Der Wetterbericht sagt in zwei Tagen westnordwestliche Luftströmungen von nicht unerheblicher Stärke voraus. Deshalb wollen wir noch die südlichen Winde ausnutzen, auch wenn für Nachmittags SW vorhergesagt ist.
Wir stellen den Wecker auf 6:00 Uhr morgens und verlassen ohne Frühstück bereits gegen 7:30 den Hafen. Die Sicht ist nicht gut und im Dunst läuft ein Kreuzfahrtschiff und eine Fähre von Norden kommend in den Öresund.
Anfangs kommt der Wind aus SSO3, also achterlich und wir segeln mit ausgebaumter Genua 2 und ungerefftem Großsegel gemütlich die Küste entlang. Dabei gibt es ein Frühstück auf See.
- Es ist noch diesig als wir aus Helsingör auslaufen. Aus dem Dunst erscheint allmählich ein Kreuzfahrer, der sich ganz langsam in den Öresund schiebt.
- Eine Brigg motort gegen den Wind in den Öresund
- Nach dem Segel setzen vor dem Hafen von Helsingör geht es mit Kurs Nordwest im Schmetterling auf Tour. Der Wind kommt noch aus Südost. Das wird nicht so bleiben.
- Zum Frühstück gibt es liebevoll geschmierte Stullen aus dem Cockpit
- Wir verlassen den Öresund in der Morgensonne
Bereits um 10:00 Uhr haben wir Gilleleje erreicht, das wir eigentlich zunächst angepeilt hatten. Der Wind hat zwar mittlerweile auf SW4 gedreht und etwas aufgefrischt, aber wir entscheiden uns mit gerefftem Großsegel an der Küste entlang zu kreuzen. Es hat sich kaum Seegang aufgebaut, trotzdem verliere ich beim Übergang von der Kajüte in das Cockpit etwas das Gleichgewicht und falle gegen die Begrenzungsleiste des Backbord-Schwalbennests. Dieser Belastung ist die Leiste leider nicht gewachsen. Das müssen wir erst einmal leimen und dann später gegen eine neue Austauschen.
Gegen 15:00 haben wir die Einfahrt nach Hundested erreicht und werden dort vor dem Hafen von einem Schweinswal begrüßt, der in der auslaufenden Strömung des Isefjords nach Fischen jagt.
Der Hafen von Hundested ist am Pfingstsamstag natürlich voll, aber wir finden noch eine grüne Box. Am Hafen viel Betrieb in den Cafés, Restaurants und Kunsthandwerksläden. Die Tourismussaison hat hier offensichtlich bereits begonnen.
Wir besorgen auf dem Weg zum Hafenautomaten, Hafenmeister gibt es hier nicht mehr, zwei gerade Holzstücke, um die Leister beim Kleben schienen zu können. Auch die Rutscher der Genua-Schiene haben nach etwas Zuneigung und Öl gefragt. Also wird geleimt und geölt.
- In Böen hatten wir kräftigen Wind, so dass sich Lorrikeet etwas überlegte als Klaus zurück ins Cockpit kam und sich dann etwas schwungvoller hinsetzte als geplant. Das hat das Brett vom Schwalbennest nicht verkraftet und hat nun einen Splitterbruch. Mal sehen ob wir das mit Leim erstmal wieder repariert bekommen.
- Der Splitterbruch am Schwalbennest ist geleimt, nun muss moch geschient werden
- Auf der Werft in Hundested steht ein Schlepper mit seinem eindrucksvollen Propeller







