{"id":1284,"date":"2013-05-15T22:33:08","date_gmt":"2013-05-15T20:33:08","guid":{"rendered":"https:\/\/lorrikeet.radtke-archiv.de\/?p=1284"},"modified":"2020-06-13T22:04:22","modified_gmt":"2020-06-13T20:04:22","slug":"gefangen-zwischen-zwei-klappbrucken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lorrikeet.de\/?p=1284","title":{"rendered":"Gefangen zwischen zwei Klappbr\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p><em>Karlshagen (Usedom) \u2013 Ueckerm\u00fcnde<\/em><br \/>\n<em>38,1 sm<\/em><br \/>\n<em>SO 4 \u2013 6, wolkenloser Himmel<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_1286\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150009_800.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"440\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150009_800-300x165.jpg\" data-lbwps-caption=\"Klappbr\u00fccke Wolgast\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1286\" class=\"size-medium wp-image-1286\" alt=\"Klappbr\u00fccke Wolgast\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150009_800-300x165.jpg\" width=\"300\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150009_800-300x165.jpg 300w, https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150009_800-768x422.jpg 768w, https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150009_800.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1286\" class=\"wp-caption-text\">Klappbr\u00fccke Wolgast<\/p><\/div>\n<p>Auch heute morgen klingelt wieder der Wecker um 06:30 Uhr. Wir wollen heute durch zwei Klappbr\u00fccken, um in das Stettiner Haff zu kommen. Dazu m\u00fcssen wir den Peenestrom hinauf. In Wolgast und in Zecherin befindet sich jeweils eine Klappbr\u00fccke, die die Insel Usedom mit dem Festland verbindet. Beide Br\u00fccken \u00f6ffnen nur wenige Male am Tag zu bestimmten Zeiten.<\/p>\n<div id=\"attachment_1287\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150019_800.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"450\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150019_800-300x169.jpg\" data-lbwps-caption=\"Die Peene Werft in Wolgast\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1287\" class=\"size-medium wp-image-1287\" alt=\"Die Peene Werft in Wolgast\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150019_800-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1287\" class=\"wp-caption-text\">Die Peene Werft in Wolgast<\/p><\/div>\n<p>In Wolgast sind um kurz nach acht Uhr das einzige Segelboot vor der Br\u00fccke, aber zur Verst\u00e4rkung kommt noch ein K\u00fcstenwachboot aus Neustadt hinzu. Der Industriehafen von Wolgast liegt s\u00fcdlich der Br\u00fccke. Dort befindet sich auch die Peene Werft, die sich anscheinend auf Schiffe des Bundes spezialisiert hat. Nicht nur das K\u00fcstenwachboot legt dort an, sondern es liegen dort bereits zwei Minensuchboote und ein Hilfsschiff der Marine. Offensichtlich haben sie gut zu tun. Das freut uns zu sehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1288\" style=\"width: 178px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150020_800.jpg\" data-lbwps-width=\"450\" data-lbwps-height=\"800\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150020_800-169x300.jpg\" data-lbwps-caption=\"K\u00fcstenwachboot und Kr\u00e4ne in der Peene Werft\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1288\" class=\"size-medium wp-image-1288\" alt=\"K\u00fcstenwachboot und Kr\u00e4ne in der Peene Werft\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150020_800-168x300.jpg\" width=\"168\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1288\" class=\"wp-caption-text\">K\u00fcstenwachboot und Kr\u00e4ne in der Peene Werft<\/p><\/div>\n<p>Hinter dem Industriehafen nimmt die Wassertiefe deutlich ab. In der Seekarte steht, dass der Peenestrom hier nur von Schiffen mit einem maximalen Tiefgang von 2 Metern befahren werden kann. Meist liegt die Tiefe bei 3 \u2013 4 Metern ohne steile \u00dcberg\u00e4nge. Einmal am Fahrwasserrand zeigt unser Echolot jedoch nur noch 1,80 m. Hier werden wir mit 1,75 m Tiefgang doch nerv\u00f6s, denn wir haben es eilig, die \u00d6ffnungszeit der Br\u00fccke in Zecherin um 11:45 Uhr zu schaffen. Da der Peenestrom in S\u00fcdost-Richtung verl\u00e4uft und dies heute die Richtung ist, aus der der Wind weht, motoren wir das ganze St\u00fcck und an dem einzigen St\u00fcck wo die Windungen des Stromes es zulassen, die Fock zur Hilfe zu nehmen, tun wir das nat\u00fcrlich auch und haben nun \u00fcber 6 Knoten Geschwindigkeit.<\/p>\n<p>Trotzdem wird es knapp mit der Zeit und ich versuche per Funk und schlie\u00dflich per Handy den Br\u00fcckenw\u00e4rter von Zecherin zu erreichen. Er ist jedoch nicht verhandlungsbereit und macht uns die Br\u00fccke vor der Nase wieder zu. So ein Mist! Es kommen uns ein halbes Dutzend Yachten entgegen. Wir suchen uns einen Ankerplatz und m\u00fcssen nun fast 5 Stunden warten. Wir f\u00fchlen uns gefangen.<\/p>\n<p>Mit einer Tasse Kaffee und einem St\u00fcck Kuchen in der Hand bewundern wir gerade die Gegend und die zahlreichen Kormoranschw\u00e4rme, als ein Seeadler auf uns zu fliegt und unweit von unserem Boot mit den nach vorne ausgestreckten F\u00e4ngen versucht, Fisch zu fangen. Nat\u00fcrlich liegen die Kameras wohl verstaut unter Deck und nat\u00fcrlich macht er das nicht noch ein zweites Mal, sondern sitzt die n\u00e4chsten Stunden auf einem der unteren \u00c4ste eines hohen Baumes am Ufer. Mit blo\u00dfem Auge ist er dort nicht zu erkennen, aber mit dem Fernglas k\u00f6nnen wir ihn deutlich sehen.<\/p>\n<p>Wir nutzen die Zeit f\u00fcr kleine Bastelarbeiten am Schiff: Klaus markiert unsere Ankerleine alle 5 Meter mit einem Takling, so dass die ausgesteckte L\u00e4nge leichter zu erkennen ist. Ich r\u00e4ume die Bedienungsanleitungen auf und installiere eine USB Schnittstelle f\u00fcr unser NMEA 2000 Netz an Bord. Kurz nach halb f\u00fcnf gehen wir Anker auf. Dies war der erste Einsatz unseres neuen Ankers und er hat in diesem Schlick bei dem kr\u00e4ftigen Wind super gehalten, entsprechend muss Klaus k\u00e4mpfen, um ihn wieder aus dem Grund zu l\u00f6sen. Den edlen Spendern noch einmal herzlichen Dank!<\/p>\n<div id=\"attachment_1289\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150030_800.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"450\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150030_800-300x169.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1289\" class=\"size-medium wp-image-1289\" title=\"\u00dcberreste der Eisenbahnhubbr\u00fccke in Karmin\" alt=\"\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150030_800-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1289\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcberreste der Eisenbahnhubbr\u00fccke in Karmin<\/p><\/div>\n<p>Auch das restliche St\u00fcck des Peenestroms m\u00fcssen wir motoren. Wir bekommen noch einmal einen Seeadler bei der Jagd zu sehen. In Karmin passieren wir die \u00dcberreste einer eindrucksvollen zerst\u00f6rten Eisenbahnhubbr\u00fccke. Nach der Erfahrung mit der Klappbr\u00fccke in Zecherin bin ich nicht traurig, dass uns die Hubbr\u00fccke nicht mehr im Weg ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_1292\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150042_800.jpg\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"440\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150042_800-300x165.jpg\" data-lbwps-caption=\"Einer der Gr\u00fcnde warum man sich in pommerschen Rinne an das Fahrwasser halten sollte&amp;#8230;.\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1292\" class=\"size-medium wp-image-1292 \" alt=\"Einer der Gr\u00fcnde warum man sich in der pommerschen Rinne an das Fahrwasser halten sollte....\" src=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150042_800-300x165.jpg\" width=\"300\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150042_800-300x165.jpg 300w, https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150042_800-768x422.jpg 768w, https:\/\/lorrikeet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/IMGP1305150042_800.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1292\" class=\"wp-caption-text\">Einer der Gr\u00fcnde warum man sich in der pommerschen Rinne an das Fahrwasser halten sollte&#8230;.<\/p><\/div>\n<p>Drau\u00dfen auf dem Stettiner Haff haben wir nun die Nase voll vom Motoren und setzen um kurz nach 18 Uhr die Genua. Bei 5-6 Windst\u00e4rken kreuzen wir gegen die kurze Welle an und ducken uns hinter die Sprayhood, um nicht zu nass zu werden. Das Wasser schmeckt hier s\u00fc\u00df.<\/p>\n<p>Wir laufen nach Ueckerm\u00fcnde in die Lagunenstadt Marina. Zwei Hafenbecken sind umstanden von Geb\u00e4uden und vielen hohen B\u00e4umen. Es ist ein sehr gesch\u00fctzter Hafen. Die Schwalben jagen die zahlreichen Insekten und etliche Graureiher gehen im Hafenbecken auf Jagd nach Fischen. Es ist fast halb neun als wir fest machen. Auf der Suche nach einem ge\u00f6ffneten Klo landen wir am Strand und kommen dem Schlie\u00dfdienst knapp zuvor. An der Strandhalle finden wir eine wundervolle windgesch\u00fctzte Sitzgruppe, mit der sich sogar schaukeln l\u00e4sst. Wir bekommen noch einen gro\u00dfen Glas Alster und ein warmes Abendessen. In der zunehmenden Dunkelheit blicken wir \u00fcber das Stettiner Haff und versuchen die einzelnen Lichter zu identifizieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karlshagen (Usedom) \u2013 Ueckerm\u00fcnde 38,1 sm SO 4 \u2013 6, wolkenloser Himmel Auch heute morgen klingelt wieder der Wecker um 06:30 Uhr. Wir wollen heute durch zwei Klappbr\u00fccken, um in das Stettiner Haff zu kommen. 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