Lorrikeet hoch und trocken

Heute soll es wieder los gehen. Wir verlassen den Hafen bei leichtem Wind aus NW und kreuzen über die kleine Breite vor Roskilde. Selbst bei diesem leichten Wind erreicht Lorrikeet bei glattem Wasser gute Fahrt. Einen Kreuzschlag machen wir zu dicht unter Land und übersehen, dass dort vorgelagert eine langgezogene Untiefe ist. Wir wenden leider von hinten mit 4 Knt Fahrt auf diese Untiefe und man merkt sofort, dass sich Lorrikeet bereits etwas hochgeschoben hat. Erstaunlicherweise hat das Echolot keinen Tiefenalarm ausgelöst.

Mit unseren eigenen Befreiungsversuchen haben wir leider keinen Erfolg und rufen per Funk um Unterstützung. Lyngby Radio meldet sich sofort und erklärt uns, dass das nächste Strandrettungsboot am Ausgang des Roskilde Fjords in Lynette liegt. Höchstwahrscheinlich würde es einige Zeit dauern, bis dieses bei uns ist. Wir willigen trotzdem ein dieses zu alarmieren und wissen, dass dies nicht kostenfrei sein wird. Jetzt heißt es warten.

Während der Wartezeit versuchen wir andere Boote auf uns aufmerksam zu machen, aber diese fahren im entfernten Fahrwasser ohne Reaktion vorbei. Nach fast 2 Stunden prescht das Strandrettungsboot des DSRS aus Lynaes heran.

Wir haben alles für das Manöver vorbereitet und eine lange Leine mit dem Spinakerfall verbunden, um Lorrikeet damit zu krängen. Sie braucht ganz schön viel Krängung, um über die Untiefe wieder ins Tiefe zu kommen und rumpelt über etliche Steine. Das bedeutet Schrammen am Kiel und einige Arbeit im Winter.

Unter Motor geht es bei null Wind weiter bis nach Frederikssund. Wir laufen wieder in den Yachthafen neben dem Wikinger Festivalgelände. Von hieraus erkunden wir den Weg bis zum S-Bahnhof nach Kopenhagen, da Petra morgen zurück nach Hause starten will. Der Weg stellt sich als schöner Spaziergang durchs Grüne heraus.

Am Alten Hafen genehmigen wir uns auf diesen aufregenden Tag noch alle ein Eis.

Dieser Beitrag wurde unter Frühjahrstour 2026, Logbuch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar