
Es ist deutlich zu merken, wir sind hier in Wikinger Gebiet. Im nördlichen Yachthafen von Frederikssund wird gerade der Nachbau eines Wikingerschiffs beladen.
Da wir bereits im Roskildefjord und damit beim Ziel für den Crew Wechsel sind, lassen wir es ruhig angehen. Gegenüber von Frederikssund liegt die Gegend um das Jagdschloss Jægerspries. Nach dem Frühstück schnappen wir uns wieder unsere Fahrräder und fahren in Richtung Klappbrücke, die wir gestern durchfahren haben.
Am Stadthafen halten wir an einem Nachbau eines Wikingerbootes, das gerade für eine Tour vorbereitet wird. Es ist in einem hervorragenden Zustand.
Mit den Fahrrädern geht es weiter über die Kronprinz Frederik Bro am Ender der Brücke auf der anderen Seite liegt das Frederikssund Museum Faerge Gaarden. Im Garten findet gerade ein Empfang zu Ehren der scheidenden Leitung statt. Wir dürfen trotzdem hinein und können uns die Ausstellung über Frederikssund und die Entwicklung der Brücke anschauen. An dieser Stelle hat es schon immer menschliche Siedlungen gegeben und entsprechend war diese Engstelle schon immer für eine Fähre oder eine Brücke geeignet.
- Dieses aus einem Grab geborgene Schmuckstück einer Frau aus dem 8. oder 9. Jahrhundert, war ursprünglich eine Buchschnalle eines irischen Buchs. Vermutlich war es Raubgut aus einem irischen Kloster. Mich erinnert das an das Wikingermuseum in Dublin.
- Kamm aus Tierknochen aus dem 7.-10. Jahrhundert, Schnabelfibel aus Bronze aus dem 7. Jahrhundert, Dreizackiger Kopf einer Fibel aus Bronze aus dem östlichen Baltikum aus dem 10. Jahrhundert
- Es gibt mehrere Steine mit Handähnlichen Ritzungen. In diesem Fall hat die „Hand“ 4 Finger und 2 Daumen und ist für eine Hand ungewöhnlich symmetrisch. Ich finde, es sieht eher aus wie Tang, als wie eine Hand.
Vom Færge Gaarden, wo wir einen Hinweis auf die mit Kalkmalerei verzierte Draaby Kirken finden, fahren wir zu dieser Kirche. Leider wird sie bei unserer Ankunft geschlossen. Also fahren wir weiter nach Jaegerspries Slot. Das Jagdschloss gehört dem dänischen Königshaus und hat einen sehr gepflegten großen Garten. Man kann hier ausgedehnte Wanderungen und touren in den angrenzenden Wäldern machen. Es ist eben ein Jagdschloss. Wir fahren in nahe gelegenen Ort Jaegerspris und genehmigen uns ein großes Eis zur Stärkung.
Der Weg zurück zur Brücke, über die wir wieder müssen, führt mit einem guten Fahrradweg mit Sicht auf den Roskildefjord durch eine Endmoränen Landschaft mit laaaangen Steigungen. Auf dem Vikingerbopladsen direkt beim Yachthafen wurden verschiedene Haustypen aus der Wikinger Zeit rekonstruiert. Erstaunlich ist, dass die meisten kleine Grubenhäuser sind. Wir machen uns Gedanken, wie die Leute damals wohl mit dem Regenwasser klargekommen sind. Daneben steht dann ein Langhaus, wie man es z.B. aus Haithabu kennt. Leider kann man in diese Haus nicht hinein. Vermutlich geht das während des Wikinger-Festivals.
- Südlich des Geländes für die Wikinger-Festspiele wurden im Zuge experimenteller Archäologie Wikingerhäuser nachgebaut. Es handelt sich um Grubenhäuser, die auf Basis bei Ausgrabungen gefundener Reste rekonstruiert wurden. Das linke Haus basiert auf einem Haus aus der späten Wikingerzeit. Das rechte Haus im Vordergrund basiert auf einem Haus aus der frühen Wikingerzeit.
- Auch dieses Langhaus wurde rekonstruiert.
- Für Grubenhäuser wurde eine Grube ausgehoben, so dass der Boden des Hauses unter der Erdoberfläche liegt. Der Aushub, wurde dann um das Haus herum wieder angehäuft. Vermutlich wurde dadurch das Regenwasser besser abgeleitet.






