
Beim Warten auf die Klappbrücke trieben viele kleine weiße „Fetzen“ durch das Wasser. Da wir etwas Zeit zum Beobachten hatten, war schnell klar, dass es sich um viele kleine Feuerquallen handelt. Auch hier im Hafen wimmelt es von kleinen Feuerquallen.
Gegen späten Vormittag machen wir uns klar zum Auslaufen. Gestern Abend haben wir noch einmal etwas genauer Maß genommen, wie hoch unser Mast inklusive Antenne ist. Wir haben nämlich heute eine Brücke mit 22m und zwei Hochspannungsleitungen mit 20m Durchfahrtshöhe zu passieren. Bisher sind wir immer von etwa 19m Masthöhe ausgegangen, aber mit Hochspannungsleitungen ist nicht zu spaßen und die 20m haben uns etwas nervös gemacht.

Die neue Kronprinsesse Marys Brücke ist 22m hoch. Trotzdem sieht es nicht so aus, als würde es passen.
Beim Auslaufen weht der Wind mit knapp NW 3 Bft. Also setzen wir die Standard Beseglung Großsegel und Genua II. Ab geht es zur Brücke, kein Problem. Wir gehen davon aus, dass in der Durchfahrtshöhe der Hochspannungsleitungen bereits der Mindestabstand für Überschlag einberechnet ist und ja, Lorrikeet passt mit 18m Masthöhe inkl. Antenne unter der Hochspannungsleitung von Hyldeholm durch. Dies hatte unsere Messung gestern Abend ergeben. Trotz alle dem hat man beim Unterfahren der Leitungen ein mulmiges Gefühl.
Der Wind frischt wieder auf gute 4 Bft auf und Lorrikeet rauscht wieder mit 6-7 Knoten viel zu schnell durch das enge Fahrwasser. Bei Eskilsø wird es richtig eng. Wenn jetzt die Seilfähre losfährt? Mit 7,5 Knt schießen wir durch die Enge und werden vom Fähranleger bestaunt.
Vor der Fahrrinne nach Roskilde bergen wir dann doch lieber das Großsegel und es geht gemütlicher nur unter Genua II in Richtung Hafen. Wir finden einen netten ruhigen Platz im Yachthafen.
Wir lesen, dass es die Möglichkeit gibt, auf Nachbauten alter Wikinger Boote mitsegeln zu können. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also stellen wir Erkundigungen an, wie die Öffnungszeiten des Wikinger Museums sind und wie man die Möglichkeit zum Mitsegeln buchen kann. Das geht nur Online und wir buchen eine Tour am nächsten Tag.
Danach machen wir einen Stadtbummel und schauen nach, wie man zum Bahnhof kommt.
- Nette Häuschen auf der Insel Egelsö
- Ein internationales Folkeboot segelt mit uns zusammen Richtung Hafen, so ergibt sich schon unterwegs ein Gespräch von Boot zu Boot
- Kurz vor Roskilde kommt uns bereits das erste nachgebaute Wikingerboot entgegen
- Auf dem Weg vom Hafen in die Altstadt nehmen wir nicht den direkten Weg und werden durchden Anblick von netten kleinen Häuschen belohnt
- Der Dom in Roskilde ist von weit her zu sehen und steht hoch über der Altstadt
- Ein Schwan mit Küken auf dem Rücken im Hafen von Roskilde
- Eine ungewöhnliche Ente im Hafen von Roskilde. Sie ist etwas größer als „normale“ Stockenten.
- Im Museumshafen von Roskilde liegen zahlreiche Nachbauten alter Wikingerschiffe neben anderen alten Booten
Wieder einmal endet der Tag mit einem schönen Sonnenuntergang.










