vor dem Offentief trennen sich unsere Wege. Die Regatta wendet sich nun Richtung Hauptfahrwasser. Wir biegen nach dem Offentief Richtung Westen ab und bergen erst kurz vor Niendorf den Spi.

Der Hafen ist schon gut gefüllt, aber die Hafenmeisterin ist super rührig und besorgt uns noch einen Liegeplatz an der Mole. Wir passen nur ganz knapp auf diesen Platz. Meine Erfahrung, dass ich in der Boxengasse in Niendorf das Schiff nicht quer hineinbekomme, bestätigt sich hier wieder.

Unser Mitsegler hat Grillgut besorgt und so kommen wir dazu, das gemeinsame Grillen, dass wir der Niendorfer Crew seit zwei Jahren für den Transport unseres Hallenwagens schulden, auszugeben. Als wir mit prall gefüllten Bäuchen bei einem Gläschen Wein unter dem schützendem Dach des Hafenmeisterhäuschens sitzen, kommt auch der versprochene Schauer mit Wetterleuchten.

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