Heute bleiben wir in Hundested. Wir genießen die Sonne, aber für ein Frühstück im Cockpit ist es zu windig und zu kalt. Danach packen wir die Räder aus und erkunden die Gegend um Hundested. Nördlich an der Küste liegt eine Steilküste mit dem Leuchtfeuer Spodsbjerg. Direkt daneben hatte der dänische Polarforscher Knud Rasmussen, der auf Grönland aufgewachsen ist, zusammen mit seiner Frau Dagmar ihr Haus.
Wir steten dem Haus einen Besuch ab. So wie man in das Haus eintritt bekommt man gleich ein Gefühl der Geborgenheit und möchte eigentlich gar nicht wieder weg. Dieser Eindruck verstärkt sich noch im ersten Stock, wo eine kleine Biblithek und ein Wohn-/Schlafzimmer mit Blick auf das Kattegat ist. Mit seinen Schrägen und offenen Balkenwerk erinnert es uns stark an das Innere eines Schiffes.
- Oben auf dem Hochufer steht das Haus von Knud Rasmussen. Es ist im englischen Cottagestil erbaut und unterscheidet sich sehr deutlich von allen anderen Bauten dort.
- Das Sommerhaus von Knud Rasmussen war sein liebster Arbeitsort. Wir verstehen hier auf Anhieb, warum das so war. Wir kommen zur Ruhe, der Blick geht in die Weite
- In einem Schuppen steht ein großer Schlitten. An der Wand ist eine Karte der Norpolargebiete zu sehen mit den eingezeichneten Expeditionen Knud Rasmussens
Direkt am Leuchturm werden wir zu einem Galeriebesuch im Leuchturmwärterhaus eingeladen. Hier stellt eine Künstlerin ihre Bronzeskulpturen von Tieren aus, deren Positivmodelle sie direkt im Zoo vor den Tieren anfertigt. Ein Video, dass man sich anschauen kann, zeigt sie bei ihrer Arbeit. Wir erstehen als Andenken eine kleine Bronzespinne, die ihren Platz bei uns zu Hause mit den anderen Metallskulpturen bekommen soll.
Wir radeln weiter an der Küste entlang und biegen dann in Kikhaven in Richtung „Tothaven“ ab.
Hier hat eine Familie auf einem alten Hof das Thema „Bauernhof zum Anfassen“ perfektioniert. Auf dem ganzen Gelände wuseln Kinder und deren Eltern hin und her. Die Tiere haben in ihren Gehegen viel Platz und können sich der übermässigen Zuneigung der Kinder auch durchaus entziehen. Daneben gibt es viele Mitarbeiter, die die Kinder anleiten, wie man sich einer Ziege, einem Schwein, Esel oder Kleintier richtig nähert. Zentraler Ort ist ein Café, wo die Erwachsen sich von dem Gewusel zurückziehen können. Da die Nachfrage groß ist, müssen Kinder angemeldet werden. Klar war der Pfingstsonntag ausgebucht. Wir als Erwachsene dürfen aber trotzdem hinein und das Café besuchen.
- Ein eher unentspannter Truthahn in Tothaven
- Dieses Wollschein liebt das grüne Gras in Tothaven
- Zwei liebevolle Kaninchen in Tothaven
- Zufriedene gründlich gestreichelte Ziegen in Tothaven zum Feierabend
Auf dem Weg zurück an Bord stolpern wir noch über das Hinweisschild zur ‚Dronning Slot Ruine’ Wir finden zwar den Parkplatz aber die Ruine können wir nicht finden. Macht nichts, wir hatten heute bereits genug Programm und es geht zurück zum Hafen.

In Hundested sind die alten Hütten und Hallen der Fischer umgebaut zu Restaurants und Läden mit viel Kunsthandwerk, so dass eine sehr lebendige Atmosphäre entstanden ist.
Eigentlich wollen wir noch einen Blick in die Kunsthandwerksläden werfen, aber die haben alle schon geschlossen. Morgen ist auch noch ein Tag.
Nach einem guten Essen im „Knud“ am Hafen genießen wir noch den wunderschönen Sonnenuntergang auf der NW-Mole.








