Ålborg, der perfekte Ort zum Crewwechsel

Noch schiebt der Wind

Noch schiebt der Wind

Als wir morgens aufwachen ist der Wind, wie angekündigt weiter abgeflaut und wir wechseln von Genua 3 auf Genua 1. Heute soll es nach Ålborg gehen, da Alex uns hier morgen früh verlassen muss. 

Bei leichtem NO segeln wir in den Brisenstrichen den Limfjord in Richtung Westen. Im östlichen Bereich zwischen Hals und Løgstør ist der Limfjord sehr schmal und kanalartig ausgebaggert und man muss sich genau an das Fahrwasser halten.

Nun muss der Motor ran

Nun muss der Motor ran

Der Gezeitenstrom, der hier spürbar ist, setzt in den Limfjord hinein und hilft uns. Auf etwa der Hälfte der Strecke nach Ålborg schläft der Wind gänzlich ein und wir müssen die Segel bergen und unter Motor weiter, da der Gezeitenstrom bereits wieder gegenan setzt.

Limfjordklappbrücke und dahinter die Eisenbahnbrücke

Limfjordklappbrücke und dahinter die Eisenbahnbrücke

So erreichen wir gegen 15:45 die Ålborger Brücke über den Limfjord, die alle Stunde auf voll öffnet. Danach sind wir in dem kurzen Stück zwischen der Limfjordbrücke und der Eisenbahnbrücke gefangen, aber auch der Brückenwärter der Eisenbahnbrücke hat ein Einsehen und lässt uns nach drei Zügen durch. 

Alex letzten Abend begehen wir in der Streetfoodhalle am alten Fischereihafen, der heute auch ein Yachthafen ist. Alles sehr zu empfehlen!

Streetfood Halle in Ålborg

Streetfood Halle in Ålborg

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Endlich zum Limfjord nach Hals

Beruhigtes Kattegat vor Grenå

Beruhigtes Kattegat vor Grenå

Frühes Aufstehen ist angesagt, da der Wind über Nacht abflauen soll. Das Großsegel haben wir noch immer im Reff 1 und als Vorsegel ist immer noch Genua 3 angeschlagen. Das Großsegel wird bereits im Hafen gesetzt, da immer noch die Dünung der vorherigen Tage auf den Hafen steht.

Fornaes, NO2, 1016, 18°, gute Sicht

Fornaes, NO4, 1016, 18°, gute Sicht

Vor dem Hafen reffen wir gleich aus, da der Wind mit lediglich 3 Bft aus NO weht und wir kaum voran kommen. Eigentlich ist selbst die Kombi aus Großsegel und Genua 3 zu wenig.

Auf der Höhe von Leuchtturm Fornæs pendelt der Wind sich aber wieder auf NO 4Bft ein und es geht gut voran. Auch die See hat sich mittlerweile beruhigt.

Viertes Besatzungsmitglied "eiserner Gustaf"

Viertes Besatzungsmitglied „eiserner Gustaf“

Nach einiger Zeit holen wir das 4. Besatzungsmitglied, unsere Selbststeueranlage “eiserner Gustaf“, aus dem Schapp. Er hat seit 2013 dort ein einsames Dasein gepflegt, da er auf der Tour in 2013 sehr schlecht gesteuert hatte und wir nicht genau wussten woran es liegt.

Crew hat "frei"

Crew hat „frei“

Vor einigen Tagen habe ich mir dann die Bedienungsanleitung durchgelesen und gesehen, dass es wohl an der Wellenregelgüte gelegen hat, die man anpassen kann. Heute müsste es eigentlich mit der Standardeinstellung klappen und so ist es auch. Über mehrere Stunden hält Gustaf sauber den Kurs auf die Einfahrt zum Limfjord.

Die Einfahrt machen wir natürlich wieder mit Handsteuerung. Der Hafen von Hals ist zwar schon wieder gefüllt, aber wir bekommen noch einen guten Platz und genießen den Abend.

Der Hafen von Hals

Der Hafen von Hals

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Hafentage in Grenå zum Starkwind abwettern

Brandung auf die Hafenmole von Grenå

Brandung auf die Hafenmole von Grenå

Bereits am Abend unseres Einlaufens nach Grenå hatte der Wind aufgefrischt. Als wir morgens aufstehen, weht er wie angekündigt mit frischen 5-6 Bft aus Ost und wir beschließen mindestens einen Hafentag einzulegen. 

Thomas und ich erkunden mit den Fahrrädern die Stadt. Trotz des Windes haben wir strahlenden Sonnenschein. Die Stadt, die einige Kilometer vom Hafen entfernt liegt, erwacht erst gegen 10:00 Uhr.

Vor einem Thai-Imbiss werden wir auf die kontaktscheue Nelli (siehe Bild) hingewiesen, deren Ruhebedarf wir leider aus Unwissenheit missachten.

Auf dem Platz vor dem Rathaus und der Kirche genießen wir bei schönstem Wetter einen Cappuccino und einen Chai-Latte. Danach füllen wir beim örtlichen NETTO (mit dem Hund) unsere Bordbestände auf.

Nachdem wir unsere Einkäufe zurück an Bord gebracht haben, gehen wir in das Kattegat Center, ein Aquarium, dass die Tier- und Pflanzenwelt im Kattegat darstellt. Ich war bereits vor Jahren da und hatte es empfohlen, aber diesmal habe ich den Eindruck, dass es schon bessere Zeiten gesehen hat. Als Abendessen gibt es eine große vegetarische Wok.

Immer noch kräftiger Wind im Hafen

Immer noch kräftiger Wind im Hafen

Auch am nächsten Tag hat der Wind noch nicht abgeflaut und es steht eine kräftige See auf den Hafen. Wir nutzen die Zeit, um Vormittags Wäsche zu waschen. Danach drehen wir mit unseren und einem geliehenen Fahrrad noch einmal eine Runde in Richtung Stadt.

Am Nachmittag versuche ich unseren Drachen zu aktivieren. bei dem Wind gelingt es mir aber nicht und am Ende reißt sogar ein Steuerseil. Ich gebe auf und repariere im Windschutz des Segelvereins den Drachen.

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Von Ballen ins Kattegat nach Grenå

Brötchen bekommen wir heute erst ab 8:00 Uhr, also sind wir erst um 10:00 Uhr aus dem Hafen. Das Großsegel mit einem Reff setzen wir bereits im Hafen, da der Seegang direkt auf den Hafen steht. Draußen empfängt uns eine lange See, in der wir Höhe gewinnen und auf den Verjø Sund zu laufen. 

Die Schnellfähre aus Odden

Die Schnellfähre aus Odden

Den Verjø Sund haben wir bereits im letzten Jahr durchsegelt und kennen uns hier deshalb etwas aus, was bei der Ansteuerung durchaus hilfreich ist. Als wir den Sund verlassen, kommen wir in eine unangenehm kreuz und quer laufende See. Irgendwie muss dies mit dem Strom hier zu tun haben. Auf jeden Fall ist es nass, da plötzlich auch Seen von Lee angelaufen kommen. 

Die Schnellfähre aus Århus

Die Schnellfähre aus Århus

Nach dem wir die Untiefen des Bereiches verlassen haben, hört dieser Seegang glücklicherweise auf. Von hier laufen wir direkt in Richtung Grenå. Dabei müssen wir die Route der Hochgeschwindigkeitsfähre zwischen Århus und Odden kreuzen. Am Horizont kommen bereits Fähren aus beiden Richtungen am Horizont auf. Am Ende geht eine vor und eine hinter uns durch.

Die Fahrradtour

Die Fahrradtour

Bereits gegen 15:30 Uhr laufen wir nach Grenå ein. Wir wollen eigentlich noch in das Kattegat Aquarium gehen stellen aber fest, dass es bereits um 16:00 Uhr schließt. Klaus und Alex machen sich mit den Bromptons auf den Weg in die Stadt um noch etwas für die opulente vegane Bolognese zu bekommen.

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Durch den Großen Belt

Auch heute laufen wir wieder gegen 9:00 Uhr aus dem Hafen aus. Der Wind hat über Nacht abgeflaut und weht nun mit 3 Bft aus SO. Von Gestern haben wir noch das Reff 2 im Großsegel und die Genua 3 angeschlagen. Diese Beseglung wird erst einmal gesetzt, da Ausreffen einfacher geht als Einreffen.

Großer Belt im Sonnenschein

Großer Belt im Sonnenschein

Vom Hafen aus halten wir gleich in Richtung der äußeren Durchfahrt. Was wir nicht ordentlich beachten ist, dass rund um die Brückensockel Flachgebiete als Schutz aufgeschüttet sind. Die Wassertiefe reduziert sich sehr schnell auf 2,8m mit Steinen und wir haben dann tatsächlich eine leichte Grundberührung vor dem östlichen Brückensockel der Große Belt Brücke. Ich bin froh, dass wir nicht so viel Segel gesetzt haben und die Geschwindigkeit sich in Grenzen hält. Es sind auch nur zwei kurze Aufsetzer.

Stress vorbei

Stress vorbei

Der Strom setzt immer noch mit 2 sm nach Norden und wir gehen unter der Brücke auf Kurs Nord. Hinter der Brücke stellen wir fest, dass der Wind immer noch zu leicht für die Beseelung ist und nehmen beide Reffs aus dem Großsegel. Nun sind wir wieder zufrieden mit der Geschwindigkeit über Grund, aber wir halten uns außerhalb des Schifffahrtsweges.

Sind wir hier in der Karibik?

Sind wir hier in der Karibik?

Ab Røsnæs geht der Wind wieder auf 4-5 Bft. Wir lassen trotzdem die ganze Beseglung stehen, da der Wind achterlich einfällt und Lorrikeet immer noch gut zu kontrollieren ist. 

Unser Kurs führt uns schnell auf der Höhe von Ballen kurz vor das Verkehrstrennungsgebiet. Nun können wir halsen und Richtung Ballen oder weiter Richtung Ebeltoft segeln. Wir entscheiden uns diesmal nicht weiter zu segeln und lieber einen schönen Nachmittag und Abend in Ballen zu haben. Ausserdem wissen wir, dass der Wind weiter auf 5 bis 6 Bft zunehmen wird.

Restaurant "Skipperly" in Ballen

Restaurant „Skipperly“ in Ballen

Für das Abendessen gehen wir in das kleine Restaurant „Skipperly“ am Hafen von Ballen. Zunächst sind wir Drei ganz alleine, aber nachdem wir unsere Bestellung losgeworden sind füllt sich das Lokal schlagartig mit offensichtlich lokaler Bevölkerung und es wird viel erzählt. Das Menü ist überschaubar, aber sehr gut. Wir können dieses Restaurant guten Gewissens weiter empfehlen.

Im "Skipperly"

Im „Skipperly“

Fisch des Tages

Fisch des Tages

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