{"id":1360,"date":"2013-05-21T23:22:58","date_gmt":"2013-05-21T21:22:58","guid":{"rendered":"https:\/\/lorrikeet.radtke-archiv.de\/?p=1360"},"modified":"2020-06-13T22:04:58","modified_gmt":"2020-06-13T20:04:58","slug":"nebelfelder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lorrikeet.de\/?p=1360","title":{"rendered":"Nebelfelder"},"content":{"rendered":"<p><em>Sassnitz \u2013 Lohme (via ca. 7 Seemeilen n\u00f6rdlich von Arkona)<\/em><br \/>\n<em>35,1 sm<\/em><br \/>\n<em>SSW \u2013 WSW 2-4, schlechte Sicht, vereinzelt Nebelfelder, vereinzelt leichter Spr\u00fchregen<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_1362\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210001_800.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"450\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210001_800-300x169.jpg\" data-lbwps-caption=\"Die Strukturen in den Kreidefelsen von R\u00fcgen sind deutlich zu erkennen\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1362\" class=\"size-medium wp-image-1362\" alt=\"Die Strukturen in den Kreidefelsen von R\u00fcgen sind deutlich zu erkennen\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210001_800-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1362\" class=\"wp-caption-text\">Die Strukturen in den Kreidefelsen von R\u00fcgen sind deutlich zu erkennen<\/p><\/div>\n<p>Heute morgen haben wir den Wecker fr\u00fch um 6 Uhr klingeln lassen. Der Plan war, r\u00fcber zur schwedischen S\u00fcdk\u00fcste zu laufen, um f\u00fcr den kommenden st\u00e4rkeren Wind aus N \u2013 NW einen besseren Ausgangspunkt f\u00fcr den Heimweg zu haben. Bevor wir gestartet sind, haben wir im \u00f6rtlichen Supermarkt noch unseren Bestand an frischen Lebensmitteln wieder aufgef\u00fcllt.<\/p>\n<div id=\"attachment_1364\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210008_800.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"450\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210008_800-300x169.jpg\" data-lbwps-caption=\"Der K\u00f6nigsstuhl ist 118 Meter hoch\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1364\" class=\"size-medium wp-image-1364\" alt=\"Der K\u00f6nigsstuhl ist 118 Meter hoch\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210008_800-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1364\" class=\"wp-caption-text\">Der K\u00f6nigsstuhl ist 118 Meter hoch<\/p><\/div>\n<p>Angesagt waren f\u00fcr heute f\u00fcr die s\u00fcdliche Ostsee SW 3-4 zunehmend 5 Beaufort und f\u00fcr die westliche Ostsee, in der wir hier auf der Ostseite von R\u00fcgen eigentlich nicht sind, SW \u2013 W 3 zunehmend 5 Beaufort und schlechte Sicht. W\u00e4re die Vorhersage eingetreten, h\u00e4tten wir optimale Bedingungen f\u00fcr diese Tour von ca. 55 Seemeilen gehabt. Unser alt vertrautes Gewittertief aus Vorpommern ist mittlerweile in der zentralen Ostsee und zieht jetzt wieder gen Westen. Das scheint ein Rundkurs zu werden, aber hier sollte es uns nicht betreffen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1365\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210010_800.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"450\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210010_800-300x169.jpg\" data-lbwps-caption=\"Wir lassen die Kreidefelsen hinter uns \"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1365\" class=\"size-medium wp-image-1365\" alt=\"Wir lassen die Kreidefelsen hinter uns \" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210010_800-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1365\" class=\"wp-caption-text\">Wir lassen die Kreidefelsen hinter uns<\/p><\/div>\n<p>Erst einmal laufen wir um 8 Uhr aus, setzen nur das Gro\u00df und den Robby an die Pinne, um in Ruhe zu fr\u00fchst\u00fccken. Derweil bewundern wir die Kreidefelsen von R\u00fcgen. Von See aus lassen sich sehr sch\u00f6n die Strukturen erkennen.<\/p>\n<p>Die See ist ruhig, keine alte D\u00fcnung aus Nordost mehr, so wie das gestern der Fall war. Die Sicht ist nicht besonders gut. Arkona k\u00f6nnen wir vom Jasmund aus nicht erkennen, aber wir machen ordentliche Fahrt und ich lege mich noch einmal f\u00fcr ein Nickerchen in die Koje. Nach einer Stunde wache ich auf, weil das Schiff pl\u00f6tzlich keine Lage mehr hat. Der Wind hat nachgelassen und wir haben zu wenig Geschwindigkeit, um in angemessener Zeit an die schwedische S\u00fcdk\u00fcste zu kommen. Mittlerweile sind wir n\u00f6rdlich des Tiefwasserweges, der um R\u00fcgen herumf\u00fchrt und s\u00fcdlich vom Verkehrstrennungsgebiet, f\u00fcr den Verkehr, der zwischen Kiel und dem Baltikum unterwegs ist. Sowohl n\u00f6rdlich, als auch s\u00fcdlich von uns fahren Frachter, die teilweise erst sehr sp\u00e4t zu erkennen sind. Von hier aus ist es genauso weit nach M\u00f6n, wie nach Schweden. Da der Wind eher nach S\u00fcden gedreht hat, als nach Westen, wie wir es erwartet hatten, beschlie\u00dfen wir den Kurs zu \u00e4ndern und Richtung M\u00f6n zu laufen. So machen wir auch 2 Knoten mehr Fahrt. M\u00f6n gef\u00e4llt uns als Ausgangspunkt f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage besser. Wir teilen uns den Horizont auf und \u00fcberwachen den Schiffsverkehr um uns herum.<\/p>\n<p>Dies geht nur etwas eine Viertelstunde gut, dann ist pl\u00f6tzlich dichter Nebel um uns herum und der Wind dreht wieder zur\u00fcck und kommt diesmal fast aus Westen. Diesen Nebel haben wir noch nicht einmal als Wand vor uns wahrgenommen. Er ist einfach da. So etwas wie AIS oder Radar haben wir nicht an Bord, so dass wir andere Schiffe orten k\u00f6nnten. Wir haben einen Radarreflektor, so dass uns Schiffe mit Radar sehen sollten, sofern sie ihr Radarger\u00e4t \u00fcberwachen und gewillt sind, um uns herum zu fahren. Bei allem, was wir \u00fcber den Alltag an Bord gro\u00dfer Schiffe wissen, erscheint uns dieses Vertrauen in die anderen nicht gerechtfertigt. Die Sicht betr\u00e4gt kaum eine viertel Seemeile. Wir f\u00fchlen usn, als h\u00e4tte jemand in voller Fahrt einen wei\u00dfen Vorhang um unser Boot gezogen. Einem kleinen Boot k\u00f6nnten wir so noch ausweichen, aber einem gro\u00dfen Frachter in Reisegeschwindigkeit nicht mehr.<\/p>\n<div id=\"attachment_1368\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210011_800.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"450\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210011_800-300x169.jpg\" data-lbwps-caption=\"Der sch\u00f6ne Hafen von Lohme\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1368\" class=\"size-medium wp-image-1368\" alt=\"Der sch\u00f6ne Hafen von Lohme\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210011_800-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1368\" class=\"wp-caption-text\">Der sch\u00f6ne Hafen von Lohme<\/p><\/div>\n<p>Was sollen wir tun? Den Kurs nach M\u00f6n k\u00f6nnen wir nicht mehr halten. Wenn wir weiter wollen nach Schweden m\u00fcssen wir durch das Verkehrstrennungsgebiet hindurch. Wenn wir statt dessen nach Hiddensee gehen, m\u00fcssten wir kreuzen und den Eingang in die Fahrrinne finden. Wir beschlie\u00dfen umzudrehen und schnellstm\u00f6glich an einen Ort zu kommen, an dem wir zumindest vor den Frachtern sicher sind. Wir fahren eine Halse und Klaus h\u00e4lt erst einmal nach S\u00fcden auf R\u00fcgen zu. Ich suche in der Seekarte einen Punkt s\u00fcd\u00f6stlich von Kap Arkona in der Tromper Wiek raus. Den programmiere ich in das GPS und auf den halten wir dann zu. Er ist ca. 7 Seemeilen entfernt. Parallel behalten wir das Echolot im Auge, falls wir uns doch der Steilk\u00fcste zu dicht n\u00e4hern sollten. Etwa 3 Seemeilen vor dem Kap kann ich im Nebel die obere Kante des Kaps erahnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1367\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210013_800.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"450\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210013_800-300x169.jpg\" data-lbwps-caption=\"Wurzelballen abgest\u00fcrzter B\u00e4ume\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1367\" class=\"size-medium wp-image-1367\" alt=\"Wurzelballen abgest\u00fcrzter B\u00e4ume\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210013_800-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1367\" class=\"wp-caption-text\">Wurzelballen abgest\u00fcrzter B\u00e4ume<\/p><\/div>\n<p>In der Tromper Wiek gibt es zwei H\u00e4fen. Wir entscheiden uns f\u00fcr Lohme. Die Sicht hat sich hier etwas verbessert, aber trotzdem muss ich die weiteren 7 Seemeilen bis Lohme stur nach Kompass steuern. Die leuchtend gelben Rapsfelder hoch oben auf der K\u00fcste kann ich etwa 4 Seemeilen vorher sehen, den Ort erst etwa 1 Seemeile vorher und die Hafeneinfahrt erst etwa eine halbe Seemeile vorher. Hinter uns scheint die Sicht pl\u00f6tzlich wieder sehr klar zu sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_1366\" style=\"width: 178px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210016_800.jpg\" data-lbwps-width=\"450\" data-lbwps-height=\"800\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210016_800-169x300.jpg\" data-lbwps-caption=\"\u00dcberwachungseinrichtung f\u00fcr Bewegungen des Steilhanges\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1366\" class=\"size-medium wp-image-1366\" alt=\"\u00dcberwachungseinrichtung f\u00fcr Bewegungen des Steilhanges\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305210016_800-168x300.jpg\" width=\"168\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1366\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcberwachungseinrichtung f\u00fcr Bewegungen des Steilhanges<\/p><\/div>\n<p>Nachdem wir uns bei Kaffee und Kuchen von dem Schreck erholen, erkunden wir noch den kleinen Ort. Hier sind vor ein paar Jahren gro\u00dfe Bereiche der Steilk\u00fcste abgest\u00fcrzt. Dies ist immer noch deutlich zu sehen. Etliche B\u00e4ume ragen grotesk mit ihren Wurzelballen nach oben aus den Ger\u00f6llmassen. Um den Hang zu sichern, wird das von Landseite dagegen dr\u00fcckende Grundwasser mehrere Meter abgesenkt und kontrolliert in die Ostsee entw\u00e4ssert. Den Fussweg am Fu\u00df des Hanges sch\u00fctzen gro\u00dfe Quader aus Draht, die mit Steinen gef\u00fcllt sind. Unten am Hafen steht eine \u00dcberwachungseinrichtung, die Bewegungen des Hanges erkennen soll. Trotzdem ist dies ein sehr sch\u00f6n gelegener Hafen, klein und gem\u00fctlich und mit sehr sch\u00f6ner Kulisse. Au\u00dferdem freut uns, dass ein Mitglied unseres Segelvereins ihn mit seiner Firma gebaut hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sassnitz \u2013 Lohme (via ca. 7 Seemeilen n\u00f6rdlich von Arkona) 35,1 sm SSW \u2013 WSW 2-4, schlechte Sicht, vereinzelt Nebelfelder, vereinzelt leichter Spr\u00fchregen Heute morgen haben wir den Wecker fr\u00fch um 6 Uhr klingeln lassen. 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